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Google Sheets: Gemini repariert fehlerhafte Formeln per Klick

23.06.2026 - 01:24:52 | boerse-global.de

Google integriert Gemini-KI in Sheets zur automatischen Fehlererkennung und -korrektur von Formeln für Geschäftskunden.

Google Sheets: KI-gestützte Fehlerdiagnose per Knopfdruck
Google - A computer screen showing a Google Sheet with a highlighted formula error and an AI-suggested correction overlay. 23.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Google stattet seine Tabellenkalkulation mit einer intelligenten Fehlerdiagnose aus – per Knopfdruck.

Der Suchmaschinenriese erweitert seine Workspace-Suite um ein Gemini-gestütztes Werkzeug, das fehlerhafte Formeln in Google Sheets automatisch erkennt und repariert. Seit dem 22. Juni 2026 rollt die Funktion aus, die Anwendern per Klick erklärt, warum eine Berechnung fehlschlägt, und gleich eine korrigierte Version vorschlägt.

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Automatische Diagnose statt stundenlangem Suchen

Das neue Feature analysiert sowohl einfache als auch komplexe Rechenfehler. Statt mühsam nach der Nadel im Heuhaufen zu suchen, erhalten Nutzer eine präzise Fehleranalyse samt Lösungsvorschlag. Das spart Zeit und Nerven – zumindest bei offensichtlichen Fehlern. Technische Experten weisen allerdings darauf hin, dass das Tool vor allem sichtbare Fehlerzustände erfasst. Stille Logikfehler, bei denen eine Formel zwar funktioniert, aber falsche Ergebnisse liefert, bleiben außen vor.

Der Rollout soll innerhalb von 15 Tagen abgeschlossen sein. Um Unternehmen und Profis den Einstieg zu erleichtern, lockt Google mit einer Aktion bis zum 15. Juli 2026: Höhere Nutzungslimits für das Tool über verschiedene Workspace-Tarife hinweg.

Wer bekommt Zugriff?

Die Formel-Reparatur ist nicht für Privatkonten gedacht. Sie steht ausschließlich Abonnenten folgender Tarife zur Verfügung:

  • Business Standard und Business Plus
  • Enterprise Standard und Enterprise Plus
  • Google AI Pro und AI Ultra
  • Google AI Pro for Education

Für Entwickler, die mit großen Datenmengen arbeiten, haben sich parallel Community-Lösungen etabliert. Diese nutzen API-Schnittstellen zu großen Sprachmodellen, um Produktkataloge automatisiert anzureichern – von der Rohdaten in Google Sheets über KI-Verarbeitung bis zur Synchronisation mit Plattformen wie Magento 2.

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KI-Training und Ökosystem-Wachstum

Parallel zur neuen Sheets-Funktion launchte Google am 23. Juni 2026 den AI Boost Bootcamp 201. Der 45-minütige Kurs richtet sich an Marketingteams und vermittelt fortgeschrittene Gemini-Anwendungen. Dazu gehören die „=AI()"-Funktion in Sheets für Datenanalysen, die Content-Erstellung in Google Vids sowie Marktforschung via NotebookLM. Absolventen erhalten ein offizielles digitales Abzeichen.

Diese Neuerungen sind Teil eines größeren Umbaus der Google-KI-Infrastruktur. Am 22. Juni 2026 erschien Gemini 3 als neues Flaggschiff-Modell mit Fokus auf Geschwindigkeit, logischem Denken und agentischen Aufgaben. Es ersetzt Gemini 2.5 Flash als Standard im Gemini-App. Gemini 3.5 Flash wiederum ist nun das Standardmodell für den AI Mode-Dienst, der knapp 200 Länder und 98 Sprachen unterstützt.

Partnerschaften und Daten-Tools

Die Gemini-Integration dringt auch in spezialisierte Branchen vor. Nokia und Google Cloud gaben am 22. Juni 2026 eine erweiterte Partnerschaft bekannt: Gemini-basierte KI-Agenten sollen in Nokias Netzwerksoftware einziehen. Erste funktionsfähige Agenten für Router- und Ereignisanalyse sind bereits im Einsatz. Ein vollständiger SaaS-Start über den Google Cloud Marketplace ist für September 2026 geplant.

Ebenfalls am 23. Juni 2026 erklärte Google Cloud die Managed Python User Defined Functions (UDFs) in BigQuery für allgemein verfügbar. Datenprofis können nun Python-Code direkt in der BigQuery-Umgebung ausführen – mit Unterstützung für etablierte Bibliotheken wie pandas und NumPy. Das ermöglicht anspruchsvolle Datenverarbeitung jenseits klassischer Tabellenkalkulation.

de | wissenschaft | 69606705 |