Google-Sicherheit, Biometrische

Google-Sicherheit: Biometrische Video-Selfies in fĂŒnf EU-LĂ€ndern

Veröffentlicht am: 26.07.2026 um 16:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Google testet biometrische Video-Selfies als zusĂ€tzliche Sicherheitsstufe fĂŒr Konten in fĂŒnf EU-LĂ€ndern. DatenschĂŒtzer warnen vor Risiken.

Google fĂŒhrt Video-Selfies zur Kontosicherung in der EU ein
Smartphone-Display mit biometrischer Gesichtserkennung fĂŒr die Sicherheit von Google-Konten. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Google weitet seine Sicherheitsvorkehrungen fĂŒr Nutzerkonten in Europa aus und fĂŒhrt ein neues Verfahren zur IdentitĂ€tsprĂŒfung ein. Das System basiert auf biometrischen Video-Selfies und wird zunĂ€chst in fĂŒnf Mitgliedstaaten der EuropĂ€ischen Union bereitgestellt. Wie aus Unternehmenskreisen bekannt wurde, umfasst der Roll-out die LĂ€nder Irland, Spanien, Frankreich, Italien und Estland. Die neue Funktion ist als ergĂ€nzende Sicherheitsebene konzipiert und soll insbesondere den Prozess der Kontowiederherstellung robuster gestalten.

Funktionsweise und technische Umsetzung

Das Verfahren sieht vor, dass Nutzer zur Einrichtung der Funktion ein kurzes Video von sich aufzeichnen. WĂ€hrend dieser Aufnahme werden sie dazu angeleitet, spezifische Kopfbewegungen auszufĂŒhren. Dieses Referenzvideo dient kĂŒnftig als Grundlage fĂŒr den Abgleich der IdentitĂ€t. Sollte ein Kontoinhaber den Zugriff auf seine Zugangsdaten verlieren, kann im Rahmen des Wiederherstellungsprozesses ein neues Selfie-Video erstellt werden. Das System vergleicht dieses aktuelle Material mit der zuvor hinterlegten Originalaufnahme, um sicherzustellen, dass die Anfrage vom rechtmĂ€ĂŸigen Besitzer stammt.

Google setzt bei dieser Technologie auf eine integrierte Liveness-Erkennung. Dieser Mechanismus soll einen wirksamen Schutz vor Manipulationsversuchen bieten, insbesondere vor dem Einsatz von Deepfakes oder statischen Fotos, die zur Umgehung von Sicherheitssystemen genutzt werden könnten. Die biometrische PrĂŒfung fungiert dabei als zusĂ€tzliche Schutzschicht, die neben der etablierten Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) besteht, diese jedoch nicht ersetzt.

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Datenschutz und Nutzerkontrolle

Hinsichtlich der sensiblen Natur biometrischer Daten betonte der Konzern die Sicherheitsvorkehrungen bei der Speicherung. Die aufgezeichneten Videos werden verschlĂŒsselt hinterlegt. Zudem bleibe die Hoheit ĂŒber die Daten beim Anwender: Die Nutzung des Video-Selfies sei optional und nicht verpflichtend fĂŒr die KontofĂŒhrung. Nutzer haben zudem die Möglichkeit, die gespeicherten biometrischen Informationen jederzeit wieder zu löschen. Berechtigte Nutzer können die Funktion ĂŒber eine dedizierte Unterseite unter g.co/signin-selfie verwalten.

Marktakzeptanz und Kritik von DatenschĂŒtzern

Die EinfĂŒhrung biometrischer Verfahren stĂ¶ĂŸt in der Industrie auf ein geteiltes Echo. Einerseits belegen Erhebungen des Anbieters Oloid eine hohe Akzeptanz unter den Konsumenten. Laut deren Daten bevorzugen 72 % der Verbraucher die Nutzung von Gesichtsbiometrie gegenĂŒber der Verwendung herkömmlicher Passwörter, was auf einen Wunsch nach komfortableren und gleichzeitig sichereren Login-Methoden hindeutet.

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Andererseits rufen die PlĂ€ne auch Kritiker auf den Plan. DatenschĂŒtzer der Organisation Incogni warnten vor den langfristigen Folgen solcher Systeme. Sie verwiesen auf die irreversiblen Risiken, die mit der Verarbeitung und Speicherung biometrischer Daten einhergehen. Im Gegensatz zu Passwörtern, die bei einem Datenleck geĂ€ndert werden können, sind biometrische Merkmale unverĂ€nderlich mit der Person verknĂŒpft, was bei einem Missbrauch weitreichende Konsequenzen fĂŒr die digitale IdentitĂ€t der Betroffenen haben könnte.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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