Google Vids ab 5. August: Personal Avatar aus Selfie und Stimme
Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 12:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Google rüstet sein Videotool Vids mit dem KI-Modell Gemini Omni auf – und erlaubt erstmals persönliche Avatare.
Der US-Konzern hat am 16. Juli 2026 umfassende Neuerungen für sein Workspace-Tool vorgestellt. Im Zentrum steht die Integration des multimodalen KI-Modells Gemini Omni. Nutzer können künftig per Sprachbefehl oder Texteingabe Videos erstellen und bearbeiten – ohne die Timeline manuell anfassen zu müssen.
Bearbeitung per Chat: „Hintergrund ändern“ statt Mausklick
Die neue Funktion erlaubt eine konversationelle Videobearbeitung. Statt mühsam einzelne Einstellungen zu justieren, beschreiben Nutzer einfach, was sie ändern möchten: „Hintergrund heller“, „Kamerafahrt einfügen“ oder „Übergang weicher“. Die KI übernimmt Kamerabewegungen und Easing-Effekte automatisch.
Erste Tests zeigen jedoch: Bei komplexen Overlays und präziser Farbkorrektur stößt das System noch an Grenzen. Die Ergebnisse sind vielversprechend, aber nicht perfekt.
Avatare aus Selfie und Sprachprobe
Eine zweite Neuerung dürfte besonders für Unternehmen spannend sein: der Personal Avatar. Nutzer laden ein Selfie und eine Sprachaufnahme hoch – die KI erschafft daraus eine digitale Version ihrer selbst. Diese kann dann per Texteingabe jeden beliebigen Text vortragen.
Die Funktion ist zunächst auf erwachsene Nutzer in unterstützten Regionen beschränkt und direkt an das Google-Konto gebunden. Google betont den Einsatz für professionelle interne Kommunikation – etwa für virtuelle Präsentationen oder Schulungsvideos.
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Transparenz durch Wasserzeichen
Sämtliche KI-generierten Inhalte erhalten einen SynthID-Wasserzeichen. Die Technologie wurde laut Google bereits 50 Millionen Mal im gesamten Ökosystem eingesetzt. Sie soll sicherstellen, dass Betrachter erkennen können, ob ein Video künstlich erzeugt wurde.
Rollout und Preise: Wer bekommt was?
Die Einführung erfolgt gestaffelt. Seit dem 16. Juli läuft die Rapid-Release-Phase. Für alle anderen berechtigten Nutzer beginnt der Rollout am 5. August 2026.
Die neuen KI-Funktionen sind primär für Zahler gedacht:
| Tarif | Kosten | KI-Guthaben |
|---|---|---|
| Kostenlos | 0 € | 3–5 Videos pro 24h |
| Google AI Plus | ca. 7 €/Monat | 200 Credits |
| Google AI Pro | ca. 18 €/Monat | 1.000 Credits |
| Google AI Ultra | auf Anfrage | FĂĽr Unternehmen |
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Einschränkungen in Europa
In der EU, der Schweiz, Großbritannien sowie den US-Bundesstaaten Texas und Illinois gelten zunächst Sonderregeln: Die Bearbeitung von nicht KI-generierten Videos mit den neuen Werkzeugen ist dort vorerst nicht verfügbar. Grund dürften regulatorische Unsicherheiten im Umgang mit KI-generierten Inhalten sein.
Ausblick: Einheitliche KI-Werkzeugkiste
Google integriert Gemini Omni parallel auch in andere Plattformen – darunter Asset Studio für Google Ads und YouTube Shorts. Ziel ist eine durchgängige Bearbeitungserfahrung über das gesamte kreative Ökosystem des Konzerns hinweg. Für Unternehmen, die ohnehin auf Google Workspace setzen, dürfte Vids damit zunehmend zur ernsthaften Alternative für schnelle Videoproduktionen werden – ganz ohne teure Schnittsoftware.
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