GPT-6 Astra: DeepSeek und Moonshot AI nutzten OpenAI-Daten fürs Training
Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 05:25 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie chinesischen KI-Entwickler DeepSeek und Moonshot AI haben für das Training ihrer neuesten Systeme massiv Ausgaben des Modells GPT-6 Astra von OpenAI herangezogen. Wie das US-Branchenmedium The Information unter Berufung auf eigene Recherchen berichtete, setzten beide Unternehmen die erzeugten Daten zur sogenannten Destillation ein, um die Leistungsfähigkeit eigener Sprachmodelle zu steigern.
Bei diesem Verfahren werden die Antworten eines größeren, bereits trainierten Modells als Trainingsdaten genutzt, um kompaktere oder spezialisierte Systeme effizienter zu schulen.
Die Destillation gilt in der Branche weiterhin als Hauptfaktor für den technologischen Fortschritt chinesischer Open-Weight-Modelle. Führende US-amerikanische KI-Anbieter wie OpenAI und Anthropic kritisieren diese Praxis und die damit verbundenen Destillationsbemühungen seit Längerem wiederholt.
Aktuelle Modellgenerationen im Fokus
Von der Nutzung der Trainingsdaten sind mehrere kürzlich vorgestellte Modelle betroffen. Bei Moonshot AI betrifft dies das Modell Kimi K3.1 Pro, das in der Vorwoche veröffentlicht worden war. Bei DeepSeek handelt es sich um das System V4.1-Flash 1017, das das Unternehmen am 17. Oktober 2026 auf den Markt gebracht hatte.
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Bereits vor Bekanntwerden der aktuellen Berichte hatte es Hinweise auf gezielte Datenabschöpfungen gegeben. OpenAI hatte in einem Blogbeitrag vom 30. September 2026 einen zentralen Teil einer seit Juli laufenden Destillationskampagne mit Personen verknüpft, die Moonshot AI nahestehen. Auf Medienanfragen zu den jüngsten Vorwürfen gaben weder OpenAI noch DeepSeek oder Moonshot AI eine Stellungnahme ab.
Schutzmaßnahmen gegen Datenabfluss
Die unautorisierte Übernahme von Modellantworten beschäftigt führende KI-Unternehmen zunehmend. Auch der Entwickler Anthropic steht vor ähnlichen Herausforderungen, meldete jedoch zuletzt Erfolge bei der Abwehr unerwünschter Datenabschöpfungen. Demnach senkten neue technische Schutzmaßnahmen gegen sogenannte Claude-Kopien den unerwünschten Datenabfluss durch Destillationsangriffe im Oktober 2026 um rund 90 bis 99 Prozent.
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Der Konflikt um das Abgreifen generierter Inhalte unterstreicht den anhaltenden Wettbewerb zwischen führenden US-Laboren und chinesischen Entwicklerteams, bei dem der Zugriff auf hochqualitative Trainingsdaten eine zentrale Rolle spielt.
