Grafikkarten-Boom, Millionen

Grafikkarten-Boom: 12,5 Millionen Einheiten im Q2 2026

Veröffentlicht am: 10.09.2026 um 23:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Im zweiten Quartal 2026 stiegen Grafikkartenlieferungen, während Desktop-CPUs nachgaben. Langfristig erwartet Jon Peddie Research einen schrumpfenden Markt.

Grafikkartenmarkt wächst im zweiten Quartal, CPU-Absatz sinkt
Eine leere, moderne Fertigungsstraße in einer Industrieanlage mit Fokus auf geometrische Formen und kühles Licht. Illustration mit AI erstellt.

Der globale Markt für PC-Grafikkarten (Add-in-Boards, AIB) hat im zweiten Quartal 2026 kräftig zugelegt. Laut einem Bericht von Jon Peddie Research vom 9. September 2026 wurden weltweit 12,5 Millionen Einheiten ausgeliefert – ein Plus von 10 Prozent gegenüber dem Vorquartal und von 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

CPU-Auslieferungen brechen ein, Attach-Rate steigt

Gegenläufig entwickelten sich die Desktop-PC-CPU-Auslieferungen: Diese lagen im selben Zeitraum bei 14 Millionen Einheiten, was einem Rückgang von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr und von 10,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal entspricht.

Aus dem Zusammenspiel beider Entwicklungen ergibt sich laut Jon Peddie Research eine AIB-Attach-Rate in Desktop-PCs von 89 Prozent, ein Anstieg von 23 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Das bedeutet, dass ein wachsender Anteil der verkauften Desktop-Systeme mit einer separaten Grafikkarte ausgestattet wird, während gleichzeitig weniger CPUs abgesetzt wurden.

Auch im Bereich der Data-Center-GPU-Boards verzeichnete Jon Peddie Research für das zweite Quartal 2026 ein Plus von 11,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal.

Verschiebungen bei den Marktanteilen

Bei den Herstelleranteilen zeigten sich im Quartalsvergleich nur geringe Verschiebungen: AMD verlor laut Jon Peddie Research 0,16 Prozentpunkte, Intel legte um 0,3 Prozentpunkte zu, während Nvidia um 0,1 Prozentpunkte nachgab.

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Die Q2-Zahlen für den Grafikkartenmarkt laufen in zwei Richtungen: 12,5 Millionen ausgelieferte Add-in-Boards stehen 14 Millionen Desktop-CPUs gegenüber, ein Rückgang von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wer diese Schere einordnen will, braucht die Zahlen sauber nebeneinander — AIB-Attach-Rate, diskrete GPUs und Marktanteile. Kostenlose Quartalsanalyse zum Grafikkartenmarkt anfordern

Differenzierter fällt das Bild bei den gesamten Consumer-PC-GPU-Auslieferungen aus, die im zweiten Quartal 2026 bei 75,5 Millionen Einheiten lagen – ein Zuwachs von 10,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal und von 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Innerhalb dieses Segments entwickelten sich Laptop- und Desktop-GPUs gegenläufig: Die Auslieferungen von Laptop-GPUs stiegen um 16,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal, während Desktop-GPUs um 4 Prozent zurückgingen.

Bei den diskreten Grafikkarten – also separat verbauten Grafikchips im Gegensatz zu in Prozessoren integrierten Lösungen – meldete Jon Peddie Research für das zweite Quartal 2026 rund 20 Millionen ausgelieferte Einheiten, ein Plus von 12,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal und von 14,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Bei den GPU-Marktanteilen insgesamt führte Intel mit 56 Prozent vor Nvidia mit 23 Prozent und AMD mit 21 Prozent. Bemerkenswert ist dabei der Zuwachs von AMD, dessen Anteil im Vorjahr noch bei 14 Prozent gelegen hatte. Gesondert für den gesamten PC-GPU-Markt bezifferte Jon Peddie Research den AMD-Anteil auf rund 21 Prozent, ein Plus von 0,6 Prozentpunkten gegenüber dem Vorquartal.

Langfristige Prognose zeigt leichten Rückgang

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Die kurzfristigen Quartalszahlen sehen stark aus, doch die Prognose für 2025 bis 2030 rechnet mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von minus 2,5 Prozent. Zwischen diesen beiden Signalen entscheidet sich, wie belastbar das aktuelle GPU-Wachstum wirklich ist. Der Report ordnet die Marktanteile von AMD, Nvidia und Intel sowie die Attach-Rate-Entwicklung ein. Prognose-Check als kostenlosen Report sichern

Trotz der positiven Quartalszahlen fällt die längerfristige Einschätzung von Jon Peddie Research verhaltener aus: Für den Zeitraum 2025 bis 2030 rechnen die Marktforscher mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von minus 2,5 Prozent, wobei die Auslieferungen bis zum Ende des Prognosezeitraums auf 193 Millionen Einheiten kommen sollen.

Die Zahlen deuten insgesamt auf eine Marktphase hin, in der Grafikkarten – befeuert unter anderem durch die gestiegene Nachfrage im Data-Center-Segment sowie durch eine höhere Ausstattungsquote in Desktop-PCs – kurzfristig deutlich zulegen, während der klassische CPU-Absatz im Desktop-Bereich rückläufig ist. Für die kommenden Jahre geht Jon Peddie Research dennoch von einem insgesamt leicht schrumpfenden Gesamtmarkt aus.

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