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Gravis Robotics: SoftBank investiert 200 Millionen in Bau-KI

Veröffentlicht am: 18.08.2026 um 08:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das ETH-Spin-off Gravis Robotics erreicht durch die größte Series-A-Investition im Bausektor eine Milliardenbewertung.

SoftBank führt 200-Millionen-Finanzierung für Schweizer Baumaschinen-Startup an
Ein autonomer Bagger bei der Arbeit auf einer modernen Großbaustelle. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Automatisierung der Baubranche erreicht einen neuen finanziellen Meilenstein. Am 17. August 2026 gab die SoftBank Group bekannt, eine Series-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 200 Millionen US-Dollar für das Schweizer Startup Gravis Robotics anzuführen. Nach Angaben von Marktbeobachtern handelt es sich hierbei um die bislang größte Series-A-Investition innerhalb des Bausektors.

Milliardenbewertung für ETH-Spin-off

Durch die Kapitalspritze von 200 Millionen US-Dollar, was zum Zeitpunkt der Finanzierung etwa 172 Millionen Euro entspricht, steigt die Bewertung von Gravis Robotics auf 1 Milliarde US-Dollar (circa 862 Millionen Euro). Damit erreicht das Unternehmen, das im Jahr 2022 als Spin-off der ETH Zürich gegründet wurde, den Status eines sogenannten Unicorns.

Gravis Robotics hat sich auf die Entwicklung autonomer Navigationssoftware für schwere Baumaschinen spezialisiert. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Automatisierung von Baggern.

Das Unternehmen bietet ein spezielles Nachrüst-Set (Retrofit-Kit) an, das bestehende Maschinen mit autonomer Technologie ausstattet. Laut Unternehmensangaben könne durch den Einsatz dieser Technologie die Produktivität auf Baustellen um bis zu 30 Prozent gesteigert werden.

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Globale Expansion und namhafte Kunden

Das junge Unternehmen hat seine Präsenz in den vergangenen Jahren bereits deutlich ausgebaut. Aktuell ist Gravis Robotics auf vier Kontinenten aktiv und beschäftigt ein Team von 75 Mitarbeitern. Die Technologie findet bereits Anwendung bei namhaften Akteuren der Branche. Zu den Kunden zählen unter anderem der Baustoffkonzern Holcim sowie die Unternehmen Taylor Woodrow und HD Hyundai.

Ein aktuelles Beispiel für die operative Umsetzung der Technologie ist ein Projekt im Vereinigten Königreich. Dieses Vorhaben umfasst ein Volumen von 8 Millionen US-Dollar und unterstreicht die Bestrebungen des Unternehmens, seine Software in großflächigen Infrastrukturprojekten zu etablieren.

SoftBank setzt auf physische Künstliche Intelligenz

Für den japanischen Technologieinvestor SoftBank ordnet sich die Beteiligung in eine übergeordnete Strategie ein. Der SoftBank-Manager Dai Sakata erläuterte in diesem Zusammenhang, dass die sogenannte physische Künstliche Intelligenz (Physical AI) ein zentraler Bestandteil der langfristigen Vision des Konzerns sei. Unter diesem Begriff wird die Integration von KI-Systemen in physische Maschinen verstanden, die in der realen Welt komplexe Aufgaben übernehmen.

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Mit dem neu gewonnenen Kapital plant Gravis Robotics die weltweite Skalierung seiner Technologie. Das Ziel ist es, die autonome Steuerung von Baumaschinen global als Standard zu etablieren und die Effizienz in der Bauwirtschaft durch den Einsatz spezialisierter Softwarelösungen nachhaltig zu erhöhen.

Die Investition unterstreicht den Trend, dass Investoren zunehmend Potenzial in der Digitalisierung und Automatisierung traditionell arbeitsintensiver Industrien sehen.

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