GTA-6-Leaks, Take-Two

GTA-6-Leaks: Take-Two verklagt Microsoft und Discord auf Daten

Veröffentlicht am: 22.08.2026 um 14:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Take-Two erwirkt gerichtliche Anordnungen gegen Microsoft und Discord, um die Quelle der GTA-6-Leaks zu identifizieren. Der Publisher verfolgt zudem eine Krypto-Spur.

Take-Two verklagt Microsoft und Discord: GTA-6-Leaker im Visier
Modernes Büro mit leistungsstarkem Gaming-PC und Monitoren, die Datenströme und Code zeigen, während einer Cybersicherheitsermittlung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Take-Two Interactive hat beim Southern District of New York DMCA-Subpoenas gegen Microsoft und Discord eingereicht, um an Aufzeichnungen zum mutmaßlichen Leaker mit dem Pseudonym „Cyberleek" zu gelangen. Die Frist für die Herausgabe der geforderten Daten wurde auf den 4. September gesetzt. Der Schritt markiert die bislang aggressivste juristische Reaktion des Publishers auf die anhaltende Leak-Welle rund um GTA 6.

Umfangreiche Datenanfragen an Microsoft und Discord

Von Microsoft verlangt Take-Two interne Ermittlungsunterlagen zu „Cyberleek" sowie Daten aus OneDrive und Xbox-Diensten. An Discord richtet sich die Forderung nach „allen identifizierenden Informationen" sämtlicher Nutzer, die GTA-6-Leaks geteilt haben. Die Subpoenas zielen damit sowohl auf technische Spuren als auch auf Nutzeridentitäten ab, die zur Aufdeckung der Quelle beitragen könnten.

Xbox-CTO Scott Van Vliet bestätigte eine enge Zusammenarbeit mit Take-Two und Rockstar Games, um das geistige Eigentum im Rahmen der Ermittlungen zu schützen.

Bei Rockstar selbst sollen die Leaks für erhebliche Belastung sorgen: Mitarbeiter seien laut Berichten frustriert und erschöpft, während im Unternehmen mit vollem Einsatz nach der undichten Stelle gesucht werde. Ein früherer Leak aus dem Jahr 2022 hatte seinerzeit zu 34 Entlassungen bei Rockstar geführt.

Streamer DarkViperAU wehrt sich gegen Verdacht

In den Fokus der Ermittlungen geriet auch der Discord-Server des Streamers DarkViperAU, bürgerlich Matthew Judge, dessen Name in der Take-Two-Subpoena auftaucht. Judge bestritt jede Beteiligung an den Leaks und verteidigte sich in einem dreistündigen Livestream. Er betonte, sein Discord-Server enthalte keine Leak-Clips. Die Leaks selbst dauerten zu diesem Zeitpunkt bereits den vierten Tag in Folge an.

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Krypto-Spur über Memecoin und mögliche weitere Verdächtige

Ein zentraler Ermittlungsstrang führt über eine Memecoin namens $CYBERLEEK, mit der der mutmaßliche Leaker offenbar finanziell profitierte. Laut einer Analyse investierte „Cyberleek" rund 29.000 US-Dollar und verdiente allein am ersten Tag etwa 30.000 US-Dollar an Gebühren; aktuell soll die Person 270 Millionen Token im Wert von rund 391.000 US-Dollar halten.

Die Memecoin verzeichnete am ersten Handelstag ein Volumen von 2,1 Millionen US-Dollar sowie Gebühreneinnahmen zwischen 40.000 und 60.000 US-Dollar. Die Krypto-Spur führt zu einer Wallet bei der Börse KuCoin, die eine KYC-Identifizierung voraussetzt – weitere Subpoenas gegen die Plattform gelten als möglich.

Zusätzlich behauptete der X-Account KINGJulien, eine eigene OSINT-Untersuchung habe „Cyberleek" mit einem mutmaßlichen Wiederholungstäter in Verbindung gebracht; entsprechende Beweise seien an die Rechtsabteilungen von Rockstar und Take-Two übermittelt worden. Der Account vermutet zudem, dass die geleakte Spielversion rund ein Jahr alt sei und der ursprüngliche Zugriff etwa im April 2026 erfolgt sein könnte.

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Finanzielle Auswirkungen und bevorstehender Release

Die Leak-Woche hinterließ auch an der Börse Spuren: Die Marktkapitalisierung von Take-Two fiel in diesem Zeitraum um rund 2,8 Milliarden US-Dollar. Die geleakten Aufnahmen zeigen unter anderem Protagonist Jason Duval und Sequenzen aus einer spielbaren Build, versehen mit Wasserzeichen der Memecoin.

GTA 6 soll am 19. November 2026 für PS5 und Xbox Series X/S erscheinen, ein erweiterter offizieller Blick auf das Spiel ist über Netflix für den 27. August geplant.

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