BundesprÀsident, Steinmeier

BundesprÀsident Steinmeier ehrt die Jugend forscht Bundessiegerinnen und Bundessieger 2025

01.06.2025 - 13:21:16

Hamburg - Deutschlands beste MINT-Talente beim 60. Bundesfinale von Jugend forscht in Hamburg ausgezeichnet

Die Bundessiegerinnen und Bundessieger des JubilĂ€umsfinales 2025 von Jugend forscht stehen fest. Deutschlands beste Talente in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) wurden heute vor mehr als 1 000 GĂ€sten bei Lufthansa Technik in Hamburg ausgezeichnet. Bei der Siegerehrung war BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier anwesend, unter dessen Schirmherrschaft Jugend forscht steht. Teilgenommen haben zudem Bundesforschungsministerin Dorothee BĂ€r, Bundesbildungsministerin Karin Prien, der Erste BĂŒrgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg Dr. Peter Tschentscher, der PrĂ€sident der Helmut-Schmidt-UniversitĂ€t / UniversitĂ€t der Bundeswehr Hamburg Prof. Dr. Klaus Beckmann und das Mitglied des Vorstands der Lufthansa Technik AG Harald Gloy. Der 60. Bundeswettbewerb, fĂŒr den sich 167 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit 112 innovativen Forschungsprojekten qualifiziert hatten, wurde gemeinsam ausgerichtet von der Helmut-Schmidt-UniversitĂ€t / UniversitĂ€t der Bundeswehr Hamburg als Bundespateninstitution und der Stiftung Jugend forscht e. V. Premiumförderer der Siegerehrung ist die Lufthansa Technik AG.

Den Preis des BundesprĂ€sidenten fĂŒr eine außergewöhnliche Arbeit erhielten Oskar Rost (17) und Marius Strauß (18) aus ThĂŒringen. Die beiden wollten eine transparentere und fairere Bewertung von schulischen Leistungen ermöglichen. Dazu entwarfen sie eine KI-basierte Software, die Fehlererkennung, PunktabzĂŒge und NotenvorschlĂ€ge bei PrĂŒfungen automatisiert. Mit dem Preis des Bundeskanzlers fĂŒr die originellste Arbeit wurde Louis Schwarzlose (17) aus Hamburg ausgezeichnet. Er baute eine mobile Forschungsboje zur Erfassung von Umweltdaten in GewĂ€ssern. Sie kann autonom steuern und gewinnt den Strom fĂŒr ihren Antrieb aus Wind- und Wellenkraft sowie Solarenergie.

Über den Preis der Bundesforschungsministerin fĂŒr die beste interdisziplinĂ€re Arbeit freute sich David Rutkevich (20) aus Berlin. Er entwickelte ein computerbasiertes Verfahren, mit dem unvollstĂ€ndige Bildinformationen von MRT- oder Röntgenaufnahmen ergĂ€nzt werden können. Sein KI-Modell lĂ€sst sich in bestehende Systeme integrieren und ĂŒbertrifft den aktuellen Stand der Forschung. Bundessieger im Fachgebiet Arbeitswelt wurde Vincent Engelbrecht (19) aus Bayern. Er programmierte eine spezielle Software, mit der sich alle zentralen Prozesse der Verwaltung von Zoos in einer App darstellen und steuern lassen. Die Managementplattform reduziert den Verwaltungsaufwand und verbessert die LebensqualitĂ€t der Tiere.

Bakteriophagen sind Viren, die ausschließlich Bakterien infizieren. Misha Hegde (15) und Mia Maurer (15) aus Hessen fanden einen speziellen Phagen, mit dem sich das Bakterium Rhizobium rhizogenes, das Pflanzen befĂ€llt, umweltschonend bekĂ€mpfen lĂ€sst. Ihr Ansatz ersetzt Antibiotika und könnte kĂŒnftig fĂŒr die biologische SchĂ€dlingsbekĂ€mpfung in der Landwirtschaft genutzt werden. Sie siegten im Fachgebiet Biologie. Elisabeth Fischermann (17) und Tom Kreßbach (17) aus Bayern waren in Chemie erfolgreich. Die beiden entwickelten eine essbare Batterie in Tablettenform und nutzten dafĂŒr ungiftige Chemikalien. Ihre Batterie muss vor dem Einsatz nicht extra aufgeladen werden und kann in Zukunft fĂŒr die medizinische Bildgebung von Magen und Darm als Energiequelle dienen.

Sienna Drack (16) und Claire Dillmann (17) aus Bayern errangen den Bundessieg im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften. In ihrem sogenannten Citizen-Science-Projekt fotografierten BĂŒrgerinnen und BĂŒrger mit Handykameras die Reflexion des Erdlichts auf der MondoberflĂ€che. Anhand der so ermittelten Daten ist es möglich, neue Erkenntnisse zur Vegetationsentwicklung auf der Erde zu gewinnen. Der Bundessieg in Mathematik/Informatik ging an Simon Neuenhausen aus Nordrhein-Westfalen. FĂŒr einen verbreiteten, kostengĂŒnstigen Minicomputer entwickelte der 17-JĂ€hrige eine frei zugĂ€ngliche WLAN-Funktion. So lĂ€sst sich der eingebaute Chip dazu nutzen, Netzwerke einzurichten, neue Anwendungen zu testen oder SicherheitslĂŒcken zu erkennen.

Im Fachgebiet Physik ĂŒberzeugte Johanna Freya Pluschke (18) aus Niedersachsen die Jury. Sie programmierte eine Software, mit der sich zentrale Prozesse von Ionentriebwerken, die auch Raumfahrzeuge elektrisch antreiben, nachbilden lassen. Unter anderem lĂ€sst sich damit simulieren, wie das Gas, das fĂŒr den Schub sorgt, ionisiert beziehungsweise elektrisch aufgeladen wird. Technik-Bundessieger wurde Jonathan Baschek (16) aus Rheinland-Pfalz. Der Jungforscher entwickelte eine kostengĂŒnstige Augmented-Reality-Brille. Zentrales Element ist ein Mikrochip, der mit mehreren Sensoren kommuniziert. Die Optik der Brille ist so gestaltet, dass pro Auge ein kleines Bild wie bei einem Head-up-Display erscheint.

Der Preis "Jugend forscht Schule 2025" der StĂ€ndigen Konferenz der Kultusminister der LĂ€nder in der Bundesrepublik Deutschland, ĂŒberreicht von Prof. Dr. Steffen Teichert, StaatssekretĂ€r im ThĂŒringer Ministerium fĂŒr Bildung, Wissenschaft und Kultur sowie Vertreter der KMK, ging an das Gymnasium Farmsen in Hamburg fĂŒr sein exzellentes Konzept zur MINT-Förderung.

Alle PreistrĂ€gerinnen und PreistrĂ€ger, Kurzbeschreibungen aller Projekte, druckfĂ€hige Fotos, Videos, die virtuelle Wettbewerbsausstellung sowie weiterfĂŒhrende Infos gibt es unter www.jugend-forscht.de.

Pressekontakt wĂ€hrend des Bundeswettbewerbs (PressebĂŒro):

Dr. Daniel Giese, Stiftung Jugend forscht e. V.
Tel. 040 6541-4129, [email protected]
www.jugend-forscht.de

Stabsbootsmann Jörg Binsack, HSU/UniBw H
Tel. 040 6541-2267, [email protected]
www.hsu-hh.de

Julia Michaelis, Lufthansa Technik AG
Tel. 0173 5164392, [email protected]
www.lufthansa-technik.com

Original-Content von: Stiftung Jugend forscht e.V. ĂŒbermittelt durch news aktuell

http://ots.de/5c4294

@ presseportal.de