Hardware-Krise: DRAM-Preise steigen bis Jahresende um 130%
Veröffentlicht am: 03.08.2026 um 21:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Benchmark-Tests und Produktvergleiche vom August 2026 zeigen: Apple-Prozessoren dominieren bei Büroanwendungen, Windows-Geräte punkten mit Effizienz. Neue Speicherstandards und ein angespannter DRAM-Markt prägen die Hardware-Landschaft.
Produktivität: Apples M5 schlägt Snapdragon deutlich
Das MacBook Air M5 und das MacBook Neo öffnen ein 500-seitiges Word-Dokument in sieben Sekunden. Microsofts Surface Laptop mit Snapdragon X2 Plus und das Dell XPS 13 mit Intel-Prozessor brauchen dafür zwölf Sekunden. Das zeigen Tests von PhoneBuff.
Dafür sind die Windows-Geräte im Bürobetrieb sparsamer. Im zweistündigen Produktivitätstest verlor der Surface Laptop nur 16 Prozent Akku, das MacBook Air ganze 24 Prozent. Microsoft will bis Ende 2026 Windows 11 weiter optimieren – vor allem für Systeme mit acht Gigabyte RAM. Geplant sind weniger Overhead durch Hintergrundprozesse und schnellere App-Starts.
Ein Microsoft-GitHub-Vizepräsident stellte Anfang August klar: Der umstrittene Leistungsdiagnose-Dienst arbeitet rein lokal und sendet keine Telemetriedaten. Der Dienst ist seit 2025 Teil des Betriebssystems.
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Kühlung als Leistungsfaktor: Dell schlägt Framework
Effiziente Kühlsysteme entscheiden bei Workstations über die Performance. Das Dell XPS 14 nutzt eine Vapor-Chamber und zwei Lüfter – mit deutlichem Vorsprung gegenüber dem Framework Laptop 13 Pro bei identischer CPU. Im Cinebench erreicht Dell über 18.900 Punkte, rund 43 Prozent mehr als Framework. Die Kerntemperatur bleibt mit 74 Grad Celsius deutlich unter den 92 Grad des Konkurrenten.
Parallel setzt sich LPCAMM2 als neuer Speicherstandard durch. Lenovo verkauft das ThinkPad P1 Gen 9 seit Anfang August in Deutschland mit bis zu 96 Gigabyte dieses RAM-Typs. Auch Framework setzt beim Redesign auf CAMM2-Module. Die sind allerdings teurer als herkömmliche SO-DIMMs: Ein 32-Gigabyte-Modul kostet rund 450 Euro.
Foldables: Stift gegen Megapixel
Bei den faltbaren Smartphones trennen sich die Wege. Das Motorola Razr Fold punktet mit 6.000-mAh-Akku und Stift-Unterstützung. Das für August erwartete Samsung Galaxy Z Fold8 Ultra setzt dagegen auf eine 200-Megapixel-Kamera – muss aber bei Akku und Stift-Feature Abstriche machen.
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Auch bei Tablets zeichnet sich ein Leistungssprung ab. Ein Geekbench-Eintrag vom August deutet für das Galaxy Tab S12 Ultra auf den MediaTek Dimensity 9500 hin. Im Multi-Core-Test erreichte das Gerät 8.446 Punkte. Erwartet werden zwölf Gigabyte RAM und ein 14,6-Zoll-AMOLED-Display. Der Release soll im September erfolgen.
DRAM-Preise explodieren: PCs werden teurer
Die Speicherkrise belastet den Hardware-Markt massiv. Im ersten Quartal 2026 stiegen die DRAM-Preise um bis zu 95 Prozent. Gartner-Analysten erwarten bis Jahresende ein Plus von 130 Prozent. Die Folgen zeigen sich bei Gaming-Handhelds: Das Steam Deck OLED kostet rund 46 Prozent mehr als im Frühjahr. High-End-Modelle wie das AYANEO NEXT 2 mit 128 Gigabyte RAM gehen für über 5.000 US-Dollar über den Tisch.
IDC rechnet deshalb für 2026 mit 11,3 Prozent weniger PC-Auslieferungen weltweit. Trotzdem investieren Hersteller weiter in Premium-Features: Tandem-OLED-Displays mit 1.500 Nits Helligkeit und 120 Hertz sollen professionelle Anwender bei der Stange halten.
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