Harmony, KI-Startup

Harmony: KI-Startup sammelt 34 Millionen für Slack-Agenten

Veröffentlicht am: 28.07.2026 um 18:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das Startup Harmony erhält 34 Millionen Euro für KI-Agenten, die Routinefragen in Slack und Teams automatisch beantworten.

Harmony KI-Firma sammelt 34 Millionen Euro für Slack-Assistenten
Moderner Büroarbeitsplatz mit Laptop, der KI-Datenvisualisierungen zeigt, als Symbol für Arbeitsplatzautomatisierung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die von den Epsagon-Gründern ins Leben gerufene KI-Firma Harmony hat 34 Millionen Euro eingesammelt. Das Geld fließt in intelligente Helfer, die Mitarbeiteranfragen in Slack und Teams automatisch bearbeiten.

Von Cisco-Käufen zu neuen Ufern

Lightspeed Venture Partners führte die Seed-Runde an. Mit an Bord sind auch Hitachi Ventures, Fin Capital, Mercer Ventures und Operator Partners. Prominente Angel-Investoren wie die Gründer des Cybersecurity-Startups Wiz und Ofir Ehrlich beteiligten sich ebenfalls.

Harmony wurde 2025 von Nitzan Shapira und Ran Ribenzaft gegründet. Die beiden hatten zuvor die Cloud-Überwachungsfirma Epsagon aufgebaut, die Cisco für rund 460 Millionen Euro übernahm. Das junge Unternehmen beschäftigt rund 50 Mitarbeiter – 35 in Israel und 15 in den USA.

Schluss mit 48-Stunden-Wartezeit

Die Plattform zielt auf interne Unternehmensdienste ab, bei denen Routineanfragen oft bis zu zwei Tage brauchen. Harmony integriert mehr als 100 vorgefertigte KI-Agenten direkt in Slack und Microsoft Teams. Sie kümmern sich um Aufgaben in IT, Personalabteilung, Finanzen, Beschaffung und Rechtsabteilung.

Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend. Schon nach zwei Wochen erledigt das System rund 48 Prozent der Mitarbeiteranfragen automatisch. Nach drei Monaten steigt die Quote auf über 75 Prozent. Besonders effektiv ist die KI in der Personalabteilung mit 68 Prozent automatisch bearbeiteten Anfragen, gefolgt von der Beschaffung mit 58 Prozent. DevOps liegt bei 47 Prozent, die IT-Sicherheit bei 42 Prozent und die Finanzabteilung bei 36 Prozent.

Anzeige

Während KI-Agenten interne Prozesse beschleunigen, müssen Unternehmen die neuen rechtlichen Rahmenbedingungen der EU im Blick behalten. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden erklärt Ihnen kompakt die Fristen, Pflichten und Risikoklassen der neuen KI-Verordnung. EU AI Act in 5 Schritten verstehen

Die Akzeptanz unter den Mitarbeitern ist hoch: Über 80 Prozent der Beschäftigten bei Kunden wie n8n, eToro, Cyera und KITH nutzen das Tool.

Boom der KI-Agenten

Die Finanzierung kommt zu einer Zeit, in der der Markt für KI-Agenten rasant wächst. Gleich mehrere Firmen verkündeten am selben Tag bedeutende Meilensteine:

  • Hush Security aus Tel Aviv sicherte sich 27,5 Millionen Euro in einer Series A unter Führung von Akamai Technologies. Die Firma schützt KI-Agenten und nicht-menschliche Identitäten.
  • Act Security sammelte insgesamt 55 Millionen Euro für eine Sicherheitsplattform, die Zugriffsrechte für KI-Agenten und Cloud-Berechtigungen verwaltet.
  • 5U AI aus München erhielt drei Millionen Euro Pre-Seed-Finanzierung für KI-Digitalarbeiter in der Speditionsbranche.
  • BlackLine, ein Anbieter von Finanzsoftware, machte sein Multi-Agenten-System Verity Prepare für die automatisierte Abstimmung allgemein verfügbar.
Anzeige

Mit dem Vormarsch autonomer KI-Systeme in die Unternehmen steigen auch die Anforderungen an die Compliance und Dokumentation. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, welche KI-Systeme als Hochrisiko gelten und was Verantwortliche jetzt konkret tun müssen. Kostenlosen KI-Leitfaden für Unternehmen sichern

Die Analysten von Gartner prognostizieren, dass Fortune-500-Unternehmen bis 2028 mehr als 150.000 KI-Agenten einsetzen werden. Der Trend zur autonomen digitalen Belegschaft ist unübersehbar – und Harmony will ganz vorne mitmischen.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69893400 |