Hauterkrankungen, Steroidfreie

Hauterkrankungen: Steroidfreie Creme ab zwei Jahren zugelassen

01.07.2026 - 01:51:50 | boerse-global.de

Arcutis Biotherapeutics launcht eine digitale Plattform fĂŒr Hautpatienten, wĂ€hrend die FDA eine steroidfreie Creme fĂŒr Kinder zulĂ€sst.

Arcutis startet Hautplattform: Digitale Dermatologie im Aufwind
Hauterkrankungen - Eine Hand hĂ€lt ein Tablet, das eine virtuelle medizinische Beratung fĂŒr Hauterkrankungen anzeigt, mit verschwommenem Hintergrund einer Klinik. 01.07.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Virtuelle Plattformen, telemedizinische Angebote und moderne Therapien verĂ€ndern den Zugang fĂŒr Patienten grundlegend. Im Fokus: Fachberatung und digitales Rezeptmanagement.

Virtuelle Sprechstunde fĂŒr Millionen Hautpatienten

Arcutis Biotherapeutics startete am 30. Juni 2026 eine spezialisierte Gesundheitsplattform. Sie vernetzt Patienten mit unabhĂ€ngigen Dermatologen und wickelt Rezepte ĂŒber nationale Apotheken-Hubs ab. Das Angebot richtet sich an Betroffene mit atopischer Dermatitis, seborrhoischer Dermatitis und Plaque-Psoriasis. Allein im US-Markt sieht das Unternehmen ein Potenzial von ĂŒber 45 Millionen Patienten.

Nur einen Tag zuvor erweiterte die FDA die therapeutischen Optionen fĂŒr Kinder. Am 29. Juni 2026 ließ sie Roflumilast-Creme (0,3 %) zur Behandlung von Plaque-Psoriasis ab zwei Jahren zu. Es ist die erste steroidfreie, einmal tĂ€glich anzuwendende topische Therapie fĂŒr diese Altersgruppe. Die Zulassung basiert auf Daten der MUSE-Studie und einer offenen VerlĂ€ngerungsstudie. Bereits im Juni 2025 und April 2026 hatten die Leitlinien der American Academy of Dermatology die Therapieform empfohlen.

Deutsche Apotheken werden zu Telemedizin-StĂŒtzpunkten

In Deutschland startet am heutigen Mittwoch die assistierte Telemedizin (aTM) in Apotheken. Das Modell sieht vor, dass Apotheken Versicherte bei Videosprechstunden unterstĂŒtzen – vorausgesetzt, diese haben kein geeignetes EndgerĂ€t oder brauchen eine dringende ErsteinschĂ€tzung. Ist dem Patienten die behandelnde Praxis nicht bekannt, ist ein obligatorisches ErsteinschĂ€tzungsverfahren Pflicht.

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Seit Juni 2026 ist die erste steroidfreie Creme fĂŒr Kinder ab zwei Jahren zugelassen – ein Meilenstein fĂŒr Eltern, die Kortison bei ihren Kleinen vermeiden möchten. Unser Ratgeber erklĂ€rt, wie die Therapie wirkt und welche Schritte jetzt sinnvoll sind. Kostenlosen Ratgeber anfordern

Parallel verschĂ€rfen sich die technischen HĂŒrden fĂŒr den Zugriff auf die elektronische Patientenakte (ePA). Ab Juli 2026 setzt die Smartphone-Nutzung Betriebssysteme ab Android 14 oder iOS 18 voraus. Grund ist die Umstellung auf Elliptic Curve Cryptography (ECC), ein kryptografisches Verfahren fĂŒr mehr Datensicherheit. Krankenkassen wie AOK, Techniker Krankenkasse, Barmer und Knappschaft setzen die neuen Vorgaben um. FĂŒr manche Versicherte bedeutet das: neues Smartphone oder alternative Zugangswege.

Die AOK hat bereits reagiert. Seit dem 30. Juni 2026 ist der Identifikationsprozess fĂŒr ihre ePA-App „AOK Mein Leben“ einfacher. Versicherte nutzen ihren Personalausweis mit ePass-Funktion und eine Wallet-App – ohne PIN-Zustellung oder Vor-Ort-Identifizierung. Die Zahlen zeigen die Relevanz: Wöchentlich gibt es ĂŒber 22 Millionen Abrufe von Medikationslisten, insgesamt sind mehr als 120 Millionen Dokumente im System gespeichert.

Neue Hoffnung fĂŒr Hidradenitis-suppurativa-Patienten

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Viele Eltern sind unsicher, ob neue Behandlungen fĂŒr Kleinkinder geeignet sind. Die FDA-Zulassung von Roflumilast-Creme (0,3 %) basiert auf soliden Studiendaten – und die Leitlinien empfehlen sie bereits. Unser Ratgeber fasst die Fakten verstĂ€ndlich zusammen. Ratgeber jetzt sichern

Auch die klinische Forschung liefert Fortschritte. Eine am 29. Juni 2026 veröffentlichte Phase-II-Studie untersuchte Lutikizumab bei mittelschwerer bis schwerer Hidradenitis suppurativa (HS). Die Ergebnisse zeigen positive Effekte bei einer Dosierung von 300 mg – wöchentlich oder zweiwöchentlich. Besonders profitieren Patienten, die zuvor nicht auf eine Anti-TNF-Therapie angesprochen hatten.

Die Investitionen in PrĂ€vention steigen ebenfalls. 2024 gaben Krankenkassen knapp 700 Millionen Euro fĂŒr PrimĂ€rprĂ€vention aus. Ein neues Webportal fĂŒr regionale PrĂ€ventionsangebote soll die Transparenz erhöhen. Und die Cumdente GmbH aus TĂŒbingen erhielt im Sommer 2026 den TOP 100 Innovation Award fĂŒr ihre Entwicklungen in der Mikrobiomforschung und Mundgesundheit.

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