HbA1c-Diagnostik: Jiangsu Aodikang stellt Analysegerät AC6601 vor
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 00:04 Uhr | Redaktion boerse-global.deDas Medizintechnikunternehmen Jiangsu Aodikang erweitert sein Portfolio in der Diabetesdiagnostik und hat das Analysegerät AC6601 aus der AC6000-Serie vorgestellt. Das Laborsystem dient der Bestimmung des langfristigen Blutzuckerwerts HbA1c und nutzt für die Trennung und Quantifizierung der Hämoglobinfraktionen das Verfahren der Ionenaustausch-Flüssigchromatographie.
Präzise Messwerte und automatisierter Probenablauf
Das System AC6601 deckt einen Messbereich von 3 bis 18 Prozent ab. Hinsichtlich der Leistungsdaten weist das Gerät eine Präzision mit einem Variationskoeffizienten (CV) von höchstens 3 Prozent auf, während die Genauigkeit (V) bei maximal 1,5 Prozent liegt.
Für die Durchführung einer Analyse ist ein Probenvolumen von 5 µl Vollblut erforderlich. Als Probenmaterial kann wahlweise venöses EDTA-Blut oder Kapillarblut aus der Fingerbeere verwendet werden. Die Messzeit beläuft sich auf 4 Minuten pro Durchlauf inklusive des fertigen Analyseberichts.
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Für den Einsatz im Laborbetrieb ist das AC6601 mit einem vollautomatischen Probenwechsler ausgestattet, der über 25 Positionen verfügt. Die Kapazität verteilt sich auf 20 reguläre Probenplätze, zwei Positionen für Qualitätskontrollen (QC), einen Notfallplatz sowie jeweils eine Position für Reinigung und Nullabgleich. Das optische Messmodul arbeitet mit einem 415-nm-LED-Photometer. Um reproduzierbare chromatographische Bedingungen sicherzustellen, verfügt das System über eine integrierte Temperierung auf 25±0,5 °C.
Entwicklungen im Bereich der Glukosesensorik
Während Laboranalysatoren wie das AC6601 auf etablierte nasschemische Verfahren setzen, werden in der Diagnostikbranche parallel Systeme zur nicht-invasiven Glukoseüberwachung weiterentwickelt.
Die Schweizer Liom Health AG aus Pfäffikon stellt am 5. November 2026 in ihren Laboren ein verkleinertes System zur nadelfreien Glukosemessung über die Haut vor, dessen Markteinführung für das Jahr 2028 anvisiert ist. Das Unternehmen arbeitet zudem an einem tragbaren Handgelenkgerät, das Glukosewerte kontinuierlich mittels Raman-Spektroskopie erfassen soll.
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In einer prospektiven Pilotstudie erreichte ein entsprechendes Forschungsgerät ohne blutbasierte Kalibrierung eine mittlere absolute relative Differenz (MARD) von 14,5 Prozent. Ein Fachvortrag von Liom Health AG zur nicht-invasiven Glukosesensorik ist für den 12. November 2026 auf der Branchenmesse electronica 2026 in München terminiert.
Ebenfalls in der Schweiz forschten die Empa und das Universitätsspital Zürich mit Mitteln des Schweizerischen Nationalfonds an nicht-invasiven Methoden. Ihr Sensor Glucolight, für den Mitte 2014 ein Patent angemeldet wurde, nutzt ein rund 3 cm großes Hautpflaster mit einer durch UV- und sichtbares Licht steuerbaren Membran, um diffundierte Glukose enzymatisch umzusetzen und fluorometrisch zu bestimmen.
