Herz-Kreislauf-Risiko, County-Rate

Herz-Kreislauf-Risiko: County-Rate erreicht bei Schwarzen 665,6 je 100.000

Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 06:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Sterblichkeit sank bis 2019, doch der Rückgang verlangsamte sich; lokale und gruppenspezifische Unterschiede blieben ausgeprägt.

US-Studie zeigt starke Unterschiede bei Herztodesfällen auf County-Ebene
Weite, abwechslungsreiche Landschaft in den USA, die die geografischen Unterschiede bei Gesundheitsrisiken symbolisiert. Illustration mit AI erstellt.

Geografische Diskrepanzen bei kardiovaskulären Todesfällen sind auf Ebene der Landkreise weitaus stärker ausgeprägt als im Vergleich zwischen gesamten Bundesstaaten. Zu diesem Ergebnis kommt eine wissenschaftliche Analyse von Mensah et al., die im Fachjournal des American College of Cardiology (JACC) veröffentlicht wurde, wie Berichte vom 07.10.2026 darlegen.

Die Untersuchung analysierte die kardiovaskuläre Sterblichkeit in den USA im Zeitraum von 2000 bis 2019 über 3.110 Counties, fünf Bevölkerungsgruppen und 21 Todesursachen hinweg.

Verlangsamter Rückgang und veränderte Krankheitsmuster

Laut der Untersuchung sank die kardiovaskuläre Gesamtsterblichkeit in den USA zwischen 2000 und 2019 insgesamt um 34 Prozent. Allerdings verlangsamte sich das Tempo dieser Verbesserung im Zeitverlauf deutlich: Lag der jährliche Rückgang in den Jahren von 2000 bis 2011 noch bei 3,2 Prozent, fiel er im Folgezeitraum von 2011 bis 2019 auf 0,8 Prozent ab.

Für das Jahr 2019 ermittelten Mensah et al. eine altersstandardisierte kardiovaskuläre Gesamtsterblichkeit von 237,8 Todesfällen je 100.000 Einwohner, mit einem 95%-Unsicherheitsintervall von 237,2 bis 238,4. Die Entwicklung der spezifischen Krankheitsbilder verlief dabei uneinheitlich.

So nahmen die hypertensive Herzkrankheit sowie Vorhofflimmern und Vorhofflattern insgesamt zu. Beim ischämischen Schlaganfall verzeichneten die Forschenden nach 2011 wieder einen Anstieg.

Ausgeprägte Unterschiede nach Regionen und Bevölkerungsgruppen

Die Erhebung verdeutlicht erhebliche Unterschiede zwischen einzelnen Bevölkerungsgruppen im Jahr 2019. Die altersstandardisierte Gesamt-CVD-Sterblichkeit belief sich je 100.000 Einwohner bei Schwarzen auf 304,8 (Unsicherheitsintervall 302,7–306,9), bei indigenen Bevölkerungen auf 256,7 (228,9–288,2) und bei Weißen auf 240,9 (240,2–241,7).

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Die Analyse von Mensah et al. im JACC zeigt: Auf County-Ebene reichen die kardiovaskulären Sterblichkeitsraten bis 665,6 je 100.000 Einwohner — während der bundesweite Durchschnitt bei 237,8 liegt. Wer Versorgung plant, braucht diese Granularität. Unser kostenloser Leitfaden zeigt, wie Sie lokale Risiken kartieren und Prävention dorthin lenken, wo die Daten sie belegen. Leitfaden zur lokalen Risiko-Kartierung jetzt anfordern

Deutlich niedrigere Werte zeigten sich bei hispanischen Einwohnern mit 178,3 (174,5–182) sowie bei Asiaten mit 140,3 (136,2–144,2). Schwarze wiesen 2019 die höchste Sterblichkeit sowohl bei der Gesamtzahl kardiovaskulärer Erkrankungen als auch bei 12 von 17 detailliert aufgeschlüsselten Ursachen auf. Asiaten verzeichneten demgegenüber die niedrigste Rate bei Gesamterkrankungen und bei 13 von 17 spezifischen Ursachen.

Auf lokaler Ebene traten teils extreme Spitzenwerte auf. Bei indigenen Bevölkerungen lagen die County-Raten 2019 stellenweise bei über 600 je 100.000 Einwohner. Die höchsten dokumentierten Raten auf County-Ebene erreichten bei Schwarzen in Martinsville City, Virginia, einen Wert von 665,6 (552,7–797,2) je 100.000 und bei Weißen im selben Gebiet 643,1 (561,5–731,8).

Für hispanische Bevölkerungen lag der Höchstwert im Honolulu County bei 466 (417,9–517,4), während bei Asiaten im Washington County, Arkansas, eine Rate von 328,8 (262,7–397,9) je 100.000 verzeichnet wurde.

Gezielte Interventionen gefordert

In einem begleitenden Editorial im JACC wird hervorgehoben, dass grobe Durchschnittswerte auf Landes- oder Bundesstaatsebene bestehende gesundheitliche Ungleichheiten verdecken.

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Der jährliche Rückgang der kardiovaskulären Sterblichkeit fiel von 3,2 Prozent (2000–2011) auf 0,8 Prozent (2011–2019) — und hypertensive Herzkrankheit sowie Vorhofflimmern nahmen zu. Wer heute plant, muss wissen, welche Ursachen lokal steigen. Unsere Checkliste hilft Ihnen, Präventionsangebote datenbasiert zuzuschneiden statt nach Landesdurchschnitt zu verteilen. Checkliste gezielte Präventionsangebote sichern

Um diesen Diskrepanzen wirksam zu begegnen, sei ein Übergang von der reinen Kartierung hin zu gezielter kardiovaskulärer Chancengleichheit erforderlich. Notwendig seien vor allem lokal zugeschnittene Präventions- und Versorgungsangebote, die sich auf solche granularen Daten stützen.

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