Herzgesundheit, Tassen

Herzgesundheit: Bis 5 Tassen Kaffee täglich sind sicher

Veröffentlicht am: 27.07.2026 um 21:49 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Kardiologie profitiert von präziserer Verödungstechnik. Zudem zeigen Studien positive Effekte von Kaffee und kaliumreichen Lebensmitteln auf die Herzgesundheit.

Neue Herzforschung: Pulsfeldablation, Kaffee und Kartoffeln im Fokus
Ein medizinischer Monitor zeigt ein EKG-Herzrhythmusdiagramm in einer modernen kardiologischen Praxis. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Behandlung von Vorhofflimmern wird präziser, und gleichzeitig rücken Alltagsfaktoren wie Kaffee und Kartoffeln in den Fokus der Herzforschung. Ein Überblick über aktuelle Entwicklungen.

Pulsfeldablation: Weniger Schaden am gesunden Gewebe

Ein neues Verfahren namens Pulsfeldablation (PFA) sorgt in der Kardiologie für Furore. Dabei nutzen Ärzte hochintensive elektrische Feldimpulse, um gezielt jenes Herzgewebe zu veröden, das für die Fehlleitung von Impulsen verantwortlich ist. Der entscheidende Vorteil gegenüber herkömmlichen thermischen Methoden: Das umliegende gesunde Gewebe bleibt weitgehend verschont.

Internationale Kliniken dokumentieren bereits hohe Erfolgsquoten. Das Bach Mai Krankenhaus in Hanoi etwa, das 2025 über 14.000 kardiovaskuläre Eingriffe durchführte, setzt erfolgreich auf die PFA. Die Technik eignet sich sowohl für paroxysmales als auch für persistierendes Vorhofflimmern. Patienten können oft schon nach etwa 24 Stunden die Klinik verlassen. Für jüngere Patienten oder solche, die Antiarrhythmika nicht vertragen, ist die PFA eine echte Alternative.

Kaffee: Gut fürs Herz, aber nur gefiltert

Doch nicht nur die operative Behandlung entwickelt sich weiter. Auch die Frage, was wir täglich zu uns nehmen, rückt in den Fokus. Die American Heart Association (AHA) hat eine Stellungnahme zu Koffein veröffentlicht. Demnach gelten bis zu 400 Milligramm pro Tag – etwa drei bis fünf Tassen Kaffee – als sicher für die Herzgesundheit.

Moderater Kaffeekonsum kann sogar das Risiko für Herzinsuffizienz, Schlaganfälle und Vorhofflimmern senken. Entscheidend ist aber die Zubereitung: Gefilterter Kaffee oder Instantprodukte sind vorteilhafter. Papierfilter entfernen nämlich die Stoffe Cafestol und Kahweol, die das LDL-Cholesterin erhöhen können. Vorsicht dagegen bei Energydrinks: Sie steigern den Blutdruck und erhöhen das Risiko für Herzrhythmusstörungen.

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Grippe als Herzrisiko: Impfung schützt doppelt

Ein weiterer Forschungszweig untersucht den Zusammenhang zwischen Atemwegsinfekten und Herzerkrankungen. Eine Studie in PLOS Global Public Health wertete Daten aus 14 Jahren in Deutschland aus. Das Ergebnis: Die Kurven von Atemwegsinfektionen und kardiovaskulärer Sterblichkeit verlaufen weitgehend parallel.

Besonders in den ersten sieben Tagen nach einer Grippeerkrankung steigt das Risiko für einen Herzinfarkt drastisch. Während der Corona-Pandemie blieben klassische Grippewellen aus – was die Infektionszyklen in den Folgejahren um acht bis zwölf Wochen verschob. Mediziner betonen daher: Die Grippeimpfung schützt nicht nur vor der Infektion, sondern auch vor schweren kardiovaskulären Ereignissen.

Kartoffeln und Zwiebeln: Die unterschätzten Blutdrucksenker

Auch die Ernährung spielt eine Schlüsselrolle. Fachleute empfehlen eine kaliumreiche Kost – etwa mit Kartoffeln und Zwiebeln. Kalium unterstützt die Ausscheidung von Natrium und reguliert so den Flüssigkeitshaushalt. Das kann den Blutdruck senken und die Gefäße schützen.

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Statistiken deuten darauf hin, dass eine gezielte Kaliumzufuhr das Risiko für Herzversagen um etwa ein Viertel reduzieren kann. Kartoffeln sollten dafür am besten gekocht mit Schale verzehrt werden. Ein wichtiger Hinweis: Patienten mit Nierenerkrankungen sollten ihre Kaliumzufuhr individuell mit dem Arzt abstimmen.

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