Hinlauftendenz, Demenz

Hinlauftendenz bei Demenz: nearby meldet Bereichswechsel ans Pflegepersonal

Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 16:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das hessische Start-up erprobt ein Funk-System, das Pflegekräfte bei unbemerkten Bewegungen von Menschen mit Demenz informiert.

Nearby entwickelt smarte Einlegesohle zum Schutz von Menschen mit Demenz
Ein minimalistischer Flur in einer modernen Pflegeeinrichtung mit neutralen Bodenbelägen und klaren architektonischen Linien. Illustration mit AI erstellt.

Das hessische Start-up nearby entwickelt eine sensorbasierte Einlegesohle, die Menschen mit Demenz und einer sogenannten Hinlauftendenz schützen soll. Das Unternehmen, das formell als TrackTech GmbH firmiert, wurde im Sommer 2025 gegründet und betreibt sein Büro an der Technischen Hochschule Mittelhessen in Friedberg.

Die Technologie soll das Pflegepersonal sowie Angehörige entlasten, indem sie unbemerkt im Schuh getragen wird und Bewegungen in Echtzeit registriert, wie das Regionalportal wirsiegen.de am 12. Oktober 2026 berichtete.

Hinter der Neuentwicklung stehen die Gründer Vincent Dern, Emily Schmidt und Schlemun Danho. Schmidt und Dern besuchten gemeinsam die Schule im nordrhein-westfälischen Bad Laasphe, bevor sie das Projekt gemeinsam mit Danho initiierten.

Funkbasierte Erkennung in Wohn- und Pflegebereichen

Das System setzt auf ein Zusammenspiel aus der Sohle und stationären Empfängern. Funkpunkte, die direkt in Steckdosen in Fluren, Wohnbereichen, Treppenhäusern und an Ausgängen platziert werden, erfassen die Bewegungen der betreuten Personen. Wechselt eine Person den Bereich, meldet das System diese Information über die zugehörige nearby-App umgehend an das Pflegepersonal.

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Im häuslichen Umfeld dient das System primär dazu, festzustellen, ob eine Person das Haus unbemerkt verlässt. Auf diese Weise sollen kritische Situationen im Alltag frühzeitig erkannt werden, ohne dass Betroffene auffällige Armbänder oder Ortungsgeräte am Körper tragen müssen, die häufig abgelegt werden.

Tests laufen bereits – Pilotphase für den Herbst geplant

Gegenwärtig laufen bereits erste praktische Erprobungen mit privaten Testpersonen sowie in ausgewählten Pflegeheimen. Eine Begleitung im Freien mit einer genauen Bestimmung des Aufenthaltsorts wird vom Entwicklerteam derzeit intern getestet, ist nach Angaben des Start-ups jedoch noch nicht Teil der Versuche mit Testpersonen. Zudem ist für künftige Entwicklungsstufen eine automatische Sturzerkennung vorgesehen.

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Für den weiteren Ausbau des Projekts bereitet das Start-up eine zweite Pilotphase vor, die ab Mitte oder Ende November beginnen soll. Hierfür suchen die Verantwortlichen nach interessierten Pflegeheimen, Tagespflegen und Familien, die das System im Alltag einsetzen möchten. Der Kontakt zum Unternehmen ist über die Website des Projekts möglich.

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