Hirnstimulation in Parsberg: Besucher können Magnetwellen selbst ausprobieren
Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 07:09 Uhr | Redaktion boerse-global.deDer Abbau von Stigmatisierungen und Hemmschwellen rund um psychische Behandlungen steht im Mittelpunkt moderner psychosozialer Versorgungsangebote. Das medbo Zentrum für Psychosomatik und Psychiatrie Parsberg veranstaltet dazu am Sonntag, 18. Oktober 2026, von 12 bis 16 Uhr einen Tag der offenen Tür am Standort in der Lupburger Straße 11a in Parsberg.
Der Aktionstag findet im Rahmen der internationalen Woche der Seelischen Gesundheit statt und soll Besucherinnen und Besuchern die Gelegenheit geben, Berührungsängste abzubauen und direkt mit Fachkräften ins Gespräch zu kommen.
Einblicke in Diagnostik und moderne Therapieverfahren
Für die Veranstaltung in Parsberg ist weder ein Eintrittsgeld noch eine vorherige Anmeldung erforderlich. Das Programm gewährt Interessierten und Angehörigen einen Einblick in verschiedene Versorgungsbereiche der Einrichtung. Vorgesehen sind unter anderem geführte Rundgänge durch das gesamte Zentrum, die Psychiatrische Institutsambulanz (PIA) sowie die angeschlossene Tagesklinik.
Darüber hinaus öffnet der Bereich der Neuromodulation seine Räume. Besucher können dort die therapeutische Hirnstimulation mittels Magnetwellen selbst ausprobieren. Ergänzt wird das praktische Angebot vor Ort durch Einheiten zur Klangmeditation, die Methoden der Entspannung und seelischen Regeneration vermitteln sollen.
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Bundesweite Initiativen zur seelischen Gesundheit
Die Parsberger Veranstaltung reiht sich in eine Reihe ähnlicher Initiativen im Rahmen der seelischen Gesundheitswochen ein. Auch andere Fachkliniken nutzen Tage der offenen Tür, um medizinische Technologien und therapeutische Ansätze transparent darzustellen.
So lud die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des LMU Klinikums München am Freitag, 16. Oktober 2026, an ihren Standort in der Nußbaumstraße ein. Dort erhielten Besucher Einblicke in Diagnoseverfahren wie Elektroenzephalografie (EEG), Magnetresonanztomografie (MRT), fokussierten Ultraschall sowie Hirnstimulation.
Neben Themenfeldern wie Kunst-, Sport- und Psychotherapie sowie Wohlbefinden und Suchtbehandlung las Klinikdirektor Prof. Dr. Peter Falkai aus seinem Werk über seelische Gesundheit.
Ebenso setzt der Sozialpsychiatrische Dienst des Gesundheitsamtes Hamm auf Information vor Ort: Am Montag, 19. Oktober, öffnet die Einrichtung an der Heinrich-Reinköster-Straße von 13 bis 16 Uhr ihre Räume. Geplant sind vertrauliche Kurzberatungen, Achtsamkeitsübungen sowie Fachvorträge über Hilfsangebote bei Depressionen.
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Aufklärung gegen Stigmatisierung
Die Öffnung psychiatrischer Facheinrichtungen zielt grundlegend darauf ab, Behandlungsangebote greifbar zu machen. Einrichtungen wie das Psychiatrische Behandlungszentrum Waldshut-Tiengen, das nach einer Kapazitätsverdopplung zwischen 2023 und 2025 seine Türen öffnete, oder regionale Aktionstage wie im Rhein-Kreis Neuss unterstreichen diese Entwicklung.
Im Fokus steht überall die Absicht, Vorurteile abzubauen, über seelische Erkrankungen aufzuklären und Betroffenen wie Angehörigen den Zugang zu professioneller Unterstützung im Alltag zu erleichtern.
