US-Klimabehörde: «Dramatische VerÀnderungen» in der Arktis
11.12.2024 - 11:13:48Ăber Jahrtausende hat die arktische Tundra Kohlenstoffdioxid im gefrorenen Boden und in BĂ€umen gespeichert - nun gibt sie einem Bericht zufolge mehr CO2 in die AtmosphĂ€re ab, als sie aufnimmt. Grund dafĂŒr seien neben steigenden Temperaturen auch hĂ€ufigere WaldbrĂ€nde, erklĂ€rte die US-Klimabehörde NOAA.Â
In den vergangenen 20 Jahren seien durch BrĂ€nde in der Nordpolarregion durchschnittlich 207 Millionen Tonnen Kohlenstoff pro Jahr in die Luft gelangt, heiĂt es in dem Bericht, an dem 97 Forschende aus 11 LĂ€ndern mitgewirkt haben. AuĂerdem entweiche dort stĂ€ndig klimaschĂ€dliches Methan. Damit trage die arktische Tundra, die selbst von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen ist, zu diesem bei.
Folgen fĂŒr Pflanzen, Tiere und Menschen
Die Landtemperaturen seien in diesem Jahr die zweitwĂ€rmsten seit dem Jahr 1900 gewesen, die vergangenen neun Jahre die neun wĂ€rmsten ĂŒberhaupt in der Arktis. Es handle sich um eine «dramatische VerĂ€nderung», erklĂ€rte die Behörde.Â
Pflanzen, Wildtiere und Menschen seien gezwungen, sich schneller an eine «wĂ€rmere, feuchtere und unsicherere Welt anzupassen», heiĂt es weiter. Der zunehmende Regen beispielsweise falle oft auf Schnee, sodass die ganze OberflĂ€che von einer Eisschicht ĂŒberzogen wird - was den Menschen die Fortbewegung erschwere und den Tieren die Futtersuche.
RĂŒckgang der Karibuherden
Die Zahl der wandernden Rentiere in der Tundra ist in den vergangenen zwei bis drei Jahrzehnten um 65 Prozent zurĂŒckgegangen, wie es im NOAA-Bericht weiter heiĂt. DafĂŒr seien unter anderem die Hitze im Sommer und steigende NiederschlĂ€ge verantwortlich. Ein weiterer RĂŒckgang der Zahl der Rentier-Herden wird befĂŒrchtet.


