Honig-Warnung, Malaysisches

Honig-Warnung: Malaysisches Produkt mit Potenzmittel belastet

Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 16:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Bundesamt warnt vor „Royal Honey“ aus Malaysia wegen nicht deklarierter Arzneistoffe. Im Juli 2026 häufen sich Lebensmittelrückrufe.

Honig-Rückruf: Potenzmittel und Schmerzmittel nicht deklariert
Ein Glas Honig auf einem Holztisch vor einem unscharfen Hintergrund, der ein Lebensmittellabor symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das Bundesamt für Verbraucherschutz warnt vor dem Produkt „Royal Honey The Ultimate Power Source“. In dem Honig aus Malaysia stecken nicht deklarierte Arzneistoffe – darunter der Potenzmittel-Wirkstoff Sildenafil und das Schmerzmittel Paracetamol.

Die Behörden veröffentlichten die Warnung am 22. und 23. Juli 2026. Betroffen ist die Charge mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 30.06.2030 (EAN 955575580036). Das Produkt des Herstellers Kingdom Honey SDN BHD wurde bundesweit über Online-Shops verkauft.

Die unkontrollierte Aufnahme der Substanzen birgt erhebliche Gesundheitsrisiken. Die Experten raten dringend vom Verzehr ab.

Rückruf-Welle im Juli

Der Fall ist kein Einzelfall. Im Juli 2026 häufen sich die Rückrufe im deutschen Lebensmittelhandel. Die Behörden warnen vor unterschiedlichen Gefahrenquellen – von Bakterien über Viren bis zu Fremdkörpern.

Besonders betroffen: Fleischwaren. Erst am 22. Juli warnte das Bundesamt vor Wurstspezialitäten der Fleischerei Wulff. Grund waren STEC/VTEC-Erreger. Bereits am 15. Juli hatte dasselbe Unternehmen Produkte wegen EHEC-Bakterien zurückgerufen. Die Chargen waren bundesweit verkauft worden.

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Auch Tiefkühlkost und Süßwaren stehen im Fokus. Am 17. Juli rief Jütro Tiefkühlkost Bio-Beerenmischungen bei Lidl zurück – mögliche Noroviren. Nur fünf Tage später folgte die Warnung vor Salmonellen in einer Haselnuss-Nougat-Creme. Die betroffenen Chargen waren bei Edeka, Lidl und Rewe erhältlich.

Wenn die Verpackung lügt

Neben Keimen und Chemikalien bereiten Kennzeichnungsfehler den Kontrolleuren Kopfzerbrechen. Am 22. Juli rief Orienta Foods eine Thymiangewürzmischung zurück. Grund: nicht deklarierte Erdnussspuren – ein Risiko für Allergiker. Der Rückruf erstreckte sich über fast alle Bundesländer.

Die Effizienz der Kontrollsysteme steht derzeit auf dem politischen Prüfstand. Die EU-Kommission plant mit dem sogenannten Omnibus-Paket eine Reform. Kritiker befürchten eine Deregulierung: Die regelmäßige Neubewertung von Pestizid-Wirkstoffen soll eingeschränkt, Übergangsfristen verlängert werden.

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Wissenschaftler und Verbraucherschützer schlagen Alarm. Sie verweisen auf Vorfälle wie das Bienensterben in Hessen Mitte Juli, das mutmaßlich mit Pestiziden zusammenhing. Eine Lockerung der Regeln könnte die Risiken für Mensch und Umwelt erhöhen, so die Sorge.

Die aktuellen Warnungen zeigen die ganze Komplexität globaler Lieferketten – besonders bei Importen aus Drittstaaten wie Malaysia. Dass verschreibungspflichtige Medikamente im Honig landen, macht deutlich: Die Kontrollen müssen lückenlos sein, um Verbraucher vor nicht deklarierten pharmakologischen Inhaltsstoffen zu schützen.

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