Hook, Android-Malware

Hook v3: Android-Malware mit 107 Fernbefehlen bedroht Millionen

Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 14:06 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Sicherheitsexperten warnen vor der Malware Hook v3 und einem massiven Anstieg von Smishing- und Quishing-Angriffen auf MobilgerÀte.

Neue Android-Malware Hook v3: 107 Fernbefehle bedrohen Smartphones
Nahaufnahme eines Smartphone-Bildschirms mit ĂŒberlappenden Pop-up-Werbungen und Malware-Warnungen, mit besorgtem Gesicht im Spiegelbild. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Eine neue Generation von Schadsoftware fĂŒr MobilgerĂ€te ist im Umlauf – mit erweiterten Funktionen zur Fernsteuerung und zum Datendiebstahl. Besonders die Malware-Variante Hook v3 und ein massiver Anstieg von Phishing-Angriffen setzen Smartphone-Nutzer derzeit unter Druck.

Hook v3: Banking-Trojaner mit erschreckenden FĂ€higkeiten

Analysten von Group-IB und Zimperium zLabs haben eine signifikante Weiterentwicklung der Android-Malware RedHook identifiziert. Die neueste Version, Hook v3, verfĂŒgt ĂŒber insgesamt 107 Fernbefehle – 38 davon sind neu.

Zu den gefĂ€hrlichsten Funktionen gehört das Erstellen gefĂ€lschter NFC-Overlays fĂŒr Kreditkarten-Daten. Die Software kann Bildschirmsperren umgehen und das GerĂ€t sogar per Ransomware verschlĂŒsseln.

Die Schadsoftware nutzt technologische Frameworks like Shizuku und missbraucht das Wireless Debugging (ADB) von Android. So verschafft sie sich erweiterte Systemrechte. Angreifer ĂŒbernehmen damit nahezu die vollstĂ€ndige Kontrolle – ohne dass der Nutzer physisch eingreifen muss.

Die Verbreitung erfolgt primĂ€r ĂŒber Phishing-Links und manipulierte Anwendungen. Teilweise sind diese sogar auf Entwicklerplattformen wie GitHub hinterlegt.

Smishing und Quishing legen massiv zu

Die Bedrohungslage verschĂ€rft sich durch einen deutlichen Anstieg bei den Verbreitungswegen. Quishing – Phishing ĂŒber manipulierte QR-Codes – nahm im ersten Quartal um 146 Prozent zu. Noch drastischer fiel die Entwicklung beim Smishing (Phishing via SMS) aus: plus 162 Prozent im zweiten Quartal.

Anzeige

Angesichts der rasanten Zunahme von Phishing und Banking-Trojanern ist ein Basisschutz fĂŒr das Mobiltelefon unverzichtbar. Wie Sie Ihr Android-Smartphone mit nur fĂŒnf einfachen Schritten gegen Hacker und Datenmissbrauch absichern, erfahren Sie in diesem kostenlosen Ratgeber. 5 Schutzmaßnahmen jetzt entdecken

Ein aktueller Vorfall illustriert die Gefahr: Ein Forstbeamter verlor nach dem Klick auf einen WhatsApp-Link rund 11.000 Euro. Die Schadsoftware war als Einladungs-App getarnt. Nach dem Diebstahl löschte sich das Programm selbststÀndig vom GerÀt.

Neben finanziellen Verlusten zielen Kampagnen wie die der Gruppe UAC-0145 auf den Diebstahl von Kontaktdaten, Standorten und Dateien ab.

SicherheitslĂŒcken in Android und Nginx

Doch nicht nur aktive Malware gefĂ€hrdet die GerĂ€tesicherheit. In einer frĂŒhen Version von Android 16 wurde ein Fehler im Gemini-Assistenten entdeckt. Er erlaubt es, bei gesperrtem GerĂ€t Nachrichten per Multi-Touch-Geste zu versenden.

Anzeige

Ein veraltetes Betriebssystem gleicht oft einer offenen TĂŒr fĂŒr Kriminelle, die gezielt nach solchen SicherheitslĂŒcken suchen. Dieser Gratis-Report zeigt Ihnen, wie Sie durch die richtigen Updates und Einstellungen Malware und Datenverlust dauerhaft verhindern. 5 einfache Schritte fĂŒr ein sicheres Android-Smartphone

Auch bei der Server-Software Nginx gibt es eine kritische SicherheitslĂŒcke (CVE-2026-42533). PrĂ€parierte HTTP-Anfragen können einen Heap Buffer Overflow auslösen.

FĂŒr Apple-Nutzer wurde die Schadsoftware CrashStealer entdeckt. Sie tarnte sich als Systemdienst zur Fehlerberichterstattung und zielte auf Passwörter und Krypto-Wallets ab. Apple hat das zugehörige Zertifikat inzwischen widerrufen.

Samsung und Microsoft patchen

Die Hersteller reagieren mit umfangreichen Sicherheits-Updates. Samsung hat einen Patch veröffentlicht, der rund 60 SicherheitslĂŒcken in 20 Galaxy-Modellen schließt – darunter fĂŒnf kritische Fehler. Betroffen sind unter anderem die Modelle der S26-, S25- und S24-Serien sowie aktuelle Foldable-GerĂ€te.

Auch Microsoft schloss im Rahmen des Windows 11-Updates (Version 26H2) insgesamt 570 SicherheitslĂŒcken auf einen Schlag.

Experten raten: Nutzt nur offizielle App-Stores, installiert keine APK-Dateien aus Nachrichtenquellen und seid bei Berechtigungen fĂŒr Bedienungshilfen Ă€ußerst vorsichtig. Verzichtet auf verdĂ€chtige Aufforderungen zur AusfĂŒhrung von PowerShell-Befehlen oder zur Eingabe von Daten in Shared-Chat-Plattformen.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

de | wissenschaft | 69812767 |