Hook, Banking-Trojaner

Hook v3: Banking-Trojaner mit 107 Befehlen wird zur Universalwaffe

Veröffentlicht am: 19.07.2026 um 23:06 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Sicherheitsforscher warnen vor der Android-Malware Hook v3, die Live-Streaming und Ransomware-Funktionen vereint.

Hook v3: Neuer Banking-Trojaner mit 38 zusÀtzlichen Befehlen entdeckt
Leuchtendes, rotes digitales Hakensymbol, das aus einem Smartphone-Bildschirm hervortritt, vor verschwommenem BinĂ€rcode und Datenlinien. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Sicherheitsforscher von Zimperium zLabs haben eine gefĂ€hrliche Weiterentwicklung des Banking-Trojaners Hook identifiziert. Die als Hook v3 bezeichnete Malware markiert einen Quantensprung in der Bedrohungslandschaft fĂŒr mobile EndgerĂ€te.

107 Befehle – 38 davon völlig neu

Die neue Version des SchĂ€dlings enthĂ€lt 107 Fernsteuerungsbefehle, von denen 38 in frĂŒheren Versionen nicht existierten. Das berichten die Forscher am Wochenende. Hook v3 verwischt dabei die Grenzen zwischen klassischen Banking-Trojanern, Spionage-Software und Erpressungs-Trojanern.

Die Malware kann unter anderem Live-Streaming vom infizierten GerĂ€t durchfĂŒhren und sogar gesperrte Bildschirme umgehen. „Die neueste Version vereint mehrere Bedrohungskategorien in einem einzigen Paket", erklĂ€rt Nico Chiaraviglio von Zimperium.

TĂ€uschung auf mehreren Ebenen

Hook v3 setzt auf verschiedene Overlay-Techniken, um Nutzer zu tÀuschen. Dazu gehören transparente Einblendungen sowie spezielle Fake-OberflÀchen zum Abgreifen von NFC- und Kreditkartendaten. Besonders perfide: Die Malware kann auch Ransomware-Àhnliche Sperrbildschirme einblenden und so das GerÀt gegen Lösegeldzahlung blockieren.

Die Verbreitung erfolgt hauptsĂ€chlich ĂŒber Phishing-Kampagnen und das Hochladen schĂ€dlicher Dateien auf GitHub.

Weitere Bedrohungen fĂŒr Android-Nutzer

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Die Entdeckung von Hook v3 fĂ€llt in eine Zeit erhöhter AktivitĂ€t bei mobilen SchĂ€dlingen. So fanden Forscher kĂŒrzlich einen Fehler in der Gemini-Integration von Android 16, der das Versenden von Nachrichten bei gesperrtem GerĂ€t ermöglicht.

Auch der RedHook-Trojaner, der die Android Debug Bridge (ADB) ausnutzt, und DroidLock – eine Ransomware mit 15 Befehlen, die derzeit spanische Nutzer attackiert – sind aktiv. Eine neue Angriffsmethode namens HalluSquatting nutzt KI-Halluzinationen, um Nutzer mit einer Erfolgsquote von bis zu 85 Prozent in die Irre zu fĂŒhren.

Botnetz zielt auf KI-Infrastruktur

Im Infrastrukturbereich wurde im Juli 2026 das Go-basierte Botnetz NadMesh entdeckt. Es durchsucht mit Shodan exponierte KI- und MCP-Dienste und nutzt ĂŒber 20 Exploit-Vektoren gegen Umgebungen wie Kubernetes und Docker.

Phishing-Welle in SĂŒdkorea

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Erst am heutigen Sonntag wurde eine Phishing-Kampagne gegen sĂŒdkoreanische Unternehmen aufgedeckt. Die Angreifer verschicken E-Mails mit dem Betreff „Steuerverstoß und Sanktion". Die EmpfĂ€nger werden auf einen legitimen File-Sharing-Dienst gelockt, wo eine komprimierte Datei mit der Fernsteuerungs-Malware RdViewer chinesischer Herkunft wartet. Die Schadsoftware ist mit einem gĂŒltigen Zertifikat signiert und verschafft Angreifern Zugriff auf Bildschirm, Dateien und Audio.

FBI nimmt 21-jÀhrigen Malware-Betreiber fest

Anfang Juli gelang dem FBI ein Schlag gegen die CyberkriminalitĂ€t: Am 14. Juli 2026 wurde der 21-jĂ€hrige Zyaire Dontaevious Zamarion Wilkins festgenommen. Er soll einen Malware-Ring betrieben haben, der ĂŒber acht betrĂŒgerische Spiele auf der Steam-Plattform – darunter „BlockBlasters" und „PirateFi" – rund 8.000 GerĂ€te infizierte.

Zwischen Mai 2024 und Februar 2026 sollen die TĂ€ter mindestens 220.000 US-Dollar (rund 200.000 Euro) aus 80 Krypto-Wallets gestohlen haben. Die Ermittler konnten die gestohlenen Gelder ĂŒber Bitcoin-Transaktionen zurĂŒckverfolgen, mit denen ĂŒber Bitrefill Uber-Eats-Geschenkkarten gekauft wurden – und die fĂŒhrten direkt zur Lieferadresse des VerdĂ€chtigen.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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