Huawei Mate XT2: Tri-Fold-Smartphone ab 2.500 Euro startet
Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 03:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Im Rahmen einer Produktpräsentation Anfang der Woche hat der chinesische Technologiekonzern Huawei das Mate XT2 vorgestellt. Das Gerät ist als Tri-Fold-Smartphone konzipiert und markiert einen neuen Entwicklungsschritt in der Kategorie der faltbaren Mobiltelefone.
Mit der Einführung dieses Modells zielt das Unternehmen darauf ab, seine führende Position im Segment der Foldables weiter auszubauen, während Mitbewerber wie Xiaomi ebenfalls neue faltbare Hardware präsentieren.
Technische Innovation und Fokus auf Privatsphäre
Das Mate XT2 ist mit dem Kirin-9050-Prozessor ausgestattet und verfügt über ein Display mit einer Diagonale von 10,2 Zoll. Trotz der komplexen Faltmechanik weist das Gehäuse eine Dicke von 12,3 Millimetern bei einem Gewicht von 299 Gramm auf. Huawei stattet das Gerät mit 16 GB Arbeitsspeicher und Speicheroptionen zwischen 256 GB und 2 TB aus.
Die Energieversorgung wird durch einen 5.600 mAh starken Akku gewährleistet, der kabelgebundenes Laden mit 66 Watt sowie kabelloses Laden mit 50 Watt unterstützt. Das Smartphone ist nach den Standards IP58 und IP59 zertifiziert und wird mit dem Betriebssystem HarmonyOS 7 ausgeliefert.
Ein besonderes Merkmal des Tri-Fold-Designs ist die Integration eines Hardware-Privacy-Displays. Diese Technologie, wie sie auch in Premium-Modellen von Samsung zum Einsatz kommt, soll die Sicherheit und den Schutz privater Inhalte erhöhen. Preislich ordnet Huawei das Mate XT2 im oberen Segment ein: Die Preise beginnen bei 19.999 Yuan, was etwa 2.500 Euro entspricht. Der offizielle Verkaufsstart ist für den 12.09.2026 vorgesehen.
Xiaomi positioniert sich mit dem 18 Fold im Mid-Fold-Segment
Zeitgleich hat der Konkurrent Xiaomi mit dem 18 Fold ein neues Mid-Fold-Smartphone angekündigt. Das Herzstück dieses Modells ist der XRing-O3-Prozessor, der in einem 3-Nanometer-Verfahren gefertigt wird und über 24 Milliarden Transistoren verfügt. Das Gerät bietet ein Außendisplay von 5,38 Zoll sowie ein Innendisplay von 7,58 Zoll.
Xiaomi setzt bei der Kameraausstattung auf eine Kooperation mit Leica und verbaut ein Triple-Kamerasystem, bestehend aus einer 200-Megapixel-Hauptkamera, einem 50-Megapixel-Ultraweitwinkel und einem 50-Megapixel-Teleobjektiv mit 3,5-fachem Zoom.
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Der Akku des 18 Fold ist mit 6.000 mAh dimensioniert und lässt sich mit bis zu 67 Watt per Kabel laden. In China wird das Smartphone zu Preisen zwischen 10.999 Yuan und 14.999 Yuan (umgerechnet etwa 1.540 bis 2.100 US-Dollar) angeboten. Ob und wann ein Marktstart außerhalb Chinas erfolgt, bleibt derzeit ungewiss.
Marktdynamik und wirtschaftliches Umfeld
Die Neuvorstellungen treffen auf einen dynamischen Markt für faltbare Smartphones. Laut Daten von Smart Analytics Global hielt Huawei im zweiten Quartal 2026 einen Anteil von 68 Prozent an den Lieferungen faltbarer Smartphones in China.
Im gesamten Smartphone-Markt Chinas lag der Marktanteil von Huawei im selben Zeitraum laut IDC bei 22,6 Prozent, gefolgt von Apple mit 18,1 Prozent und Xiaomi mit 12,4 Prozent. Trotz des Umsatzwachstums von 9,6 Prozent auf 467,82 Milliarden Yuan im ersten Halbjahr 2026 verzeichnete Huawei einen Rückgang des Nettogewinns um 36 Prozent auf 23,81 Milliarden Yuan.
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Während Huawei und Xiaomi ihre neuen Modelle bereits präsentiert haben, steht der Markt vor weiteren Veränderungen. Branchenanalysten von Counterpoint Research gehen davon aus, dass die kumulierten Auslieferungen faltbarer Smartphones bis Ende 2026 die Marke von 100 Millionen Geräten überschreiten werden. Für das Jahr 2027 wird ein weiteres Marktwachstum von 37 Prozent prognostiziert.
Auch Apple wird ein Einstieg in dieses Segment zugetraut; Marktbeobachter erwarten die Ankündigung eines ersten faltbaren iPhones, das unter der Bezeichnung „iPhone Ultra“ geführt werden könnte. Eine IDC-Analystin bezifferte das Umsatzpotenzial für ein solches Gerät auf über 45 Milliarden US-Dollar bis Ende 2027. Unterdessen arbeitet Samsung daran, die Haltbarkeit seiner Foldables zu verbessern.
Berichten zufolge soll eine neue Schicht namens „Flex Titanium“ beim Galaxy Z Fold 8 Problemen mit nachgebenden Display-Ecken entgegenwirken, wozu jedoch noch keine offizielle Stellungnahme des Herstellers vorliegt.
