HĂŒftarthrose: Vier Behandlungsmethoden können eine Operation hinauszögern
Veröffentlicht am: 01.11.2026 um 08:39 Uhr | Redaktion boerse-global.deMedizinische Ratgeber thematisieren die Bedeutung einer ausreichenden NĂ€hrstoffzufuhr fĂŒr Knorpel und Knochen sowie die Notwendigkeit von Krafttraining zur Entlastung bei HĂŒftarthrose. Wenn der Gelenkknorpel verschleiĂt, fallen Betroffenen bereits alltĂ€gliche Bewegungen wie Hinsetzen, Aufstehen und Gehen schwer und verursachen Schmerzen.
Vor einem operativen Eingriff stehen jedoch konservative Optionen zur VerfĂŒgung: Laut zwei fĂŒhrenden Arthrose-Experten existieren vor einer Operation vier wirksame Methoden zur Behandlung des KnorpelverschleiĂes. Ein zentraler Pfeiler ist dabei das Krafttraining, wobei Fachleute betonen, dass dieses auch den Oberkörper einbeziehen sollte.
Belastende ErnĂ€hrungsfaktoren fĂŒr Knorpel und Knochen
Neben der gezielten Bewegung spielt die Zusammensetzung der Nahrung eine direkte Rolle beim Verlauf von Gelenkerkrankungen. Eine ErnÀhrung mit einem hohen Anteil an Zucker sowie gesÀttigten FettsÀuren schÀdigt Knorpel und Knochen direkt.
Wer seine Gelenke durch gezielte NĂ€hrstoffe unterstĂŒtzen möchte, findet in diesem Ratgeber die wichtigsten Grundlagen fĂŒr eine schmerzlindernde ErnĂ€hrungsweise. Diese 12 Lebensmittel wirken wie natĂŒrliche Schmerzmittel
Zu den Nahrungsmitteln, die gemieden werden sollten, zÀhlen gesÀttigte Fette aus Butter, Sahne, Schmalz, Wurst und vollfetten Milchprodukten sowie gehÀrtete Fette, wie sie typischerweise in Keksen und Fertiggerichten vorkommen.
Ebenfalls als ungĂŒnstig gilt die Zufuhr von ArachidonsĂ€ure, die ĂŒber Fleisch, Innereien, Eier, KĂ€se und Milch aufgenommen wird. Zudem raten Experten dazu, auf Genussmittel wie Alkohol, Nikotin und Koffein weitgehend zu verzichten, um EntzĂŒndungsprozesse im Körper nicht zusĂ€tzlich anzutreiben.
Empfohlene Lebensmittel und entzĂŒndungshemmende Kost
Um den Knorpelstoffwechsel zu unterstĂŒtzen, empfehlen Fachinstitutionen eine Reihe spezifischer Lebensmittel. Nach Angaben der MVZ Gelenkklinik Freiburg sind ungesĂ€ttigte Fette ratsam, wie sie in Oliven-, Walnuss-, Lein- und Fischöl vorkommen. Die Fachklinik AllgĂ€u verweist zudem auf den Verzehr von fettarmem Fisch wie Hering und Makrele.
ErgĂ€nzend zur richtigen ErnĂ€hrung können gezielte Handgriffe helfen, akute Beschwerden in den Gelenken in wenigen Minuten spĂŒrbar zu lindern. Kostenlosen Arthrose-Druckpunkt-Guide jetzt anfordern
Auch die Wahl des GemĂŒses kann Beschwerden beeinflussen: Empfohlen werden laut Praktisch Arzt LauchgemĂŒse sowie Spinat und Broccoli. Die Pharmazeutische Zeitung hebt ergĂ€nzend den Nutzen von Vollkorn, Linsen, Erbsen sowie den GewĂŒrzen Kurkuma und Ingwer hervor.
MikronĂ€hrstoffe: Vitamine und Spurenelemente im Ăberblick
FĂŒr den Erhalt von Knochen und Knorpelgewebe ist zudem eine gezielte MikronĂ€hrstoffversorgung relevant. Laut der MVZ Freiburg werden Vitamin C und B-Vitamine empfohlen. Vitamin C wirkt unter anderem als Antioxidans und ist in GemĂŒsesorten wie Paprika und Brokkoli enthalten.
Vitamin D wiederum ĂŒbernimmt wichtige Funktionen fĂŒr Knochen und Muskeln. Einen schmerzlindernden Effekt bei aktiver Arthrose belegte bereits eine Studie aus dem Jahr 1986 in der Zeitschrift fĂŒr OrthopĂ€die und Unfallchirurgie, bei der Probanden ĂŒber 6 Wochen hinweg tĂ€glich 400 I.E. Vitamin E erhielten.
Unter den Mineralstoffen und Spurenelementen fĂ€llt insbesondere Zink auf: ErnĂ€hrungsexperten zufolge ist der Bedarf bei Arthrose von ĂŒblicherweise 10â15 mg auf 20â30 mg tĂ€glich fast verdoppelt.
Eine Studie der University of North Carolina aus dem Jahr 2005 mit 940 Probanden untersuchte zudem den Einfluss von Selen. Dabei zeigte sich, dass Teilnehmer mit den höchsten Selenspiegeln ein um 40 % geringeres Risiko fĂŒr eine Kniearthrose aufwiesen als Probanden mit den niedrigsten Werten; höhere Werte senkten das Risiko generell um bis zu 20 %.
DarĂŒber hinaus gelten Kupfer, Kalzium, Mangan und Omega-3 als relevante NĂ€hrstoffe. Von populĂ€ren Alternativen wie KupferarmbĂ€ndern sowie von Bor-PrĂ€paraten raten Experten hingegen ab, da deren therapeutische Wirkung nicht belegt ist.
