Hühnersuppe, Erkältung

Hühnersuppe bei Erkältung: Nebraska-Studie findet leichte Entzündungshemmung

Veröffentlicht am: 24.10.2026 um 16:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Brühen, Gewürzgetränke und Inhalationen können Beschwerden begleiten, ersetzen bei schweren Verläufen aber keine medizinische Behandlung.
Frische Zutaten wie Sellerie, Karotten, Weißkohl und Zwiebeln auf einem rustikalen Holztisch bei natürlichem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Mit dem Beginn der kühleren Jahreszeit rücken bewährte Hausmittel wieder in den Fokus von Gesundheits- und Ernährungsratgebern. Mehrere Berichte vom 23. Oktober 2026 stellen traditionelle Suppenrezepte und warme Getränke als unterstützende Maßnahmen vor, um typischen jahreszeitlichen Beschwerden wie Erkältungssymptomen und Abgeschlagenheit zu begegnen.

Warme Brühen und vitaminreiche Gemüsesuppen

Kräftige Suppen gelten seit Generationen als klassische Kost bei Unwohlsein. Ein traditioneller Bestandteil ist die Hühnersuppe, in der aschkenasischen Küche auch als goldene Joich bekannt. Für eine Zubereitung nach überlieferter Art wird ein ganzes Suppenhuhn mit einem Gewicht von 1,5 bis 2 Kilogramm zusammen mit Wurzelgemüse, Zwiebeln und Kräutern über zweieinhalb bis drei Stunden sanft gekocht.

Eine im Fachjournal Chest veröffentlichte Untersuchung der Universität Nebraska aus dem Jahr 2000 lieferte Hinweise darauf, dass eine klassische Hühnersuppe mit Zwiebeln, Sellerie und Karotten eine leichte entzündungshemmende Wirkung entfalten kann.

Krankenkassen wie die AOK werten diese Ergebnisse als erste Anhaltspunkte, betonen jedoch, dass daraus kein endgültiger wissenschaftlicher Wirkungsbeweis abgeleitet werden könne.

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Neben Fleischbrühen setzen viele Ratgeber auf Gemüsesuppen mit saisonalen Zutaten wie Weißkohl, Zwiebeln, Tomaten und Paprika. Nach Angaben von Gesundheitsexperten liefert Weißkohl rund 47 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm sowie Glucosinolate und Mineralstoffe, während rote Paprika je nach Reifegrad und Sorte etwa 120 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm aufweist. Damit lässt sich der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlene Tagesbedarf von 95 bis 110 Milligramm Vitamin C für Erwachsene bereits mit kleineren Portionen decken. Sellerie steuert bei geringer Energiedichte von etwa 18 Kilokalorien pro 100 Gramm weitere Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium bei.

Heißgetränke und Gewürzaufgüsse

Als Ergänzung zur Flüssigkeitszufuhr werden Heißgetränke auf Basis von Wurzeln und Gewürzen empfohlen. Für einen frischen Ingwertee wird ein daumengroßes Stück der Knolle geschält, in Scheiben geschnitten und mit rund 300 Millilitern kochendem Wasser für acht bis zehn Minuten aufgebrüht.

Die Schärfe des Getränks geht auf den Inhaltsstoff Gingerol zurück. Ob Ingwer das Immunsystem nachhaltig stärken kann, gilt in der Wissenschaft bislang als nicht abschließend belegt, der Aufguss dient in erster Linie als wärmendes Genussmittel.

Häufig empfohlen werden zudem Mischungen aus Honig, Zitrone und Gewürzen wie Zimt. Nach fachärztlicher Einschätzung kann Honig die Intensität und Häufigkeit von Hustenreiz moderat dämpfen, während warme Flüssigkeiten allgemein die Schleimhäute befeuchten. Vitamin C kann im Einzelfall die Dauer von Beschwerden leicht verkürzen, vermag eine bestehende Infektion jedoch nicht direkt zu heilen.

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Physikalische Maßnahmen und Inhalationen

Über die Ernährung hinaus empfehlen Experten begleitende physikalische Anwendungen. Ein ansteigendes Fußbad, bei dem die Wassertemperatur über einen Zeitraum von 15 bis 20 Minuten schrittweise von 33 Grad Celsius auf bis zu 40 Grad Celsius erhöht wird, regt über Reflexbahnen die Durchblutung an. Bei Vorerkrankungen wie Thrombosen, Krampfadern oder Durchblutungsstörungen ist vorab ärztlicher Rat einzuholen.

Zur Befeuchtung der oberen Atemwege dient die Inhalation von Wasserdampf oder isotonischer Kochsalzlösung mit 0,9 Prozent Natriumchlorid über zehn bis 15 Minuten. Bei festsitzendem Sekret kommen traditionell auch Zwiebelsäfte oder Kartoffelwickel am Hals zum Einsatz.

Fachleute weisen übereinstimmend darauf hin, dass Hausmittel die Regeneration unterstützen, eine medizinische Behandlung bei schweren Verläufen jedoch nicht ersetzen. Treten Warnsignale wie anhaltendes Fieber, Schmerzen im Brustkorb, Atemnot oder blutiger Auswurf auf, ist eine zeitnahe ärztliche Abklärung unerlässlich.

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