HyperOS, Xiaomi

HyperOS 3: Xiaomi ermöglicht AirDrop-Transfer zu iPhones

02.06.2026 - 19:48:35 | boerse-global.de

Xiaomi integriert AirDrop-KompatibilitÀt in HyperOS 3. Der Dateiaustausch mit Apple-GerÀten wird durch QR-Code-Scan ermöglicht.

HyperOS 3: Xiaomi ermöglicht AirDrop-Transfer zu iPhones - Bild: ĂŒber boerse-global.de
HyperOS 3: Xiaomi ermöglicht AirDrop-Transfer zu iPhones - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Xiaomi ermöglicht nahtlosen Dateitransfer zwischen Android und iPhone.

Der chinesische Smartphone-Hersteller Xiaomi hat angekĂŒndigt, die AirDrop-KompatibilitĂ€t in sein mobiles Ökosystem zu integrieren. Möglich macht dies das Quick-Share-Framework, das mit dem Update auf HyperOS 3 – basierend auf Android 16 – Einzug hĂ€lt. Nutzer von Xiaomi-GerĂ€ten können kĂŒnftig Fotos und Dateien direkt an iPhones und iPads senden, ohne auf Cloud-Dienste oder Drittanbieter-Apps angewiesen zu sein.

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Erste GerÀte und Voraussetzungen

Den Anfang macht das Xiaomi 17T Pro, das als erstes Modell die neue Funktion erhĂ€lt. Branchenkreisen zufolge sollen weitere High-End-GerĂ€te wie das Xiaomi 17, das 17T Ultra und das Standardmodell 17T in KĂŒrze folgen. Voraussetzung auf Xiaomi-Seite ist das aktuellste HyperOS-3-Update. Apple-Nutzer mĂŒssen ihre AirDrop-Sichtbarkeit auf „Jeder fĂŒr 10 Minuten" stellen, um die Verbindung zu ermöglichen. Der Transfer selbst erfolgt ĂŒber einen QR-Code-Scan und eine cloudgestĂŒtzte Prozedur, die die beiden unterschiedlichen Betriebssysteme miteinander verbindet.

Technische Umsetzung: Reverse Engineering als SchlĂŒssel

Xiaomi reiht sich damit in eine wachsende Liste von Android-Herstellern ein, die auf plattformĂŒbergreifenden Dateiaustausch setzen. Die Technologie basiert auf Googles BemĂŒhungen, Quick Share fĂŒr Apples proprietĂ€re Protokolle zu öffnen. Google hatte dafĂŒr das Apple Wireless Direct Link (AWDL)-Protokoll per Reverse Engineering entschlĂŒsselt. Den Anfang machte im November 2025 das Google Pixel 10, gefolgt von Samsungs Galaxy-S26-Serie im Februar 2026.

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Doch nicht alle Ă€lteren GerĂ€te profitieren von der Neuerung. Das Samsung Galaxy S23 und die Google-Pixel-8-Serie etwa werden voraussichtlich kein AirDrop-Update erhalten. Dagegen sollen kĂŒnftige Modelle von OPPO, Vivo, OnePlus und Honor nach und nach in das Ökosystem integriert werden.

Ein Branchentrend mit Risiken

Die Entwicklung ist Teil eines breiteren Trends: Immer mehr Hersteller reißen die Mauern zwischen Android und iOS ein. Neben Xiaomi gehören zu den unterstĂŒtzten oder bald unterstĂŒtzten GerĂ€ten:

  • Google: Pixel 10, Pixel 9, Pixel 8a
  • Samsung: Galaxy S26-Serie, spĂ€ter auch Galaxy S25 und S24
  • OPPO und Vivo: Find X9, Find N6, X300 Ultra
  • Weitere: OnePlus 15, Honor Magic 8 Pro und V6

Doch Technikexperten warnen: Da die KompatibilitĂ€t auf reverse-engineerten Protokollen beruht und nicht auf einer offiziellen Partnerschaft mit Apple, könnte ein zukĂŒnftiges iOS-Update die Funktion jederzeit unterbrechen. FĂŒr Xiaomi ist die Neuerung dennoch ein starkes Verkaufsargument – in einer Welt, in der viele Nutzer sowohl Android- als auch Apple-GerĂ€te besitzen, wird InteroperabilitĂ€t zum entscheidenden Faktor.

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