Linux-App, CSV-Dateien

ibisOffice 0.8.5: Linux-App verarbeitet CSV-Dateien laut Hersteller 24-mal schneller

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 12:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Linux-Version unterstützt gängige Office-Dateien; Herstellertests zeigen kürzere Ladezeiten als bei LibreOffice.
Ein minimalistischer, aufgeräumter Arbeitsplatz mit einer hochwertigen mechanischen Tastatur und einem dunklen Monitor. Illustration mit AI erstellt.

Das an der Börse in Tokio gelistete Softwareunternehmen Ibis (TSE Growth, Code 9343) hat seine Bürosoftware ibisOffice in der Version 0.8.5 für Linux herausgebracht.

Wie aus Berichten vom 5. November 2026 hervorgeht, steht die Anwendung unter einem dualen Lizenzmodell aus AGPL-3.0 und einer kommerziellen Lizenz kostenlos auf der Plattform GitHub zur Verfügung. Die Veröffentlichung markiert die Erweiterung der software auf Open-Source-Betriebssysteme.

Bereitstellung über AppImage und Flatpak

Für die Ausführung unter Linux stellt der Anbieter das Programm in zwei Paketformaten bereit. Als AppImage richtet sich die Software an 64-Bit-Systeme mit der Prozessorarchitektur x86_64 und setzt die Bibliotheksversion glibc 2.31 oder neuer voraus. Damit lässt sich die Anwendung ohne vorherige Installation auf Distributionen wie Ubuntu 20.04, Debian 11+, Fedora sowie Arch Linux ausführen.

Parallel dazu wird ein Flatpak-Paket angeboten, das neben x86_64 zusätzlich die Befehlssatzarchitektur aarch64 unterstützt. Die Flatpak-Variante ist unter der Anwendungsidentifikation „jp.ne.ibis.ibisOffice“ hinterlegt. Das Programm arbeitet dabei sowohl unter dem Anzeigeserver-Protokoll Wayland als auch unter dem traditionellen X11-System.

Kompatibilität mit gängigen Dokumentformaten

Das Programm ist darauf ausgelegt, Dateien der Microsoft-Formate .docx, .xlsx und .pptx mit einem bekannten Erscheinungsbild darzustellen und zu verarbeiten. Beim Umgang mit automatisierten Abläufen verfolgt die Software ein spezifisches Sicherheitskonzept: Dateien, die Makros enthalten, werden von der Anwendung ohne eine Ausführung der enthaltenen Skripte abgespeichert.

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Bereits am 12. Oktober 2026 waren zuvor Versionen von ibisOffice für Windows und macOS sowie eine webbasierte Variante erschienen. Mit der nun erfolgten Bereitstellung bedient das Unternehmen auch Nutzer von Linux-Arbeitsplätzen.

Angaben des Herstellers zur Verarbeitungsgeschwindigkeit

Der Hersteller veröffentlichte begleitend Leistungsmessungen, bei denen ibisOffice 0.8.5 unter Linux mit LibreOffice 26.8.2 auf einem Testsystem mit einem Intel-Prozessor vom Typ Core i7-10700K, 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und Ubuntu 20.04.6 LTS verglichen wurde.

Den Angaben zufolge öffnete das Programm eine Präsentationsdatei im Format .pptx mit 31 Folien und einer Dateigröße von 35,9 MB in 0,81 s, während der Vorgang bei LibreOffice 5,02 s in Anspruch nahm.

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Bei einer 13,7 MB großen Tabelle im Format .xlsx, die 589.000 Formeln enthielt, lag die Ladezeit bei 0,72 s. Das Unternehmen bezifferte die Geschwindigkeit bei Tabellenkalkulationen auf bis zu das 12,9-Fache im Vergleich zu LibreOffice.

Beim Import einer CSV-Datei mit 1.048.576 Zeilen und einer Größe von 122 MB benötigte ibisOffice 0,72 s gegenüber 17,29 s bei LibreOffice, was laut Hersteller einer 24,0-mal schnelleren Verarbeitung entspricht.

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