USA, Computer

IBM verfehlt Umsatzerwartungen - Aktie bricht ein

Veröffentlicht: 14.07.2026 um 15:05 Uhr, dpa.de

IBM macht zu schaffen, dass Kunden aus Angst vor steigenden Preisen lieber in Speicher investieren als in Lösungen des IT-Konzerns. Dessen Zahlen enttĂ€uschen, die Aktie stĂŒrzt ab.

IBM machte im vergangenen Quartal ein verÀndertes Ausgabeverhalten der Kunden zu schaffen. (Archivbild) - Bild: Richard Drew/AP/dpa
IBM machte im vergangenen Quartal ein verÀndertes Ausgabeverhalten der Kunden zu schaffen. (Archivbild) - Bild: Richard Drew/AP/dpa

Der Computerkonzern IBM hat im vergangenen Quartal die Umsatzerwartungen verfehlt und damit die Börse schockiert. Die Aktie stĂŒrzte im vorbörslichen US-Handel zeitweise um rund 23 Prozent ab. Grund fĂŒr den Erlösknick ist laut IBM ein verĂ€ndertes Ausgabeverhalten der Kunden. 

Sie steckten ihr Geld in den letzten Juniwochen vermehrt in den Kauf von Servern, Speichern und Arbeitsspeichern, wie Konzernchef Arvind Krishna in einem Brief an die AktionÀre schrieb. Damit hÀtten sie erwarteten Preiserhöhungen wegen EngpÀssen vorgriffen.

IBM habe dieses Ausmaß der Umschichtung nicht vorhergesehen. Die Preise fĂŒr Speicherchips schossen in die Höhe, weil sie fĂŒr den rapiden Aufbau von KI-Rechenzentren gebraucht werden.

Markt sorgt sich um KI-Effekt auf IBM 

IBM machte außerplanmĂ€ĂŸig einige GeschĂ€ftszahlen zum vergangenen Quartal öffentlich. Der Umsatz legte demnach im Jahresvergleich nach vorlĂ€ufigen Berechnungen um ein Prozent auf 17,2 Milliarden US-Dollar (15,01 Mrd Euro) zu. Analysten hatten im Schnitt mit Erlösen von 17,9 Milliarden Dollar gerechnet.

Dabei kletterten die Erlöse mit Software um fĂŒnf Prozent. Der Umsatz mit Infrastruktur ging hingegen um sieben Prozent zurĂŒck. Konzernchef Arvind Krishna hatte IBM verstĂ€rkt auf das GeschĂ€ft mit Software ausgerichtet, unter anderem durch milliardenschwere ZukĂ€ufe. 

Die harsche Reaktion der Anleger könnte auch daran liegen, dass es am Markt die Sorge gibt, KĂŒnstliche Intelligenz könnte mit ihren Software-FĂ€higkeiten das GeschĂ€ft von IBM aushöhlen.

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