Streik in KrankenhĂ€usern im Kongo â Ebola-Gebiet betroffen
Veröffentlicht: 08.07.2026 um 18:55 Uhr, dpa.de
Ein Arbeitskampf im Gesundheitswesen der Demokratischen Republik Kongo könnte die Lage in den von Ebola betroffenen Regionen weiter verschĂ€rfen. Eigentlich sollte wegen der ernsten Lage dort die Arbeit aufrechterhalten werden, wĂ€hrend landesweit seit Dienstag nur noch unumgĂ€ngliche Operationen durchgefĂŒhrt werden.Â
Stephen Mapesa, der stellvertretende Leiter des Gesundheitssystems in der nordöstlichen Provinz Ituri, die das Zentrum des seit Mai herrschenden Ebola-Ausbruchs ist, berichtete jedoch, dass auch Mitarbeiter in mehreren schwer von Ebola betroffenen StÀdten am Mittwoch nicht zur Arbeit erschienen seien. Die Streikenden wollen bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen durchsetzen.
Ebola-TodesfÀlle weiter steigend
Nach Angaben der kongolesischen Regierung gibt es bisher 1.708 bestÀtigte Ebola-FÀlle in dem zentralafrikanischen Land. Darunter stieg die Zahl der TodesfÀlle binnen 24 Stunden um 74 auf 580, teilte das Informationsministerium mit.
Ebola-Fieber ist eine lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit KörperflĂŒssigkeiten ĂŒbertragen. Der aktuelle Ausbruch ist besonders schwer einzudĂ€mmen, auch weil es fĂŒr den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bislang weder einen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt. Seit vergangener Woche lĂ€uft allerdings die klinische Testung zweier antiviraler Therapieverfahren gegen das Virus.
