Imbiss, Restaurant

Imbiss statt Restaurant: 4 Euro Preisunterschied pro Gericht

Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 10:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Handelsgastronomie erzielte 2025 13,3 Milliarden Euro Umsatz. Preisvorteile und beliebte Imbissklassiker stärken den Einzelhandel.

Handelsgastronomie wächst: Heiße Theken gewinnen an Bedeutung
Edelstahltheke in einem modernen Einzelhandelsgeschäft mit unscharfem Hintergrund. Illustration mit AI erstellt.

Die Handelsgastronomie in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren zu einer stabilen Säule des Einzelhandels entwickelt und verzeichnete zuletzt ein deutliches Wachstum.

Wie aus Branchenberichten hervorgeht, wurde im Jahr 2025 ein Umsatz von 13,3 Mrd. Euro erzielt. Dies entspricht einer Steigerung von 7,1 % gegenüber dem Vorjahr. Im langfristigen Vergleich zeigt sich die Dynamik des Sektors noch deutlicher: Seit dem Jahr 2019 stiegen die Umsätze in diesem Bereich um insgesamt 33 %.

Kostendruck treibt Kunden an die Imbisstheken

Ein wesentlicher Treiber für die positive Entwicklung der Handelsgastronomie ist das veränderte Preisempfinden der Konsumenten. Laut einer Erhebung von YouGov aus dem ersten Halbjahr 2026 empfinden 72 % der Verbraucher in Deutschland einen Besuch in einem klassischen Restaurant mittlerweile als zu teuer.

Die Handelsgastronomie bietet hier eine preislich attraktive Alternative, die zunehmend als Konkurrenz zur herkömmlichen Gastronomie wahrgenommen wird.

Die Preisvorteile lassen sich konkret beziffern. Bei Gerichten aus dem Bereich Steak und Fleisch lag der Durchschnittspreis an den Theken des Einzelhandels im ersten Halbjahr 2026 bei 9,17 Euro. Im Gegensatz dazu mussten Kunden in klassischen Restaurants für vergleichbare Speisen im Schnitt 13,16 Euro bezahlen. Dieser deutliche Preisunterschied führt dazu, dass immer mehr Konsumenten ihre Mahlzeiten in den Verkaufsraum des Handels verlagern.

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Absatzrekorde bei traditionellen Imbissgerichten

Trotz eines wachsenden Angebots an internationalen Speisen bleiben die Klassiker der deutschen Imbisskultur die stärksten Umsatzbringer. Besonders beliebt an den sogenannten heißen Theken sind nach wie vor Frikadellen, Currywurst, Schnitzel und belegte Brötchen. Einzelne Unternehmen erzielen mit diesen Produkten beachtliche Absatzmengen, die die Relevanz der Verpflegungssparte für den stationären Handel unterstreichen.

So berichtet das Unternehmen Globus von einem Absatz von jährlich 30 Mio. Fleischkäsebrötchen. Auch im Bereich der Systemgastronomie innerhalb von Einrichtungshäusern zeigen sich ähnliche Trends: Das Unternehmen Ikea verkaufte innerhalb eines Zeitraums von 12 Monaten insgesamt 20 Mio. Hotdogs in seinen deutschen Filialen. Diese Zahlen verdeutlichen, dass gastronomische Angebote für viele Kunden mittlerweile ein fester Bestandteil des Einkaufserlebnisses sind.

Positive Aussichten für das laufende Geschäftsjahr

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Branchenexperten gehen davon aus, dass der Aufwärtstrend der Handelsgastronomie vorerst anhalten wird. Das EHI erwartet für das Jahr 2026 ein weiteres Umsatzplus in diesem Segment. Die Kombination aus schneller Verfügbarkeit, Mitnahmemöglichkeiten und einem im Vergleich zur klassischen Gastronomie niedrigeren Preisniveau scheint den aktuellen Bedürfnissen der Verbraucher zu entsprechen.

Der Einzelhandel festigt damit seine Position als wichtiger Akteur im Außer-Haus-Markt und baut die gastronomische Infrastruktur in den Märkten weiter aus, um die Frequenz auf den Verkaufsflächen zu erhöhen.

Teile dieses Beitrags beruhen auf Recherchen von Süddeutsche Zeitung.

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