Zahl, Westeuropa

Zahl der 5G-Mobilfunk-VertrÀge in Westeuropa 2023 verdoppelt

30.11.2023 - 07:10:03 | dpa.de

Immer mehr Mobilfunkkunden sind bereit, einen Vertrag fĂŒr die 5. Mobilfunkgeneration (5G) zu buchen. Die Vorteile könnten noch deutlicher werden, wenn ein bestimmtes Frequenzband stĂ€rker genutzt wĂŒrde.

Der Boom bei der 5G-Nutzung wird die Netze der Mobilfunkprovider laut Experten technisch vor eine Herausforderung stellen. - Foto: Friso Gentsch/dpa
Der Boom bei der 5G-Nutzung wird die Netze der Mobilfunkprovider laut Experten technisch vor eine Herausforderung stellen. - Foto: Friso Gentsch/dpa

Nach den Milliarden-Investitionen der Mobilfunkprovider in den Ausbau ihrer Netze fĂŒr die fĂŒnfte Mobilfunkgeneration entwickelt sich 5G langsam auch zum Kassenschlager.

Nach einer Analyse des MobilfunkausrĂŒsters Ericsson (5G) wird sich die Zahl der 5G-VertrĂ€ge in Westeuropa in diesem Jahr verdoppeln. Ende 2022 verzeichneten die Forscher in Westeuropa 67 Millionen 5G-VertrĂ€ge. Ende 2023 sollen es 139 Millionen sein. Das geht aus dem Ericsson Mobility Report hervor, der in Stockholm veröffentlicht wurde. Das entspricht einem Marktanteil von 25 Prozent.

International liegt Nordamerika noch weit vorne. 61 Prozent aller dortigen Mobilfunk-VertrĂ€ge beinhalten fĂŒr die Kunden die Option, in einem modernen 5G-Netz funken zu können. In Nordostasien liegt der Anteil bei 41 Prozent und der Golfregion bei 34 Prozent.

Westeuropa wird bis 2029 aufholen

Mittel- und langfristig sagt der Ericsson-Report jedoch einen Wechsel der Spitzenpositionen voraus. Westeuropa werde bis 2029 aufholen und dann fĂŒr 5G einen Anteil von 85 Prozent aller VertrĂ€ge haben. Nordamerika (92 Prozent) und der Region des Golfkooperationsrates (92 Prozent) können ihren Vorsprung nur noch knapp verteidigen. Nordostasien (79 Prozent) drohe zurĂŒckzufallen.

Der Boom bei der 5G-Nutzung wird die Netze der Mobilfunkprovider nach EinschĂ€tzung der Expertinnen und Experten von Ericsson technisch vor eine Herausforderung stellen. Die bislang hĂ€ufig genutzten Frequenzen im Bereich unterhalb von 1 Gigahertz wĂŒrden zwar ermöglichen, große FlĂ€chen abzudecken. Sie könnten bei KapazitĂ€t und Geschwindigkeiten nicht mit den Frequenzen im mittleren Spektrum rund um 3,5 GHz mithalten.

«Dieses Mid-Band schafft mit extrem schnellen Datenraten die Voraussetzung, neue AnwendungsfĂ€lle zu ermöglichen und Kunden ein völlig neues Erlebnis zu bieten», sagte Daniel Leimbach, Westeuropa-Chef bei Ericsson. Die Mittelbandabdeckung betrage in Westeuropa bis Ende 2023 lediglich 25 Prozent. Verglichen mit fĂŒhrenden 5G-Nationen seien die EuropĂ€er hier weit abgeschlagen: Nordamerika liege bei 85 Prozent und China bei 95 Prozent.

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