Impfwoche, OWL

Impfwoche in OWL: Hausarztpraxen bieten vom 12. bis 16. Oktober Extra-Termine

Veröffentlicht am: 10.10.2026 um 07:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Sachsens Meldedaten zeigen einen moderaten Grippesaisonstart; in Ostwestfalen-Lippe erleichtern zusÀtzliche Sprechzeiten den Zugang zu Impfungen.

Impfwoche in Ostwestfalen-Lippe: Praxen bieten flexible Termine
Ein heller, minimalistischer Behandlungsraum in einer Arztpraxis mit einfallendem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Mit dem Beginn der kĂ€lteren Jahreszeit rĂŒcken Schutzimpfungen gegen respiratorische Erreger wie Influenza, das Coronavirus und das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) verstĂ€rkt in den Mittelpunkt der Gesundheitsversorgung.

WÀhrend HausÀrzte in Ostwestfalen-Lippe spezielle Impfwochen mit flexiblen Terminen organisieren, zeigen Meldedaten aus Sachsen einen moderaten Start der Grippesaison, bei dem insbesondere Àltere Erwachsene und Senioren von Infektionen betroffen sind.

Flexible Sprechzeiten zur Steigerung der Impfbereitschaft

Der HausÀrzteverband Westfalen-Lippe initiiert erstmals eine koordinierte Impfwoche. Vom 12. bis zum 16. Oktober 2026 öffnen teilnehmende Hausarztpraxen in der Region mit erweiterten Angeboten.

Um Patientinnen und Patienten den Zugang zu erleichtern, halten die Praxen in Ostwestfalen-Lippe Impftermine vor oder nach den regulĂ€ren Sprechstunden, wĂ€hrend der Mittagspause oder gebĂŒndelt an einzelnen Tagen vor. Vorgesehen sind unter anderem Early-Bird- und After-Work-Termine.

Die Resonanz vor Ort fĂ€llt teils geschlossen aus: In Vlotho beteiligen sich nach Angaben der HausĂ€rztin Anke Dittmar alle sieben ansĂ€ssigen Hausarztpraxen an der Aktionswoche. Begleitet wird die Maßnahme von fachlichen Warnungen. Dr. Ulrike Leise-Rauße vom Ärzteverein Hamm wies auf eine sinkende Impfbereitschaft hin, die durch Falschinformationen in den sozialen Medien verstĂ€rkt werde.

Empfehlungen der StĂ€ndigen Impfkommission im Überblick

Die Impfangebote orientieren sich an den Empfehlungen der StÀndigen Impfkommission (STIKO), die differenzierte Altersgrenzen und Risikoprofile definieren:

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Die Impfwoche in Ostwestfalen-Lippe lĂ€uft vom 12. bis 16. Oktober — mit Terminen vor und nach der Sprechstunde, in der Mittagspause oder gebĂŒndelt an einzelnen Tagen. Wer vorher weiß, welche Impfung laut STIKO zu Alter und Risikoprofil passt, geht besser vorbereitet ins GesprĂ€ch. Kostenlosen Impf-Ratgeber anfordern

  • Influenza: Die Grippeimpfung im Herbst wird fĂŒr Personen ab 60 Jahren empfohlen. Zudem gilt die Empfehlung fĂŒr chronisch Kranke jeden Alters, Schwangere, Pflegeheimbewohner, Personal im Gesundheitswesen sowie fĂŒr Angehörige von Risikopersonen.
  • Covid-19: Eine Standardimpfung im SpĂ€tsommer oder FrĂŒhherbst ist fĂŒr Menschen ab 75 Jahren, fĂŒr Pflegeheimbewohner sowie bei Grunderkrankungen bereits ab einem Alter von sechs Monaten vorgesehen. Bei Personen mit gesundem Immunsystem kann auf eine Auffrischung verzichtet werden, sofern im Laufe des Jahres eine Infektion vorlag.
  • RSV: Die STIKO empfiehlt eine einmalige Immunisierung ab 75 Jahren sowie fĂŒr Personen ab 60 Jahren mit bestehenden Grunderkrankungen. Neugeborene und SĂ€uglinge erhalten eine RSV-Prophylaxe ĂŒber Antikörper.
  • Pneumokokken: Eine Standardimpfung wird fĂŒr Menschen ab 60 Jahren angeraten, bei Grunderkrankungen bereits ab 18 Jahren sowie fĂŒr SĂ€uglinge ab dem zweiten Lebensmonat. FĂŒr Westfalen-Lippe wird dabei auch auf Auffrischungen alle sechs Jahre hingewiesen.

Moderater Saisonstart und Infektionsmeldungen in Sachsen

Flankiert werden die regionalen Schutzangebote durch statistische Erhebungen zum Infektionsgeschehen. Nach Angaben der Landesuntersuchungsanstalt Sachsen (LUA) startete die Grippesaison im Freistaat auf moderatem Niveau.

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In sozialen Medien kursieren Falschinformationen zur Impfung, warnen Ärzte — und die Impfbereitschaft sinkt. Dabei schĂŒtzt die Impfung gerade Ă€ltere Erwachsene, die laut Meldedaten besonders von Infektionen betroffen sind. Dieser Ratgeber rĂ€umt die hĂ€ufigsten IrrtĂŒmer zu Grippe, Corona und RSV beiseite. Impf-Fakten jetzt sichern

Die Behörde registrierte in der vergangenen Berichtswoche 30 Influenza-FÀlle, 30 Corona-FÀlle und vier RSV-Infektionen, wobei keine TodesfÀlle gemeldet wurden. Die meisten Erkrankungen traten in Leipzig auf, betroffen waren vorrangig Àltere Erwachsene und Senioren.

Auf Bundesebene sank die Zahl der gemeldeten GrippefĂ€lle im Vergleich zur Vorwoche laut den LUA-Zahlen wieder. Die statistische Erfassung der Atemwegserkrankungen lĂ€uft seit Ende September und wird von den Gesundheitsbehörden in wöchentlichen Berichten fortgefĂŒhrt.

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