IMTEST vergleicht 28 Saugroboter: DJI Romo P2 holt den Gesamtsieg
Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 21:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die fortschreitende Automatisierung der Haushaltsführung gewinnt an Dynamik. Zahlreiche Berichte und Produkttests beleuchten den zunehmenden Einsatz sowie aktuelle Preisnachlässe bei modernen Saug-, Wisch- und Fensterputzrobotern.
Ziel der Geräte ist es, wiederkehrende Reinigungsaufgaben im Wohnbereich auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Laut einer Bitkom-Umfrage aus dem Sommer 2026 nutzen bereits 33 Prozent der Bundesbürger ab 16 Jahren einen Saugroboter, was einem Anstieg von sieben Prozentpunkten gegenüber dem Jahr 2024 entspricht.
Auch die Wissenschaft befasst sich mit dem Thema: Eine Untersuchung der University of Oxford beziffert das Potenzial, Haus- und Sorgearbeit binnen zehn Jahren zu automatisieren, auf 39 Prozent. Beim Lebensmitteleinkauf liegt dieser Wert bei 59 Prozent, bei der Wäsche bei 57 Prozent und in der Kinderbetreuung bei 21 Prozent.
Technologischer Wandel bei Saug- und Wischstationen
Die Entwicklung moderner Bodenreiniger zeichnet sich durch vollautomatisierte Servicestationen aus, die manuelle Eingriffe deutlich reduzieren. Die Geräte übernehmen das Entleeren der Staubbehälter, das Auswaschen der Wischbezüge sowie die Heißlufttrocknung.
Im Rahmen von Sonderaktionen wie den Prime Deal Days am 6. und 7. Oktober 2026 bietet Amazon den Roborock Qrevo S5V für 359,99 Euro an, was einem Nachlass gegenüber dem Zwölf-Monats-Durchschnitt von 516 Euro entspricht.
Dessen Dockingstation übernimmt das Entleeren des Staubbehälters, das Waschen der Wischmopps, das Nachtrocknen mit Warmluft sowie das Nachfüllen des Wassertanks. Die App-Steuerung erlaubt Raumbenennungen, gezielte Zonenreinigungen und anpassbare Reinigungsstufen. Grenzen zeigen sich weiterhin bei herumliegenden Kabeln oder hartnäckigen, eingetrockneten Verschmutzungen.
Eine Untersuchung der Stiftung Warentest aus der Mitte des Jahres 2026, bei der sieben Geräte mit Reinigungsstation im Preisbereich von 240 bis 1.300 Euro geprüft wurden, kürte lediglich den Roborock Qrevo Curv 5A1 mit der Note 2,4 („gut“) zum Testsieger, wies jedoch auf bestehende Schwächen beim Wischen hin.
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Auch Discounter und Fachhändler bedienen die Nachfrage. Bei Lidl wird das Modell Eufy X10 Pro Omni für 333 Euro vertrieben. Es bietet 8.000 Pascal Saugleistung, MopMaster 2.0 mit 180 Umdrehungen pro Minute, eine Mopp-Anhebung von 12 Millimetern sowie eine KI-gestützte Hinderniserkennung für über 100 Objekte.
Ein Test der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bescheinigte dem Gerät solide Teppichergebnisse, sah jedoch Mängel bei der Eckenreinigung. Für den 19. Oktober 2026 kündigt Lidl zudem den Roborock Q7 Pro Max+ für 209 statt 399 Euro an, ausgestattet mit 13.000 Pascal und LiDAR-Navigation.
Auf Marktplätzen wie AliExpress ist alternativ der Ecovacs Deebot T30e Omni mit 25.000 Pascal und 45-Grad-Heißlufttrocknung für 212,59 Euro erhältlich.
Verschiedene Wischsysteme im direkten Vergleich
Fachberichte differenzieren die Wischmechanismen in drei dominierende Bauformen, die unterschiedliche Schwerpunkte setzen:
- Wischwalzen: Systeme wie der MOVA Z70 Ultra Roller Complete (36.000 Pascal, rund 950 Euro) oder die günstigere Variante Z60 Ultra Roller SA (rund 480 Euro) reinigen mit kontinuierlicher Frischwasserzufuhr. Sie beseitigen eingetrocknete Verschmutzungen oft in einem Durchgang, verlangen aber regelmäßige Wartung bezüglich aufgewickelter Haare und Schmutzwassertanks. Ähnlich arbeitet der von Computer Bild mit der Testnote 1,4 bewertete Eufy HydroJet E35, der bis zu 35.000 Pascal Saugleistung bietet und die Walze mit bis zu 60 Grad heißem Wasser reinigt.
- Rotierende Wischmopps: Geräte wie der DJI Romo 2 nutzen ausfahrbare Wischelemente für Kanten, kehren jedoch alle 15 bis 20 Quadratmeter zur Reinigung an die Basisstation zurück.
- Wischplatten: Modelle wie der flache Roborock Saros 10 (8 Zentimeter Bauhöhe) eignen sich für das Unterfahren niedriger Möbelstücke bei leichten Verschmutzungen, erreichen jedoch bauartbedingt keine vollständige Eckenreinigung.
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Im umfangreichen Vergleichstest der Zeitschrift IMTEST mit 28 Geräten setzte sich der DJI Romo P2 als Gesamtsieger durch, gestützt auf seine Teppicherkennung und ein bis zu 12,4 Zentimeter ausfahrbares Wischpad. Den Titel des Preis-Leistungs-Siegers sicherte sich der TP Link Tapo RV30 Max Plus.
Spezialisierte Fensterputzroboter und Ausblick
Neben der Bodenpflege etablieren sich Roboter für die Glasreinigung. Im Rahmen von Rabattaktionen bietet Ecovacs Modelle wie den Winbot W3 Omni (469 Euro statt 699 Euro) sowie den Winbot W2S Pro Omni (549 Euro statt 649 Euro) an.
Letzterer erzielte im Test von Computer Bild die Note 1,5 („gut“). Bei einer Reinigungszeit von 2:47 Minuten pro Quadratmeter bewältigt die 5,5 Kilogramm schwere Station mit 4.500-Milliamperestunden-Akku bis zu 110 Minuten kabellosen Betrieb bei einem Anpressdruck von bis zu 10.000 Pascal.
Während aktuelle Haushaltsgeräte bereits signifikante Entlastung bieten, blicken Marktbeobachter auf künftige Entwicklungsstufen. Neben Spezialgeräten mit Greifarmen wie dem Roborock Saros Z70 prognostizieren Analysten den Einzug humanoider Roboter.
Bank of America erwartet bis zum Jahr 2040 weltweit 300 Millionen Humanoide, während Morgan Stanley bis 2050 mit 80 Millionen Einheiten in Privathaushalten rechnet. Erste Modelle wie der NEO von 1X bewegen sich bei Anschaffungskosten von rund 17.800 Euro beziehungsweise Monatsraten von 445 Euro.
