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Infinite Campus: Hacker erbeuten 137.000 Schuldaten in den USA

15.06.2026 - 16:08:06 | boerse-global.de

Die Gruppe ShinyHunters veröffentlicht gestohlene Kontaktdaten von US-Schulpersonal. Sicherheitsforscher warnen vor erhöhter Phishing-Gefahr.

Infinite Campus: Hacker erbeuten 137.000 Datensätze von Schulmitarbeitern
Infinite - A shadowy figure in a hoodie looks at multiple glowing screens displaying abstract data and binary code, depicting a data breach. 15.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

000 Datensätze der Bildungsplattform Infinite Campus erbeutet und veröffentlicht. Betroffen sind vor allem Schulmitarbeiter in den USA.

Die Sicherheitsforscher von Have I Been Pwned bestätigten am heutigen Montag den Vorfall. Die gestohlenen Daten umfassen rund 137.123 Accounts – darunter Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, physische Adressen, Berufsbezeichnungen und Arbeitgeber. Auch interne Benutzernamen und Support-Tickets sind Teil des Leaks.

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Erpressung über Salesforce-Konto

Der Datendiebstahl ereignete sich bereits im März 2026. Die Täter verschafften sich Zugang über ein Salesforce-Konto von Infinite Campus. Anschließend starteten sie eine „Pay-or-Leak“-Erpressungskampagne – die klassische Masche: Zahlen oder die Daten werden veröffentlicht.

Das Unternehmen selbst versucht zu beschwichtigen. Ein Sprecher erklärte, die betroffenen Informationen seien größtenteils ohnehin öffentlich zugänglich – etwa über Schulverzeichnisse. Sicherheitsexperten widersprechen dieser Einschätzung jedoch: 76 Prozent der E-Mail-Adressen waren bereits in früheren, unabhängigen Datenlecks aufgetaucht. Das macht die betroffenen Mitarbeiter besonders anfällig für Phishing-Angriffe.

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Bildungstechnologie im Visier der Hacker

Infinite Campus ist einer der größten Anbieter von Schülerverwaltungssystemen in den USA. Rund 11 Millionen Schüler in 46 Bundesstaaten nutzen die Plattform. Der Angriff reiht sich ein in eine besorgniserregende Serie von Cyberattacken auf Bildungstechnologie-Unternehmen.

Erst Ende 2024 hatte ein Großangriff auf den Konkurrenten PowerSchool für Schlagzeilen gesorgt. Dort waren zig Millionen Schülerdaten abgeflossen. Die Botschaft ist klar: Erpresserbanden haben den Wert von Verwaltungs- und Kontaktdaten aus dem Bildungssektor längst erkannt. Für europäische Beobachter wirft dies die Frage auf, wie sicher vergleichbare Plattformen in Deutschland und der EU sind – insbesondere mit Blick auf die zunehmende Digitalisierung der Schulen.

de | wissenschaft | 69545098 |