Inkontinenz: Beckenbodentraining hilft in 80% der Fälle
Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 15:40 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Hüftbeweglichkeit und Beinkraft sind entscheidend für den Alltag. Experten empfehlen gezielte Übungen – oft reicht ein Stuhl als Hilfsmittel.
So testen Sie Ihre Beinkraft
Ein einfacher Funktionstest zeigt, wie es um Ihre Stabilität steht: Mehrmals von einem Stuhl aufstehen und hinsetzen – ohne die Hände zu nutzen. Diese Bewegung gilt als Indikator für Kraftreserven und Gleichgewicht.
Bei einer steifen Hüfte helfen spezifische Stuhl-Übungen. Sie lassen sich direkt im Sitzen durchführen und verbessern die Beweglichkeit. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Erwachsenen 150 bis 300 Minuten moderate Bewegung pro Woche – plus zweimal Krafttraining.
Warum die Kniebeuge so wichtig ist
Die Kniebeuge gilt als Königsübung für den Alltag. HYROX-Weltmeisterin Linda Meier betont: Schulterbreiter Stand, gerader Rücken, Gesäß nach hinten unten – die Knie sollten nicht über die Fußspitzen ragen.
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Weitere effektive Übungen für die Gesäßmuskulatur:
- Sumo-Kniebeugen
- Diagonale Ausfallschritte
- Seitliches Beinheben
- Die Gesäßbrücke
Diese Übungen schützen nicht nur vor Stürzen, sondern entlasten auch Rücken und Knie.
Das ganze Bild: Rumpf und Beckenboden
Reines Beintraining reicht nicht. Ein starkes Rumpfmuskeltraining ist Pflicht. Die WHO rät Menschen ab 65 zu mindestens drei Einheiten kombiniertem Gleichgewichts- und Krafttraining pro Woche – etwa mit Überkreuzen der Knie oder Seitbeugen.
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Ein oft übersehener Faktor ist der Beckenboden. Urologin Annika Rummel erklärt: Rund 10 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Inkontinenz, Frauen häufiger aufgrund von Anatomie und Schwangerschaften. Konsequentes Beckenbodentraining kann in bis zu 80 Prozent der Fälle Besserung bringen. Reichen konservative Übungen nicht, helfen medizinische Optionen wie Pessare oder operative Eingriffe.
Bei instabilen Gelenken oder Hypermobilität raten Physiotherapeuten zu gründlichem Aufwärmen und gezielten Stabilisierungsübungen – sonst drohen Verletzungen wie das Umknicken.
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