Inkterface, Valve

Inkterface: Valve öffnet E-Ink-Display-Pläne für Steam Machines

04.07.2026 - 09:15:44 | boerse-global.de

Valve liefert VR-Headset Steam Frame aus und veröffentlicht Baupläne für E-Ink-Display der Steam Machine als Open Source.

Valve treibt Hardware-Offensive mit VR-Headset und E-Ink-Modul voran
Inkterface - Ein schlankes E-Ink-Display, das abstrakte digitale Muster anzeigt und mit einer futuristischen Steam Machine verbunden ist. 04.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Am 3. Juli 2026 trafen frische Lieferungen des VR-Headsets Steam Frame in US-Lagern ein – zeitgleich veröffentlichte das Unternehmen die Baupläne für ein modulares E-Ink-Display für die neu aufgelegten Steam Machines als Open Source.

Steam Frame: Startschuss nach dem Summer Sale?

Die neuen Lagerbestände sind bereits die 14. identifizierte Lieferung des VR-Headsets. Branchenbeobachter rechnen mit einer baldigen Markteinführung – möglicherweise direkt nach dem Ende des Steam Summer Sale am 9. Juli 2026. Die Software-Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Am 3. Juli wurde der Treiber für den kabellosen Steam Frame-Adapter in der SteamDB als veröffentlicht markiert. Einen Tag zuvor war bereits eine lokalisierte Einführungstour in mehreren Sprachen aufgetaucht, die unter anderem Verbindungssymbole und Auspackanleitungen enthält. Zudem vergibt Valve erste Kompatibilitätsbewertungen für das Headset an Spiele aus der eigenen Bibliothek.

„Inkterface": Valve öffnet Baupläne für Steam Machine-Module

Am 3. Juli 2026 stellte Valve die vollständigen Konstruktionsdateien für „Inkterface" zur Verfügung – einen 5,83 Zoll großen, monochromen E-Ink-Bildschirm für die Steam Machine. Das Projekt wurde auf GitLab unter einer MIT-Lizenz veröffentlicht. Enthalten sind 3D-Druckvorlagen, Firmware und eine Stückliste, mit denen Nutzer eigene Gehäusefronten bauen können.

Anzeige

Valve hat die Baupläne für das E-Ink-Display „Inkterface“ veröffentlicht. Mit 3D-Druckvorlagen, Firmware und Stückliste können Sie Ihr eigenes Monitoring-Modul für die Steam Machine bauen – für unter 83 Euro. Kostenlose Bauanleitung anfordern

Das DIY-Display zeigt in Echtzeit Systemdaten wie CPU- und GPU-Temperaturen oder selbst definierte Hardware-Statistiken an. Für den Bau werden ein Adafruit ESP32 Feather mit 2 MB PSRAM, ein eInk Breakout Friend sowie ein kompatibles E-Ink-Panel benötigt. Die Materialkosten für den Eigenbau liegen zwischen 80 und 83 Euro. Der Zubehörhersteller JSAUX hat bereits bestätigt, noch in diesem Jahr eine fertige kommerzielle Version des Moduls auf den Markt zu bringen.

Die Veröffentlichung der offiziellen Dateien folgt auf die Absage eines „Companion Cube"-Designs durch den Zubehörhersteller Dbrand. Dieses Projekt war offenbar gescheitert, nachdem Valve die nötigen rechtlichen Genehmigungen verweigert hatte.

Steam Machine: Zwei Modelle, ein Ökosystem

Anzeige

Eigenbau statt Fertigmodul: Mit der offiziellen Valve-Anleitung bauen Sie Ihr E-Ink-Display selbst. Die Stückliste und Bezugsquellen sparen Ihnen Geld – und Sie haben volle Kontrolle. Bauanleitung per E-Mail sichern

Die neuen Hardware-Entwicklungen untermauern Valves breit angelegtes Comeback im Konsolenmarkt. Die neue Steam Machine ist in zwei Ausführungen erhältlich: Das Basismodell mit 512 GB Speicher kostet 970 Euro, die 2-TB-Version liegt bei 1.250 Euro. Angetrieben werden die Systeme von maßgeschneiderten AMD Zen 4-Prozessoren und RDNA 3-Grafikeinheiten mit 8 GB dediziertem VRAM. Beide Modelle verfügen über 16 GB DDR5-RAM.

Neben den Konsolen und dem Steam Frame-Headset bringt Valve auch den Steam Controller zurück in sein Hardware-Universum. Um der erwarteten Nachfrage gerecht zu werden und Scalper fernzuhalten, plant das Unternehmen den Einsatz eines Reservierungssystems – ähnlich wie bei früheren Hardware-Starts.

de | wissenschaft | 69685491 |