Intel Core Ultra Series 3: Panther Lake zeigt Gaming-Stärke im 18A-Test
Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 03:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In aktuellen Tests zur Gaming-Performance der neuen Prozessorgeneration Intel Core Ultra Series 3, die unter dem Codenamen Panther Lake firmiert, erzielt die Architektur Anfang August 2026 Ergebnisse, die auf eine hohe Eignung für kompakte Gaming-Notebooks hindeuten. In Kombination mit einer mobilen RTX 4050 Grafikkarte demonstrierte der SoC eine starke Leistungsfähigkeit, die speziell auf die Anforderungen dünner und leichter Geräte zugeschnitten ist.
Technologische Basis im 18A-Verfahren
Die Panther-Lake-Architektur markiert einen technologischen Wendepunkt für den Chiphersteller, da sie als erster Client-SoC im 18A-Prozess (1,8 Nanometer) gefertigt wird. Dabei kommen neue Fertigungstechnologien wie RibbonFET (Gate-All-Around) und PowerVia (Backside Power) zum Einsatz. Diese Innovationen zielen darauf ab, Leckströme um 40 Prozent zu reduzieren und die Packungsdichte um 5 bis 10 Prozent zu steigern. Im direkten Vergleich zum Intel-3-Verfahren verspricht die neue Struktur ein Leistungsplus von bis zu 15 Prozent sowie eine um 30 Prozent höhere Dichte.
Die Prozessoren der Core Ultra Series 3 basieren auf einer Kombination aus Cougar Cove P-Cores und Darkmont E-Cores. Die Konfigurationen umfassen laut Herstellerangaben 8 bis 16 Kerne. Ein wesentlicher Bestandteil ist die neue integrierte Grafikeinheit Arc Xe3 (Celestial), die über 12 Xe-Kerne und dedizierte Raytracing-Einheiten verfügt.
Fokus auf KI-Leistung und Benchmarks
Für die Verarbeitung von Anwendungen mit künstlicher Intelligenz integriert Intel eine NPU (Neural Processing Unit), die eine Leistung von 50 TOPS erreicht. Die Gesamtsystemleistung für KI-Berechnungen wird mit bis zu 180 TOPS beziffert.
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Erste Messergebnisse aus konkreten Hardware-Implementierungen verdeutlichen das Potenzial. In einem Test des Mini-PCs NucBox EVO-T2S von GMKtec, der mit einem Intel Core Ultra X7 358H ausgestattet ist, wurden im Cinebench 2024 ein Multi-Core-Wert von 1096 und ein Single-Core-Wert von 123 Punkten erreicht. Dieses Modell verfügt über 16 Kerne und 16 Threads bei einer Boost-Taktung von 4,8 GHz und einer Arc B390 iGPU. Der Preis für dieses System wird mit 2099 US-Dollar angegeben.
Auch mobile Workstations nutzen die neue Chip-Generation bereits. Das Lenovo ThinkPad P14s Gen 7, ausgestattet mit einem Core Ultra 7 366H und 64 GB LPCAMM2-Speicher, erreichte im PCMark 10 einen Wert von 9.083 Punkten. Die Akkulaufzeit dieses Modells wurde in Tests mit 15 Stunden und 52 Minuten gemessen. Der Preis für die Konfiguration beläuft sich auf 4.703,16 US-Dollar.
Markteinführung und industrielle Partnerschaften
Der offizielle Marktstart der Core Ultra Series 3 ist für Januar 2026 vorgesehen. Die Produktion erfolgt unter anderem in der Fab 52 im US-Bundesstaat Arizona. Flankiert wird die Entwicklung durch massive Investitionen: Die US-Regierung beteiligt sich mit 8,9 Milliarden US-Dollar, was einem Anteil von 10 Prozent entspricht. Zudem investieren Nvidia 5 Milliarden US-Dollar und SoftBank 2 Milliarden US-Dollar in Intel.
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Neben dem Privatkundenmarkt adressiert Intel mit Panther Lake auch den Behördensektor. So wurde ein RAMP-C-Programm mit dem US-Verteidigungsministerium abgeschlossen. In diesem Kontext arbeitet das Unternehmen auch mit Partnern wie Fortinet und Rosaic zusammen, wobei letztere auf Intels Atom-Technologie setzen.
Für den Einsatz in ultramobilen Business-Geräten hat ASUS das ExpertBook Ultra vorgestellt. Das Gerät nutzt einen Core Ultra X9 der Series 3, bringt lediglich 0,99 Kilogramm auf die Waage und ist mit 10,9 Millimetern Gehäusetiefe besonders flach konstruiert, wobei die CPU mit einer Leistungsaufnahme von 50 Watt betrieben wird.
