USA, Computer

Intel: KapazitÀts-EngpÀsse bremsen Wachstum

22.01.2026 - 22:46:00

Intel sieht sich nach radikalen Einschnitten auf den Weg aus der Krise - doch LieferengpÀsse bremsen das GeschÀft.

Der Chipkonzern Intel wird auf seinem Sanierungskurs von LieferengpĂ€ssen gebremst. Die Umsatzprognose von 11,7 bis 12,7 Milliarden Dollar fĂŒr das laufende Quartal enttĂ€uschte die Wall Street: Die Intel-Aktie fiel im nachbörslichen US-Handel zeitweise um mehr als zehn Prozent.

Finanzchef David Zinsner sagte in einer Telefonkonferenz mit Analysten, es brauche unter anderem Zeit, die ProduktionskapazitĂ€ten bei der neuen Chipgeneration von Intel hochzufahren. In dieser Situation wolle Intel in den kommenden Monaten bevorzugt die starke Nachfrage nach Technik fĂŒr Rechenzentren bedienen. Der Konzern habe den Bedarf in dem Bereich bei seinen Planungen unterschĂ€tzt. 

Analyst Jay Goldberg von Seaport Research verwies im US-Sender CNBC auch auf die Knappheit bei Speicherchips, wegen der weniger PCs mit Intel-Chips gebaut werden könnten. Grund fĂŒr die EngpĂ€sse ist, dass der Bedarf an Speicher fĂŒr KI-Rechenzentren die ProduktionskapazitĂ€ten strapaziert.

Im vergangenen Quartal ĂŒbertraf Intel noch die Erwartungen der Analysten trotz eines UmsatzrĂŒckgangs und roter Zahlen. Die Erlöse fielen im Jahresvergleich um vier Prozent auf 13,7 Milliarden Dollar. Unterm Strich gab es einen Verlust von 591 Millionen Dollar nach roten Zahlen von 126 Millionen Dollar im Vorjahresquartal.

Kursanstieg nach US-Beteiligung

Intel versucht unter dem seit knapp einem Jahr amtierenden Chef Lip-Bu Tan, unter anderem durch Kostensenkungen aus der Krise zu kommen, und gab dafĂŒr unter anderem die PlĂ€ne zum Bau eines Werks in Magdeburg auf. Im August bekam der US-Staat nach Druck von PrĂ€sident Donald Trump einen Anteil von rund zehn Prozent an Intel als Gegenleistung fĂŒr zuvor unentgeltlich zugesagte Milliarden-Subventionen. Der Intel-Aktienkurs verdoppelte sich seitdem.

Intel dominierte einst den Halbleiter-Markt, kĂ€mpft aber seit Jahren mit Problemen. Vor allem im GeschĂ€ft mit Chips fĂŒr KĂŒnstliche Intelligenz eroberte der Grafikkarten-Spezialist Nvidia eine Spitzenposition. Zudem steht Intel auch unter Druck im angestammten GeschĂ€ft mit PC-Prozessoren und Chips fĂŒr Rechenzentren.

@ dpa.de

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