Apple, Sicherheitslücken

iOS 26.6: Apple schließt über 100 Sicherheitslücken auf einmal

Veröffentlicht am: 27.07.2026 um 23:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Apples massive Sicherheitsupdates beheben über 100 Lücken in iOS, iPadOS und macOS. Neue Bedrohungen wie AirDrop-Exploits und Krypto-Malware SparkKitty werden adressiert.

Apple schließt über 100 Sicherheitslücken mit iOS 26.6 Update
Leuchtendes digitales Schild-Symbol auf Smartphone-Bildschirm für mobile Cybersicherheit und Datenschutz. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der iPhone-Konzern reagiert mit einem massiven Update-Paket auf akute Bedrohungen – von AirDrop-Schwachstellen bis zu raffinierter Krypto-Malware.

Apple hat am heutigen Montag umfangreiche Sicherheitsupdates für seine Betriebssysteme veröffentlicht. iOS 26.6, iPadOS 26.6 und macOS Tahoe 26.6 schließen insgesamt weit über 100 Sicherheitslücken. Allein auf dem Mac wurden mehr als 150 Schwachstellen behoben, auf dem iPhone über 75. Besonders brisant: Eine Attacke auf die Game Center-Sandbox und ein Fehler, der unautorisierten Zugriff auf Kontaktdaten ermöglichte.

Gefahr aus der Luft: AirDrop und Quick Share unter Beschuss

Die Sicherheit von Funk-Schnittstellen rückt zunehmend in den Fokus der Branche. Forscher des CISPA Helmholtz-Zentrums deckten Ende Juni gleich sechs Schwachstellen in Apples AirDrop und Googles Quick Share auf. Ein Angreifer braucht demnach nur ein WLAN-fähiges Notebook und eine Reichweite von zehn bis 30 Metern.

Die Folgen für Apple-Nutzer sind gravierend: Bestimmte Exploits legen nicht nur AirDrop lahm, sondern reißen auch AirPlay, Handoff, die universelle Zwischenablage und Continuity Camera mit in den Absturz. Auf Android-Seite können Angreifer Sicherheitsprotokolle umgehen und Dateien abfangen oder manipulieren. Experten raten, die Sichtbarkeit auf „Nur Kontakte" zu beschränken – oder die Funktionen in der Öffentlichkeit ganz zu deaktivieren.

SparkKitty: Krypto-Malware durchsucht Fotoalben

Parallel zu den Protokoll-Lücken treibt eine neue Schadsoftware ihr Unwesen. Kaspersky analysierte den Trojaner SparkKitty, der seit Februar 2024 aktiv ist und im Juni 2025 entdeckt wurde. Das Schadprogramm scannt gezielt Fotoalben nach Screenshots von Kryptowährungs-Seed-Phrasen – und nutzt dafür Texterkennung (OCR).

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Die Verbreitung lief über kompromittierte Apps: „?coin" im Apple App Store und „SOEX" bei Google Play, das über 10.000 Installationen verzeichnete. Auch manipulierte Versionen populärer Sozialer Netzwerke dienten als Einfallstor. Betroffen sind vor allem Nutzer in China und Südostasien. Beide Konzerne haben die schädlichen Apps inzwischen entfernt.

Sicherheitsbranche rüstet auf: SBOMs und KI-Suche

Um der wachsenden Komplexität von Bedrohungen Herr zu werden, setzen Sicherheitsfirmen auf neue Methoden. Lookout MSEC erstellt aus App-Binärdateien sogenannte Software-Stücklisten (SBOM). Damit identifizierten die Experten eine kritische Schwachstelle in der WolfSSL-Bibliothek, die auf über einer Milliarde Geräten installiert ist. Künftig soll KI-gestützte Suche helfen, bislang unbekannte Lücken aufzuspüren.

Dass selbst fortschrittlichste Authentifizierung keine Garantie ist, zeigt ein Vorfall vom vergangenen Samstag: Der X-Account des Bankr-Protokolls wurde trotz Passkey-Sicherheit gekapert. Die Angreifer verbreiteten betrügerische Airdrop-Links und ließen den Kurs des dazugehörigen $BNKR-Tokens einbrechen. Das Protokoll selbst blieb sicher.

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Samsung und Google: Updates und neue Standards

Auch Samsung reagiert: Der koreanische Hersteller rollt das Juli-Update für die Galaxy A57 und A27 aus und schließt 57 Schwachstellen. Gleichzeitig treibt die Industrie die Interoperabilität voran. Googles Quick Share unterstützt inzwischen Peer-to-Peer-Übertragungen zum iPhone – sofern Bluetooth und WLAN aktiv sind.

Und ein Blick in die Zukunft: Leaks zu Samsungs One UI 9 deuten auf eine „Tap to Share"-Funktion per NFC hin. Das Feature erinnert an etablierte Nahbereichs-Lösungen anderer Hersteller und dürfte Teil des Übergangs zu Android 17 werden.

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