Apple, Sicherheitslücken

iOS 27.2: Apple behebt 141 Sicherheitslücken und erweitert Siri

Veröffentlicht am: 07.11.2026 um 07:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das iPhone-Update bündelt Siri-Sperren, ergänzt Nachrichten um KI-Aktionen und kennzeichnet KI-bearbeitete Fotos unsichtbar.
Minimalistischer, moderner Innenraum mit weichem Tageslicht und klaren Schatten an einer weißen Wand. Illustration mit AI erstellt.

Apple hat mit der Veröffentlichung von iOS 27.2 am 26. Oktober 2026 umfassende Änderungen an den Systemeinstellungen und Kernfunktionen für das iPhone eingeführt.

Das Softwareupdate erweitert insbesondere die Steuerungsmöglichkeiten für Siri, integriert automatisierte Handlungsvorschläge in die Nachrichten-App und überträgt Apple-TV-Nutzerprofile direkt auf das Smartphone. Neben funktionalen Neuerungen schließt die Aktualisierung zahlreiche Sicherheitslücken.

Zentralisierte Ausschlussliste für Siri und KI-Funktionen

Mit dem Update strukturiert Apple die Berechtigungen für Siri neu. Bisherige Zugriffskontrollen, die über mehrere Untermenüs verteilt waren, weichen einer gebündelten Ausschlussliste. Unter dem Pfad für Einstellungen und Siri können Anwender über den Menüpunkt für ausgeschlossene Anwendungen festlegen, welche Programme für die Assistenzfunktion gesperrt bleiben sollen.

Die Verwaltung erfolgt über eine Mehrfachauswahl. Wird eine Anwendung wie beispielsweise Messages auf diese Liste gesetzt, unterbindet das System nach Angaben der Electronic Freedom Foundation das Mitlesen und Beantworten von Nachrichten durch Siri AI. Zudem wird die Erfassung von Bildschirminhalten in den betreffenden Apps deaktiviert. Die Konfiguration lässt sich nachträglich anpassen und rückgängig machen.

Kontextbezogene Aktionen in der Nachrichten-App

In der Nachrichten-App führt iOS 27.2 sogenannte vorgeschlagene Aktionen ein. Dabei analysiert Apple Intelligence eingehende Texte direkt auf dem Gerät und platziert entsprechende Schaltflächen unterhalb der Chatblase.

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Diese Ein-Tipp-Buttons sind für fünf Kategorien standardmäßig aktiv: das Hinzufügen zu Kalender, Erinnerungen oder Notizen, die Anzeige in Karten sowie die Nachverfolgung von Flügen und Paketen anhand von Kennnummern inklusive Live-Status.

Die Funktion ist auf iMessage-Unterhaltungen mit blauen Chatblasen beschränkt und verknüpft ausschließlich Apples eigene Anwendungen, nicht jedoch Unterhaltungen zwischen iPhone und Android. In den Einstellungen der Nachrichten-App lassen sich die einzelnen Kategorien bei Bedarf separat aktivieren oder deaktivieren.

Nutzerprofile für Apple TV und Neuerungen bei Multimedia

Erstmals stehen Apple-TV-Nutzerprofile nicht mehr nur unter tvOS zur Verfügung, sondern lassen sich auch auf dem iPhone nutzen. Dies ermöglicht personalisierte Empfehlungen, separate Weiterschauen-Listen sowie spezifische Inhaltsbeschränkungen für Kinder direkt auf dem Mobilgerät.

Für FaceTime beinhaltet das Update unter anderem eine Dual-Capture-Funktion für Videoanrufe inklusive Gruppen, bei der beide Kameras gleichzeitig genutzt werden können. Auf dem iPhone 17 und neueren Modellen steht dafür ein Wechsel-Button bereit.

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Zudem werden externe Gebärdensprachdolmetscher und Live-Untertitel unterstützt, während auf dem iPhone Duo eine Randbeleuchtung mit einstellbarer Helligkeit und Farbtemperatur integriert wurde. In CarPlay präsentiert sich Apple Music mit einer überarbeiteten Navigationsleiste in Schwarz und Weiß anstelle der bisherigen roten Akzente.

Sicherheitsverbesserungen und Kennzeichnung bearbeiteter Bilder

Das Update behebt 141 Programmierfehler und Sicherheitslücken, darunter Schwachstellen, die Dritten potenziell Datenzugriff oder das Ausführen von Schadcode ermöglicht hätten. Zudem erweitert Apple die Sprachunterstützung für Siri AI und aktualisiert Funktionen rund um Bildschirmzeit und Kindersicherung.

Ab iOS 27.2 versieht Apple zudem Fotos, die mithilfe von künstlicher Intelligenz bearbeitet wurden, mit einem unsichtbaren SynthID-Wasserzeichen. Diese Kennzeichnung betrifft Funktionen wie das Bereinigen, Erweitern und das räumliche Neuausrichten in der Fotos-App sowie Werkzeuge wie Image Playground und Image Wand. Die Markierung lässt sich über entsprechende Detektoren nachweisen.

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