iOS 27: Apple öffnet Siri für ChatGPT und Gemini im September
Veröffentlicht am: 03.08.2026 um 07:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Apple steht vor der größten Siri-Revolution seit Jahren: Mit iOS 27 bekommt der Sprachassistent generative KI-Fähigkeiten und öffnet sich erstmals für Drittanbieter-Modelle. Die finale Version erscheint im September 2026 – pünktlich zum Führungswechsel beim iPhone-Hersteller.
Vom geschlossenen System zur KI-Plattform
Der Konzern vollzieht mit dem Update einen strategischen Kurswechsel. Statt ausschließlich auf eigene Technologien zu setzen, wird Siri künftig auch auf externe KI-Modelle zugreifen. Dazu zählen OpenAI's ChatGPT und Googles Gemini, das seit Januar 2026 als Kernkomponente für die cloudbasierte Verarbeitung dient. Die Details präsentierte Apple bereits auf der Entwicklerkonferenz im Juni.
Das Herzstück bilden die hauseigenen Apple Foundation Models (AFM 3). Sie laufen direkt auf dem Gerät und sind mit drei beziehungsweise 20 Milliarden Parametern speziell auf den neuen A19-Pro-Chip zugeschnitten. Die verbesserte Siri-Version versteht Bildschirminhalte, analysiert Dokumente und führt komplexe Aktionen über mehrere Apps hinweg aus. In aktuellen Beta-Versionen meistert sie bereits fortlaufende Dialoge und setzt per Sprachbefehl Bildbearbeitungen um – etwa das Nachschärfen oder Freistellen von Fotos.
Für den chinesischen Markt erhielt Apple am 15. Juli die Zulassung für seine KI-Dienste. Dort kommen jedoch nicht die westlichen Modelle zum Einsatz, sondern Lösungen von Alibaba und Baidu. In der Europäischen Union und China wird das volle Siri-AI-Paket zum Start voraussichtlich nicht verfügbar sein.
Neues Design, neue Gesten
Mit iOS 27 endet eine Ära: Erstmals seit 2011 ändert Apple die Bedienung des Benachrichtigungszentrums. Wer künftig von der oberen Bildschirmmitte nach unten wischt, öffnet die Siri-AI-Oberfläche. Das Benachrichtigungszentrum wandert dafür in die obere linke Ecke. Die Umstellung folgt der neuen Designsprache „Liquid Glass" und rückt die KI-Interaktion in den Mittelpunkt.
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Die Basisversion von iOS 27 läuft auf dem iPhone 11 und neueren Modellen. Die erweiterten Siri-AI-Funktionen verlangen jedoch mindestens ein iPhone 15 Pro. Besonders anspruchsvolle Features wie expressive Sprachmodelle und erweiterte visuelle Intelligenz bleiben den kommenden Top-Modellen iPhone 17 Pro, Pro Max und dem neuen iPhone Air vorbehalten. Diese Geräte unterstützen zudem „Expressive Voices" – Nutzer können Akzent, Geschlecht und Sprechtempo der Assistentin mit verbesserter Natürlichkeit anpassen.
Kostenfrage und Führungswechsel
Der Zugang zu den KI-Grundfunktionen bleibt kostenlos. Doch wer die Dienste intensiv nutzt, muss womöglich künftig für ein iCloud+-Abo zahlen. Das bestätigte die Konzernführung im Rahmen der Quartalszahlen am 30. Juli. Der Grund: Die privaten Cloud-Rechenzentren verursachen erhebliche Kosten.
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Der Start von iOS 27 fällt mit einem Generationenwechsel an der Konzernspitze zusammen. Am 1. September übernimmt John Ternus das Amt des CEO. Er tritt in einem wirtschaftlich starken Umfeld an: Apple meldete für das Juni-Quartal einen Rekordumsatz von umgerechnet rund 96 Milliarden Euro.
Juristische Baustellen
Parallel zur KI-Offensive kämpft Apple an mehreren rechtlichen Fronten. Der Konzern verklagte OpenAI wegen angeblichen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen. In den USA einigte sich Apple zudem auf einen Vergleich über 250 Millionen Dollar (rund 220 Millionen Euro) in einer Sammelklage. Dabei geht es um Käufer von iPhone-15-Pro- und iPhone-16-Modellen, die zwischen Juni 2024 und März 2025 erworben wurden. Der Vorwurf: irreführende Werbung für Apple-Intelligence-Funktionen. Betroffene Kunden können mit Zahlungen zwischen 25 und 95 Dollar pro Gerät rechnen.
Ausblick
Die finale Version von iOS 27 erscheint am 14. September – voraussichtlich zusammen mit den neuen iPhone-Modellen. In den Folgemonaten sollen weitere gesundheitsbezogene KI-Funktionen folgen, darunter Blutzuckermessung und kamerabasierte Trainingsüberwachung.
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