iPhone 18: A20-Chip kostet 280 Dollar – 80% Preissprung
28.06.2026 - 05:42:21 | boerse-global.de
Branchenanalyst Ming-Chi Kuo hat Ende Juni 2026 detaillierte Einblicke in Apples Chip-Strategie gegeben. Die kommenden A20- und A20-Pro-Prozessoren fĂĽr das iPhone 18 werden deutlich mehr Arbeitsspeicher erhalten, um die wachsenden Anforderungen der KĂĽnstlichen Intelligenz zu stemmen. Gleichzeitig explodieren die Produktionskosten.
Basis bekommt 9GB – Pro-Modelle setzen auf 12GB
Die Standardmodelle iPhone 18 und iPhone 18e, die in der ersten Jahreshälfte 2027 erscheinen sollen, erhalten einen Sprung auf 9 Gigabyte DRAM. Das sind zwei Gigabyte mehr als die Vorgängergeneration mit A19-Chip. Technisch setzt Apple dabei auf sechs 1,5-Gigabyte-Bausteine – eine Abkehr von den bisherigen vier 2-Gigabyte-Modulen.
Die Pro- und Ultra-Modelle, die bereits im September 2026 erwartet werden, bleiben bei 12 Gigabyte DRAM. Allerdings mit einer komplexeren Architektur: Acht 1,5-Gigabyte-Chips kommen hier zum Einsatz. Der A20 Pro setzt zudem auf ein neuartiges Wafer-Level-Multi-Chip-Modul (WMCM). Diese Verpackungstechnologie ersetzt das bisherige Package-on-Package-Verfahren und ermöglicht in Kombination mit LPDDR6-Speicher und einem 96-Bit-Bus deutlich höhere Datenübertragungsraten – essenziell für Apples wachsende Neural Engine.
iOS 27 als KI-Treiber
Der Speicherausbau hat einen klaren Treiber: Apple Intelligence. Berichten zufolge wird das kommende iOS 27 für seine fortschrittlichsten KI-Funktionen satte 12 Gigabyte RAM benötigen. Das wirft die Frage auf: Reichen die 9 Gigabyte der Basis-iPhones für Siri der nächsten Generation?
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Apple hat in der Vergangenheit bereits Funktionen nach Hardware-Leistung gestaffelt. So blieben bestimmte KI-Features dem iPhone 17 mit 8 Gigabyte vorenthalten. Die Entscheidung, dem Basismodell „nur“ 9 statt 12 Gigabyte zu spendieren, deutet auf einen strategischen Spagat zwischen Leistungsanspruch und Kostenkontrolle hin.
Explodierende Kosten: 80 Prozent teurer
Der Preis für den technischen Fortschritt ist enorm. Der A20-Chip, gefertigt im 2-Nanometer-Verfahren, kostet schätzungsweise 280 US-Dollar pro Einheit – das entspricht einem Anstieg von 80 Prozent gegenüber der Vorgängergeneration. Die neue Fertigungstechnologie bringt zwar 15 Prozent mehr Geschwindigkeit und 30 Prozent höhere Effizienz, belastet aber die Lieferkette massiv.
Hinzu kommt ein volatiler Speichermarkt. Die Preise für LPDDR5X-12GB-DRAM sind von rund 120 Dollar im ersten Quartal 2025 auf 145 Dollar im zweiten Quartal 2026 gestiegen. Die Folge: Speicher macht beim iPhone 18 Pro (256 GB) inzwischen 27 Prozent der gesamten Materialkosten aus – ein drastischer Anstieg von nur 9 Prozent bei früheren Modellen.
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Apple sucht Ausweg bei umstrittenem Zulieferer
Um die Kosten zu drücken, verhandelt Apple offenbar mit der Trump-Administration über den Zugang zu DRAM von CXMT – einem chinesischen Hersteller, der auf der Pentagon-Schwarzen Liste steht. CXMT will bis Ende 2026 eine Produktionskapazität von 300.000 Wafern pro Monat erreichen. Ob die Regierung grünes Licht gibt, ist unklar.
Hardware-Upgrades und Börsenbewertung
Neben dem neuen Chip bringen die iPhone-18-Pro-Modelle weitere Neuerungen: eine neue Farbe „Dark Cherry“, eine 24-Megapixel-Frontkamera, eine variable Blende für die Hauptlinse sowie Akkus mit Kapazitäten von bis zu 5.200 mAh.
Die Apple-Aktie notierte Ende Juni 2026 bei rund 283,78 Dollar. Analysten sehen den Kurs leicht über dem fairen Wert. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von 34,31 liegt deutlich über dem Fünfjahres-Median von 30,02 – ein Zeichen für die hohen Erwartungen an den bevorstehenden KI-getriebenen Hardware-Zyklus. Apples A20-Roadmap sieht bereits 1,4-Nanometer-Chips für 2028 vor.
