iPhone 18 Pro: Apple plant Preisaufschlag bis 20 Prozent
Veröffentlicht am: 08.09.2026 um 13:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Apple lädt für den 9. September 2026 um 10 Uhr PDT zu einem Event unter dem Motto „Surprise and Shine“, bei dem die iPhone-18-Pro-Serie vorgestellt werden soll. Im Vorfeld verdichten sich Branchenanalysen, wonach die neuen Modelle spürbar teurer werden als ihre Vorgänger – Schätzungen reichen von 10 bis 20 Prozent Preisaufschlag, getrieben durch steigende Komponenten- und Speicherkosten.
Speicherkosten als Preistreiber
Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens TrendForce sind die Speicherkosten für das iPhone 18 Pro mit 256GB im dritten Quartal 2026 im Jahresvergleich um rund 400 Prozent gestiegen.
Die RAM-Kosten legten demnach um 272 Prozent zu, die Speicherkosten um 292 Prozent. In der Folge steige die Bill of Materials (BOM) für das 256GB-Modell der iPhone-18-Pro-Serie laut TrendForce um 38 Prozent auf 730 US-Dollar.
Um die volle Marge zu halten, müsste Apple die Endpreise laut TrendForce eigentlich um 270 US-Dollar anheben. Die Marktforscher gehen jedoch davon aus, dass Apple einen Teil der Kostensteigerungen selbst absorbiert. TrendForce zufolge behalten iPhone 18 Pro und Pro Max die 256GB-Startkapazität bei, was die Preiserhöhung aufgrund der Speicherkosten praktisch unausweichlich mache.
Konkrete Preisschätzungen
TrendForce beziffert die erwarteten Startpreise für das iPhone 18 Pro auf 1.249 bis 1.299 US-Dollar – der Vorgänger iPhone 17 Pro mit 256GB startete bei 1.099 US-Dollar. Für das Pro Max werden 1.349 bis 1.399 US-Dollar erwartet, gegenüber 1.199 US-Dollar beim Vorgängermodell.
Die Investmentbank KeyBanc geht in einer Analyse von einem Preisaufschlag von 150 US-Dollar für das iPhone 18 Pro (auf 1.249 US-Dollar) sowie von 200 US-Dollar für das Pro Max (auf 1.399 US-Dollar) aus. Ein iPhone Ultra solle demnach ab 2.199 US-Dollar starten.
KeyBanc vergab für die Apple-Aktie das Rating „Underweight“ mit einem Kursziel von 250 US-Dollar bei einem aktuellen Kurs von 324,96 US-Dollar. Die Analysten verwiesen zudem darauf, dass die Apple-Aktie historisch im Schnitt um 0,72 Prozent am Tag eines Events und um 1,22 Prozent innerhalb von fünf Tagen danach nachgibt – ein Muster, das sich auch beim bevorstehenden Termin wiederholen könnte.
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Analyst Jeff Pu von GF Securities rechnet mit einem Preisaufschlag von 200 bis 300 US-Dollar für die iPhone-18-Pro-Modelle. Berichten von Newsweek und der Washington Post zufolge gehen Analysten von einer Preiserhöhung von mindestens 100 US-Dollar aus – zur Einordnung wird darauf verwiesen, dass Apple bereits im Juni die Preise für Mac und iPad um bis zu 500 US-Dollar angehoben hatte.
Regionale Preisunterschiede
Auch außerhalb der USA zeichnen sich Preissteigerungen ab. In Frankreich und Deutschland könnte das iPhone 18 Pro mit 256GB laut einer Schätzung zwischen 1.429 und 1.559 Euro kosten, das Pro Max mit 256GB zwischen 1.599 und 1.739 Euro; die 2TB-Version könnte bis zu 2.939 Euro erreichen. Für Spanien werden Startpreise von 1.419 Euro für das Pro-Modell und 1.569 Euro für das Pro Max genannt.
In China soll der Startpreis des iPhone 18 Pro bei 9.999 Yuan liegen, ein Aufschlag von 1.000 Yuan gegenüber dem Vorgänger. Das Pro Max mit 256GB könnte demnach rund 11.000 Yuan kosten, was einem Aufschlag von umgerechnet rund 400 US-Dollar gegenüber dem iPhone 17 Pro Max entspräche.
In Vietnam könnte die iPhone-18-Serie bis zu 15 Prozent teurer werden als das iPhone 17: Das Standardmodell soll um 3,75 Millionen Vietnamesische Dong steigen, das Pro-Max-Modell mit 2TB um 9,6 Millionen Dong auf rund 73,6 Millionen Dong, während Pro- und Pro-Max-Modelle allgemein um 5,2 bis 5,7 Millionen Dong teurer werden könnten.
Apples Lieferkette und Geschäftszahlen
Um die Versorgung mit Speicherchips für die neue iPhone-Generation zu sichern, soll Apple Berichten zufolge einen langfristigen NAND-Deal mit Kioxia finalisieren, dessen Konditionen bislang nicht offengelegt wurden. Zusätzlich soll das Unternehmen nach günstigeren Speicherlieferanten suchen.
Der iPhone-Umsatz belief sich im zweiten Quartal 2026 auf 54,252 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 22 Prozent im Jahresvergleich, und machte damit 49,6 Prozent des Nettoumsatzes aus. Die Produkt-Bruttomarge lag im dritten Fiskalquartal 2026 bei rund 40,1 Prozent, die Servicemarge bei rund 75,6 Prozent.
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Technische Neuerungen und Zeitplan
Für die iPhone-18-Pro-Serie werden technische Neuerungen erwartet, darunter ein A20-Pro-Chip in 2-Nanometer-Fertigung, 12GB RAM, ein neues Modem C2, ein größerer Akku sowie eine variable Blende, die möglicherweise nur dem Pro Max vorbehalten bleibt. Neu im Farbsortiment sollen die Töne Dark Cherry, Sky Blue sowie Schwarz sein, während Silber entfällt.
Apple plant den Marktstart offenbar in zwei Wellen: Die Pro-Modelle sowie ein faltbares Gerät sollen im September folgen, während Standardmodelle erst 2027 erscheinen sollen. Der Termin für Vorbestellungen könnte sich Berichten zufolge vom 11. auf den 18. September verschieben.
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