Duo, Fake-Shops

iPhone Duo: Fake-Shops locken mit 25 Prozent Rabatt und sammeln Daten

Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 05:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Kaspersky warnt vor internationalen Betrugsseiten, die mit Scheinrabatten und falschen Verfügbarkeitsprüfungen persönliche Daten abgreifen.
Ein dunkler, moderner Arbeitsplatz bei Nacht mit einem leeren Schreibtisch, der durch das schwache Licht eines Straßenfensters beleuchtet wird. Illustration mit AI erstellt.

Gefälschte Online-Shops locken Verbraucher derzeit mit drastischen Preisnachlässen auf das neue Apple iPhone Duo, um Zahlungs- und Kontaktdaten abzugreifen.

Nach dem offiziellen Marktstart des Geräts am 23. Oktober 2026 nutzen Kriminelle die angespannte Liefersituation und das hohe Interesse gezielt aus. Wie Sicherheitsexperten von Kaspersky mitteilen, treten die betrügerischen Plattformen in mehreren Sprachen auf und versuchen Käufer mit vermeintlichen Sonderangeboten um ihr Geld zu bringen.

Im Zentrum einer besonders aggressiven Masche steht ein angeblicher Nachlass von 25 Prozent. Konkret offerierte ein englischsprachiger Fake-Shop die Ausführung mit 256 Gigabyte Speicherplatz für USD 1.499,25 statt des regulären US-Listenpreises von USD 1.999. Um zusätzlichen Druck aufzubauen, war die Seite im bekannten Apple-Design gestaltet und mit einem ablaufenden 30-Minuten-Countdown versehen.

Anstelle eines regulären Bezahlvorgangs fragte der Bestellprozess lediglich Kontaktdaten und Lieferadresse ab. Die Zahlungsabwicklung sollte laut den Betreibern zu einem späteren Zeitpunkt durch einen zuständigen Mitarbeiter geklärt werden.

Internationale Kampagnen mit unterschiedlichen Vorgehensweisen

Die Betrugsversuche beschränken sich nicht auf den englischsprachigen Raum. Ein deutschsprachiger Klon listete das iPhone Duo ab einem Betrag von EUR 2.099 und täuschte eine direkte Weiterleitung zu Apple vor. Andere Portale setzten auf mehrsprachige Benutzeroberflächen mit Währungsauswahl und ähnlichen Verweisen auf den Hersteller.

In Südamerika setzen Betreiber auf eine persönliche Kontaktaufnahme abseits der Webseiten. Ein portugiesischsprachiger Auftritt unter dem Namen Tecstore verlangte von Kaufinteressenten die Angabe einer E-Mail-Adresse sowie einer WhatsApp-Nummer, vorgeblich zur Prüfung der Verfügbarkeit. In Brasilien drängten gefälschte Seiten die Besucher nach Übermittlung der Basisdaten gezielt in private WhatsApp-Chats, um dort weitere Schritte einzuleiten.

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Hohe Nachfrage und Lieferengpässe begünstigen Betrug

Hintergrund der Maschen ist die schlechte Verfügbarkeit des Smartphones. Die Nachfrage nach dem iPhone Duo war so hoch, dass die Geräte unmittelbar zu Beginn der Vorbestellphase nahezu restlos vergriffen waren. Viele Interessenten müssen sich auf Wartezeiten bis ins nächste Jahr einstellen. In Malaysia, wo das 256-GB-Modell offiziell ab RM 9.499 gelistet wird, weisen Online-Bestellungen bei Apple Liefertermine bis Ende Januar 2027 aus.

Olga Altukhova von Kaspersky betonte, dass der enorme Hype um neue Flaggschiff-Geräte eine Dringlichkeit erzeuge, die die Wachsamkeit potenzieller Käufer spürbar herabsetze. Gerade Kunden, die bereit seien, hohe Summen für Spitzenmodelle auszugeben, stellten für Cyberkriminelle ein lukratives Ziel dar.

Erkennungsmerkmale und Vorsichtsmaßnahmen

Kaspersky stuft überhöhte Rabatte, künstliche Countdown-Zähler, auffällige Webadressen sowie eine Verlegung der Kommunikation auf externe Kanäle als eindeutige Warnsignale ein. Ebenso deute die Vertagung der Zahlungsabsprache auf kriminelle Absichten hin.

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Verbrauchern wird geraten, Neugeräte ausschließlich über autorisierte Händler zu beziehen und die Adresszeile im Browser stets auf Manipulationen zu kontrollieren. Zudem sollten so wenige persönliche Angaben wie möglich preisgegeben und Zahlungen nach Möglichkeit über virtuelle Zahlungskarten sowie mit aktiver Zwei-Faktor-Authentifizierung abgewickelt werden.

Dass Schutzmechanismen solche Seiten wirksam erfassen können, zeigte eine Überprüfung im Jahr 2025: Beim Test zur Erkennung von Fake-Shops durch die Organisation AV-Comparatives hatte Kaspersky Premium die Zertifizierung als Approved erhalten.

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