iPhone Duo: Risse im Innendisplay, Apple tauscht betroffene GerÀte aus
Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 04:42 Uhr | Redaktion boerse-global.deApple ist am 23. Oktober 2026 mit dem iPhone Duo in den Markt fĂŒr faltbare Smartphones eingestiegen. Das GerĂ€t wird zu Preisen ab 1.999 US-Dollar beziehungsweise 2.339 Euro fĂŒr das Modell mit 256 GB Speicher angeboten und reicht in der Spitze bis zu 3.839 Euro fĂŒr eine Variante mit 2 TB.
In Indien kostet das Modell bis zu 5 Lakh Rupien. Erste Praxistests und Kundenberichte beleuchten nun das Design, die BildschirmqualitÀt und erste Herausforderungen im Alltag.
Hohe Nachfrage fĂŒhrt zu LieferengpĂ€ssen
Unmittelbar nach dem Verkaufsstart war das iPhone Duo innerhalb von Minuten vergriffen. Berichten zufolge wurden die ProduktionskapazitĂ€ten um bis zu 30 Prozent angehoben, dennoch reichen die aktuellen Liefertermine bis Ende Januar 2027. Obwohl am Tag der MarkteinfĂŒhrung ein Taifun fĂŒr Störungen sorgte, verzeichneten Telekommunikationsbetreiber anhaltend robuste Absatzzahlen, die durch begrenzte Erstauslieferungen zu einer spĂŒrbaren Knappheit fĂŒhrten. Auch in MĂ€rkten wie der Slowakei meldeten HĂ€ndler und Netzbetreiber eine Nachfrage, die das verfĂŒgbare Angebot ĂŒberstieg.
An den FinanzmĂ€rkten sorgte das DebĂŒt fĂŒr Bewegung: Die Apple-Aktie markierte am Tag der Veröffentlichung ein Allzeithoch und notierte zuletzt bei rund 345 US-Dollar, was einem Zuwachs von etwa 30 Prozent innerhalb von zwölf Monaten entspricht.
Berichte ĂŒber Risse im Innendisplay
Begleitet wurde der Verkaufsstart von ersten technischen HĂŒrden. Wenige Stunden nach dem Verkaufsstart tauchten Berichte ĂŒber SchĂ€den am inneren Bildschirm auf, bei denen Risse und Streifen mittig ĂŒber dem Scharnierbereich auftraten. Am 26. Oktober 2026 bestĂ€tigte Apple entsprechende Probleme bei einer geringen Zahl von GerĂ€ten und begann damit, betroffene Einheiten auszutauschen. Eine genaue Schadenszahl nannte das Unternehmen nicht.
Bei einer Demontage des GerĂ€ts durch Shahram Mokhtari von iFixit wurde vermutet, dass eine flexible Innenschicht gegen ein Scharnierteil drĂŒcken könnte. Möglicherweise fahre die interne MittelstĂŒtze beim Zusammenfalten nicht weit genug herunter, was punktuell starken Druck erzeuge.
Sollten die AusfĂ€lle ĂŒber die kommenden drei Monate anhalten, halte Mokhtari einen ProduktrĂŒckruf fĂŒr denkbar; fĂŒr eine Folgegeneration werde Apple das Design voraussichtlich ĂŒberarbeiten. In einem weiteren Testbericht des Videoproduzenten CuriousHagi brach zudem ein Teil des Scharniers an der Mittelstange.
Titan-GehÀuse und technische Ausstattung
Das GehĂ€use des iPhone Duo besteht aus Titan der Stufe 5 im Farbton Night Sky. Das Scharnier setzt sich aus mehr als 100 Einzelteilen zusammen, verfĂŒgt ĂŒber eine dreidimensional gedruckte Titanabdeckung und hĂ€lt beliebige Winkel von 0 bis 180 Grad mit einem dreistufigen Ăffnungsvorgang.
Entfaltet misst das Smartphone 117,8 x 164,6 x 5,2 Millimeter, zusammengeklappt sind es 117,8 x 84,1 x 11,3 Millimeter bei einem Gewicht von 254 Gramm. Damit fÀllt es 53 Gramm schwerer aus als das Samsung Galaxy Z Fold8, was laut Tests die Bedienung mit einer Hand erschwert.
Das GehĂ€use ist nach IP68 gegen Wasser und Staub geschĂŒtzt (bis zu 6 Meter Tiefe fĂŒr 30 Minuten). Die AuĂenseite nutzt Ceramic Shield 2 mit dreifacher Kratzfestigkeit, wĂ€hrend die innere Polymerschicht um 40 Prozent steifer ausgelegt ist.
Das AuĂendisplay misst 5,4 Zoll bei einer Auflösung von 1.398 x 2.034 Pixeln, was rund 90 Prozent der FlĂ€che des iPhone 18 Pro entspricht. Innen kommt ein 7,6 Zoll groĂes OLED-Panel mit 1.878 x 2.670 Pixeln zum Einsatz.
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Als erstes Smartphone nutzt das GerÀt dort eine Nano-Textur, durch welche die mittige Falte kaum sichtbar bleibt; die matte Schutzfolie ist fest auf dem Innendisplay angebracht. Beide Bildschirme arbeiten adaptiv von 1 bis 120 Hertz und erreichen bis zu 3.000 Nits Spitzenhelligkeit.
Im Inneren arbeiten der A20-Pro-Prozessor und 12 GB Arbeitsspeicher unter dem Betriebssystem iOS 27. Als Hauptkamera dient ein duales System mit zwei 48-Megapixel-Sensoren fĂŒr Weitwinkel und Ultraweitwinkel; ein optisches Teleobjektiv fehlt.
ErgĂ€nzt wird die Optik durch eine 11-Megapixel-Kamera fĂŒr Center Stage sowie eine 4-Megapixel-Kamera unter dem Innendisplay. Zur weiteren Ausstattung gehören Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0 und ein 4.883-mAh-Akku, der kabelgebunden mit bis zu 60 Watt und drahtlos via MagSafe mit 35 Watt geladen werden kann.
Ein Stylus (Apple Pencil mit USB-C) wird unterstĂŒtzt. Auf eine Entsperrung per Gesichtserkennung (Face ID) verzichtet das Modell; stattdessen ist ein Fingerabdrucksensor (Touch ID) im seitlichen Rahmen verbaut, der in Tests leichte Verzögerungen zeigte.
Software-Anpassung und Praxistests
Das Betriebssystem iOS 27 bringt Falt-Animationen, eine runde Statusleiste, ein seitliches Dock und einen StandBy-Modus mit, der auch ohne LadegerĂ€t aktivierbar ist. Eine geteilte Bildschirmansicht unterstĂŒtzt zwei Apps im festen 50/50-Format; frei schwebende Fenster gibt es nicht.
Insgesamt 54 Apps sind laut Berichten bereits an das verÀnderte Layout angepasst, darunter WhatsApp, Instagram, Tesla, Netflix, Zoom, Slack und Detail sowie hauseigene Anwendungen von Apple wie Books oder Keynote.
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Zahlreiche Drittanbieter-Anwendungen wurden jedoch noch nicht fĂŒr das iOS 27.1 Software Development Kit optimiert. Dienste wie Gmail, YouTube, Google Maps, Chrome, Wikipedia, Spotify, Minecraft, Roblox und X zeigen auf dem Innenbildschirm breite schwarze Balken.
Bei Google Pay geriet die BestĂ€tigungsschaltflĂ€che auf dem AuĂendisplay teils an den Rand. Ab April 2027 verlangt Apple im App Store verbindlich optimierte Bildschirmfotos, ausgewĂ€hlte Apps erhalten zudem eine entsprechende Kennzeichnung.
Im Praxistest von Wired JP verblieben nach sechs Stunden Nutzung noch 45 Prozent Akkuladung; eine Aufladung auf 50 Prozent dauerte 20 Minuten. Bei Standardaufgaben traten jedoch teils spĂŒrbare ErwĂ€rmungen auf.
WĂ€hrend das Portal 7 von 10 Punkten vergab und riet, bis zur breiteren App-Anpassung einige Monate zu warten, lobte TechRadar die Reife des GerĂ€ts. The Independent hob die Faszination fĂŒr das verĂ€nderte Format nach mehrtĂ€giger Nutzung hervor.
Marktprognose und Wettbewerb
FĂŒr das Gesamtjahr 2026 prognostiziert das Marktforschungsunternehmen TrendForce bei den weltweiten Auslieferungen faltbarer Smartphones lediglich ein verhaltenes Wachstum von 0,5 Prozent.
Auf das iPhone Duo dĂŒrften im laufenden Jahr rund 5 Millionen Einheiten entfallen, was einem Marktanteil von etwa 24,8 Prozent entspricht. Damit lĂ€ge Apple gleichauf mit Huawei auf Platz zwei hinter Samsung mit rund 35,1 Prozent.
FĂŒr das Jahr 2027 prognostiziert TrendForce fĂŒr Apple einen Anstieg auf 29,8 Prozent Marktanteil, wĂ€hrend frĂŒhere SchĂ€tzungen von SAG einen Spitzenwert von 41 Prozent vorhergesagt hatten.
Im direkten Produktvergleich tritt das 1.999 US-Dollar teure iPhone Duo gegen Konkurrenten wie das Samsung Galaxy Z Fold 8 (1.899 US-Dollar), das Z Fold 8 Ultra (2.099 US-Dollar), das Google Pixel 11 Pro Fold (1.899 US-Dollar) und das Motorola Razr Fold (1.899 US-Dollar) an.
Beobachter wie Vlad Savov von Bloomberg stuften die Display-SchÀden als typische Kinderkrankheiten einer ersten Produktgeneration ein, die Apples langfristiges Engagement im Foldable-Segment nicht grundsÀtzlich infrage stellten. Marktbeobachter rechnen bei einem potenziellen Nachfolgemodell mit Fortschritten wie der Integration von Face ID, besseren Kameras und einem verringerten Gesamtgewicht.
