Rundum-Display, Apple

iPhone mit Rundum-Display: Apple wartet auf Samsungs neue Fertigungstechnik

Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 04:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ein umlaufender Bildschirm bleibt wegen FertigungshĂŒrden Zukunftsmusik; Apple lĂ€sst zudem eigene AMOLED-Treiber bei TSMC produzieren.

Apple prĂŒft iPhone-Display ohne Rahmen – Samsung-Technik gefragt
Hochmoderne Reinraumumgebung mit industriellen Fertigungsmaschinen fĂŒr die Displayproduktion. Illustration mit AI erstellt.

Apple arbeitet nach Angaben aus Branchenkreisen an einem radikal verĂ€nderten Smartphone-Design, bei dem das Display die GehĂ€useseiten vollstĂ€ndig umschließt. Wie aus einem Bericht vom 7. Oktober 2026 unter Berufung auf den Weibo-Leaker Instant Digital hervorgeht, wartet der US-Konzern auf eine neue Technologie des Zulieferers Samsung Display fĂŒr ein sogenanntes Rundum-Vollbild-Display.

Bei diesem Konzept biegt sich das OLED-Panel an allen vier Kanten um nahezu 90 Grad nach unten. Der herkömmliche Rahmen entfÀllt dadurch vollstÀndig, was ein iPhone ohne mechanische Tasten ermöglichen soll. Das zentrale Hauptdisplay auf der Vorderseite bliebe dabei vollstÀndig eben.

Technische HĂŒrden und optische Herausforderungen

Die Umsetzung dieses Designs bringt nach Angaben von Branchenbeobachtern erhebliche produktionstechnische Schwierigkeiten mit sich. Zu den ungelösten Problemen gehören optische Verzerrungen sowie Farbverschiebungen an den GehÀuseecken.

Zudem gilt die Erhaltung der OLED-Schutzverkapselung bei derart extremen Biegewinkeln als heikel. Auch die Integration der Antennentechnik ohne klassischen Metall- oder Kunststoffrahmen sowie das Verlegen der Display-Verkabelung an die Ă€ußersten RĂ€nder stellen Ingenieure vor Aufgaben.

Zudem berge ein solches Konzept Nachteile fĂŒr Endnutzer, darunter ein verringerter Schutz bei StĂŒrzen, das Risiko unbeabsichtigter Handballen-BerĂŒhrungen sowie der Umstand, dass gewöhnliche SchutzhĂŒllen die umlaufenden BildschirmflĂ€chen verdecken wĂŒrden.

Apple kann die benötigten Bildschirme nach aktuellen Informationen nicht selbst fertigen; Samsung gilt derzeit als einziger Hersteller der entsprechenden Fertigungstechnologie. Historisch zeigten Hersteller bereits Ă€hnliche AnsĂ€tze: Samsung prĂ€sentierte 2017 eine Vierfach-Biegung, wĂ€hrend Xiaomi 2021 ein Konzept mit einer KrĂŒmmung von 88 Grad vorstellte.

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JubilĂ€umsmodell fĂŒr 2027 als möglicher Zwischenschritt

Als möglicher Zwischenschritt vor einem vollstĂ€ndigen Rundum-Display gilt das fĂŒr 2027 erwartete JubilĂ€umsmodell zum 20-jĂ€hrigen Bestehen des iPhones. Laut Berichten plant Apple diesen Start fĂŒr die zweite JahreshĂ€lfte 2027, traditionell um den Monat September.

Mark Gurman von Bloomberg berichtete, dass Apple an einem Neuentwurf mit Glas um die Seiten und einem Metallband in der Mitte arbeite, wĂ€hrend eine extremere Vollglas-Variante wegen Fertigungsproblemen verworfen worden sei. AnalystenschĂ€tzungen zufolge stand fĂŒr ein frĂŒheres Vollglas-Modell ein Preis von rund 2.060 US-Dollar im Raum.

FĂŒr das JubilĂ€umsgerĂ€t testet Apple laut Digital Chat Station DisplaygrĂ¶ĂŸen von 6,41 Zoll fĂŒr das iPhone 20 Pro sowie 6,96 Zoll fĂŒr das iPhone 20 Pro Max.

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Informationen aus GesprĂ€chen mit Apple-Ingenieuren deuten darauf hin, dass das JubilĂ€umsmodell primĂ€r auf ein vierfach gekrĂŒmmtes Schutzglas setzt, wĂ€hrend das darunterliegende Panel flach bleibt. Dadurch ließen sich ungleichmĂ€ĂŸige Pixeldichten und instabile BerĂŒhrungseingaben vermeiden, wĂ€hrend Software-Totzonen Fehlbedienungen verhindern.

Gleichzeitig lĂ€sst die Integration der Sensoren unter das Glas auf sich warten: Berichten zufolge könnte die vollstĂ€ndige Platzierung der Gesichtserkennung unter dem Display bis 2027 nicht rechtzeitig fertiggestellt sein, weshalb ein kleiner Ausschnitt erhalten bleiben dĂŒrfte.

Eigene Display-Treiber aus der Fertigung von TSMC

Parallel zur GehĂ€useentwicklung bereitet Apple Anpassungen bei den internen Bauteilen vor. Laut Berichten vom 7. Oktober 2026 lĂ€sst das Unternehmen seine ersten selbst entwickelten AMOLED-Treiber-ICs bei TSMC fertigen. Der Auftragsfertiger nutzt dafĂŒr spezialisierte Hochvolt-Prozesse in 40nm oder 28nm.

Apple zielt mit den eigenen Chips auf eine prÀzisere Spannungsregelung, höhere Farbgenauigkeit, geringere Latenzzeiten und einen reduzierten Energieverbrauch ab. Zugleich verringert der Konzern damit seine AbhÀngigkeit von traditionellen Zulieferern wie Samsung LSI oder Synaptics und Renesas. Offiziell bestÀtigt hat Apple weder die Display-PlÀne noch die Komponentenfertigung.

Mehr zum Thema bei MacRumors: „Apple Reportedly Waiting on Samsung for Ultimate Bezel“

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