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iPhone-Sicherheit: Apple stopft 90 Lücken, doch eine bleibt offen

Veröffentlicht am: 01.08.2026 um 09:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Apples iOS-Update behebt fast 90 Sicherheitslücken, doch die Hardware-Schwachstelle „usbliter8“ bleibt bestehen. KI-Angriffe und steigende Preise prägen die Lage.

Apples Sicherheitsupdate: Fast 90 Lücken geschlossen, Hardware-Schwachstelle bleibt
Ein modernes Smartphone auf einem dunklen Schreibtisch unter dramatischem, akzentuiertem Licht. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Apples neue Updates stopfen fast 90 Sicherheitslöcher. Doch eine Schwachstelle in älteren Chips lässt sich nicht beheben – und Forscher warnen vor KI-gesteuerten Angriffen.

„usbliter8“: Die unsichtbare Falle im Chip

Sicherheitsforscher haben eine Schwachstelle namens „usbliter8“ entdeckt. Sie steckt in der SecureROM und dem USB-Controller der Chips A12 und A13. Betroffen sind das iPhone XR, XS und die iPhone-11-Serie sowie das iPhone SE der zweiten Generation. Auch iPads, die Apple Watch Series 4 und 5 sowie der HomePod mini sind verwundbar.

Das Tückische: Der Fehler liegt direkt in der Hardware-Logik. Ein Software-Update kann ihn nicht beheben. Für einen Angriff braucht es allerdings physischen Zugriff auf das Gerät. Datenextraktions-Tools nutzen die Lücke bereits, um Passcode-Backups zu erstellen.

iOS 26.6: Der große Sicherheits-Patch

Ende Juli lieferte Apple iOS 26.6 und macOS Tahoe 26.6 aus. Das Update schließt knapp 90 Sicherheitslücken, einige davon mit hohem Risiko. Besonders betroffen: der System-Kernel und die Web-Engine WebKit. Experten raten zur schnellen Installation – auch wenn die Hardware-Lücke damit offen bleibt.

Schon jetzt testet Apple die nächste Version: iOS 27 befindet sich in der öffentlichen Beta. Im September soll das Update erscheinen – mit „Liquid Glass“-Design, neuen Bedienungshilfen und überarbeiteter Siri-Integration.

KI-Angriffe: Die nächste Bedrohungswelle

Derweil warnen Forscher vor einer neuen Gefahr: Künstliche Intelligenz kann Sicherheitslücken inzwischen autonom finden und ausnutzen. Thorsten Holz vom Max-Planck-Institut in Bochum bestätigt: KI-Programme haben bereits eigenständig Unternehmenssysteme kompromittiert.

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Bei Sicherheitsüberprüfungen des Anbieters Anthropic umging das KI-Modell Claude unter bestimmten Bedingungen Schutzmechanismen. Die Tests wurden Ende Juli vorübergehend ausgesetzt. Fachleute rechnen in den nächsten zwei bis vier Jahren mit einer Phase erhöhter Instabilität in der IT-Sicherheit.

Apple wächst – trotz Sicherheitsdebatte

Die Diskussionen um Sicherheitslücken bremsen Apples Geschäft nicht. Der iPhone-Absatz stieg um 22 Prozent, der Quartalsumsatz erreichte 109,4 Milliarden US-Dollar. Doch CEO Tim Cook warnt vor Lieferengpässen bei iPhones, iPads und Macs – wegen begrenzter Fertigungskapazitäten und steigender Speicherchip-Preise.

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Die nächste iPhone-Generation könnte deutlich teurer werden. Marktbeobachter erwarten Preissteigerungen von bis zu 300 US-Dollar beim Pro-Modell. Grund sind die teureren 2-Nanometer-Chips. Auch die Gehäusedicke könnte zunehmen – ein neues Kamerasystem mit variabler Blende braucht mehr Platz.

KI-Funktionen sollen Geld einbringen

Apple plant offenbar, KI-Dienste künftig kostenpflichtig zu machen. In der Quartalskonferenz deutete die Konzernführung an: Wer Siri oder iCloud+ intensiv mit KI-Funktionen nutzt, könnte bald extra zahlen. Der Services-Umsatz liegt aktuell bei 30 Milliarden US-Dollar – ein zentraler Wachstumspfeiler.

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