iPhone-Wertverlust: Bis zu 30 Prozent vor September-Launch
Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 13:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der SekundĂ€rmarkt fĂŒr Smartphones steht Mitte August 2026 vor einer signifikanten Umbruchphase. Branchenexperten und Marktanalysten beobachten eine deutliche Tendenz bei den Restwerten aktueller iPhone-Modelle.
Besitzer Ă€lterer GerĂ€te werden dazu angehalten, ihre Mobiltelefone zeitnah zu verĂ€uĂern, um einem drohenden Wertverlust von bis zu 30 Prozent entgegenzuwirken. Besonders betroffen von dieser Entwicklung sind die hochwertigen Pro- und Pro-Max-Varianten, deren Ankaufspreise erfahrungsgemÀà unmittelbar nach der Vorstellung neuer Generationen stark nachgeben.
Zyklische Wertverluste rund um den September-Launch
Die jĂ€hrliche Dynamik des Smartphone-Marktes wird maĂgeblich durch den fĂŒr den 9. September angekĂŒndigten Launch neuer Hardware beeinflusst. Marktbeobachtungen von Gadget GoGo verdeutlichen, dass die Trade-in-Werte bereits zwei Wochen nach der PrĂ€sentation um knapp ein Drittel sinken können.
FĂŒr Nutzer, die einen Umstieg planen, ergibt sich daraus ein enges Zeitfenster. Apple-Trade-in-SchĂ€tzungen behalten laut Branchenberichten nach Erhalt eines neuen GerĂ€ts eine GĂŒltigkeit von 14 Tagen, was eine strategische Planung des Verkaufszeitpunkts ermöglicht.
Daten aus dem chinesischen Markt unterstreichen die VolatilitĂ€t der Preise im ersten Halbjahr 2026. Plattformen wie Zhuanzhuan und Aihuishou verzeichneten fĂŒr das iPhone 14 Pro zwischen Januar und Juni 2026 einen Wertverlust zwischen 5,8 Prozent und 7,2 Prozent.
Um den Handel zu beleben, gewÀhren Dienstleister wie Zhuanzhuan Subventionen von 200 Yen, wÀhrend staatliche Förderprogramme in China unter bestimmten Bedingungen NachlÀsse von bis zu 15 Prozent ermöglichen.
Kostensteigerungen und technologische Treiber der neuen Generation
Hintergrund der PreisstabilitĂ€t Ă€lterer Modelle und der gleichzeitig steigenden Kosten fĂŒr NeugerĂ€te sind technologische Innovationen und gestiegene Produktionskosten. Branchenberichte weisen darauf hin, dass die Preise fĂŒr Speicherchips im Vertragshandel um ĂŒber 200 Prozent gestiegen sind. Dies fĂŒhrt dazu, dass Smartphones in vergleichbaren Konfigurationen im Jahr 2026 insgesamt over 20 Prozent teurer ausfallen als in den Vorjahren.
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FĂŒr das iPhone 18 Pro, das laut Angaben von Wedbush und Business Insurance bis zum 17. August 2026 noch nicht offiziell angekĂŒndigt war, wird ein Preissprung von voraussichtlich 300 US-Dollar prognostiziert. Als Ursachen gelten die hohe Nachfrage nach KI-Anwendungen und die EinfĂŒhrung von 2-nm-Chips.
GerĂŒchten zufolge soll die kommende Generation mit einem A20-Pro-Chip und modifizierten Kamerasystemen ausgestattet sein. Bereits im Juni 2026 hatte Apple die Preise fĂŒr andere Produkte, etwa das MacBook Air M5, von 1.099 US-Dollar auf 1.299 US-Dollar angehoben.
Langfristige Werthaltigkeit und technische Risiken
Ein Blick auf historische Daten von BankMyCell aus den Jahren 2021 und 2022 verdeutlicht die grundsĂ€tzliche Ăberlegenheit von iOS-GerĂ€ten beim Wiederverkaufswert. WĂ€hrend iPhones im ersten Jahr durchschnittlich 13,83 Prozent an Wert verloren, lag dieser Wert bei Android-GerĂ€ten bei 32,06 Prozent. Auch in den Folgejahren blieb die Depreciation bei Apple-Produkten stabil auf einem niedrigeren Niveau als bei der Konkurrenz.
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Dennoch gibt es technische Faktoren, die den Wiederverkaufswert negativ beeinflussen können. Eine im August 2026 identifizierte SicherheitslĂŒcke namens âusbliter8â betrifft Ă€ltere Modelle mit A12- und A13-Chips, darunter die iPhone-Serien XS und 11 sowie das SE der zweiten Generation.
Da diese Schwachstelle ROM-basiert ist und nicht durch Software-Updates behoben werden kann, raten Experten bei diesen GerÀten zu einem Hardware-Wechsel, sofern physischer Zugriff durch Dritte ein Risiko darstellt.
Zudem wird empfohlen, bei einer Batteriegesundheit von unter 80 Prozent entweder den Akku zu tauschen oder den Verkauf des GerĂ€ts in ErwĂ€gung zu ziehen, da sich der Austauschzyklus fĂŒr Smartphones mittlerweile auf durchschnittlich 40 Monate verlĂ€ngert hat.
