ISHO-Schlafsystem: Weltpremiere ist für die CES 2027 angekündigt
Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 06:23 Uhr | Redaktion boerse-global.deDas Technologieunternehmen ISHO hat ein vernetztes Schlafsystem vorgestellt, das aus einem sensorbasierten Smart-Ring, einer temperaturgeregelten Matratzenauflage und einer zugehörigen Steuerungs-App besteht. Nach dem Marktstart auf dem chinesischen Heimatmarkt plant der Hersteller eine weltweite Expansion. Ein erster internationaler Auftritt ist für Januar im Rahmen der CES 2027 in Las Vegas angekündigt.
Hardware für Körper- und Umgebungsdaten
Am 29. Oktober 2026 präsentierte ISHO in Peking das Gesamtsystem, bestehend aus dem ISHO Ring, dem System ISHO iFlow und der Softwareplattform ISHO Intelligence. Letztere kombiniert einen persönlichen Software-Agenten mit einem Großmodell zur Auswertung physiologischer Signale. Das Unternehmen formulierte dabei das Ziel, sich innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre als weltweite Marke für KI-gestützten Schlaf zu etablieren.
Der ISHO Ring arbeitet mit einem Apollo 330B Plus Prozessor sowie 32 MB Speicher und kann Daten bis zu sieben Tage offline sichern. Das Gerät besteht aus 116 Komponenten, ist bis 100 m beziehungsweise 10 ATM wasserdicht und erzielt eine Akkulaufzeit von 6 bis 10 Tagen. Zur Ausstattung gehören optische Pulssensoren (PPG), eine 6-Achsen-IMU sowie Sensoren für Umgebungslicht und Hauttemperatur.
Wer sich mit vernetzten Gesundheitstechnologien befasst, sollte auch die Sicherheit der genutzten Mobilgeräte im Blick behalten. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie Ihr Android-Smartphone mit fünf einfachen Schritten effektiv vor unbefugtem Zugriff schützen. 5 Schutzmaßnahmen jetzt entdecken
Das System erfasst 18 Gesundheitsdaten und berechnet daraus einen Energie-Score auf einer Skala von 0 bis 100. Für die Pro-Variante bietet das Unternehmen ein Ladecase an, das über integrierte Sensoren für Kohlendioxid, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Lärm und Licht verfügt.
Temperatursteuerung und Vernetzung im Bett
Die Matratzenauflage ISHO iFlow kombiniert einen Temperatur-Regel-Bettbezug mit einem Hauptgerät, das Wasser zur Kühlung und Heizung zirkulieren lässt. Das System verfügt über 600 W Leistung, eine TEC-Kühlung und wird von einem MediaTek Genio 420 Prozessor mit einer Rechenleistung von 7,2 TOPS angetrieben.
Integriert sind BCG-Sensorbänder, acht Sensoren für die Betttemperatur und ein Raumsensor. Über zwei getrennte Zonen lässt sich das System für zwei Personen individuell temperieren. Die Pro-Version bietet zusätzlich ein Druckarray mit 512 Messpunkten.
Die Vernetzung von Gesundheitsdaten über Apps erfordert eine zuverlässige Absicherung der persönlichen Konten gegen Datenklau. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, wie Sie Passkeys als sichere Alternative zu Passwörtern bei gängigen Diensten wie WhatsApp oder Amazon einrichten. Kostenlosen Report zur passwortlosen Anmeldung herunterladen
Die App-Anbindung ist für Geräte der Hersteller Xiaomi, Apple, OPPO und vivo ausgelegt. Zusätzliche Premiumfunktionen werden über ein Abonnementmodell für 40 RMB im Monat beziehungsweise 5,99 US-Dollar oder 468,9 RMB im Jahr beziehungsweise 69,99 US-Dollar bereitgestellt.
Preise, Vertrieb und Marktstart
Gründer Wang Teng, ehemaliger Marketing-Generalmanager von Xiaomi China, betonte bei der Vorstellung, auf überhöhte Preisaufschläge zu verzichten. Die Preisgestaltung für das iFlow-System sei unter Druck kalkuliert worden, da die Gewinnmarge bei Bettsystemen unter der des Rings liege.
Für den ISHO Ring liegt der Preis bei 1.799 RMB für die Standardversion und 2.199 RMB für das Pro-Modell; der Versand beginnt ab dem 11. November. Das iFlow-System startet regulär bei 9.999 RMB, während die Pro-Variante ab 12.999 RMB und Kooperationsmodelle für bis zu 15.999 beziehungsweise 17.499 RMB angeboten werden.
Die Standardausführung soll im Dezember ausgeliefert werden, die Kooperationsmodelle folgen im Januar 2027. Vorbestellungen wurden unmittelbar mit der Präsentation geöffnet.
Im Flaggschiffstore der Plattform JD wurden über 5.000 Einheiten eines Fingerabdruck-Messsets für den Ring und mehr als 100 Exemplare des Rings selbst verkauft; Unternehmensvertreter sprachen von ringweiten Vorbestellungen über mehr als 1.000 Stück. Gleichzeitig weisen Branchenberichte darauf hin, dass das Unternehmen bislang keine klinischen Testergebnisse, genauen Produktionskosten oder Wirksamkeitsdaten öffentlich nachgewiesen hat.
