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Isomorphic Labs: KI-Firma könnte bis zu 50 Milliarden Dollar wert sein

Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 08:25 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Isomorphic Labs verhandelt über eine Bewertung von bis zu 50 Milliarden US-Dollar; klinische Tests KI-entworfener Wirkstoffe bleiben anspruchsvoll.

Isomorphic Labs: KI-Forschung trifft auf Pharma und hohe Bewertung
Laborumgebung mit Glasgeräten und Bioreaktoren zur Erforschung neuer Wirkstoffe. Illustration mit AI erstellt.

Führende Entwickler künstlicher Intelligenz drängen mit wachsendem Nachdruck in die traditionelle Domäne der Arzneimittelforschung. Technologieunternehmen wie Anthropic, OpenAI und der Alphabet-Konzern mit seiner Tochtergesellschaft Isomorphic Labs treten zunehmend in direkten Wettbewerb mit etablierten Pharmaunternehmen.

Der Einsatz moderner Algorithmen verspricht, die Suche nach neuen Wirkstoffen zu beschleunigen und präzisere Resultate zu liefern. Dieser Wandel zwingt traditionsreiche Pharmakonzerne dazu, ihre bisherigen Forschungsansätze grundlegend zu überdenken.

Hohe Bewertungen für computergestützte Wirkstoffforschung

Wie hoch die Erwartungen an den Sektor sind, zeigen die aktuellen Entwicklungen rund um spezialisierte Anbieter. Laut Berichten vom 8. Oktober 2026 führt Isomorphic Labs derzeit frühe Gespräche über eine neue Finanzierungsrunde. Im Raum steht dabei eine Bewertung von mindestens 40 Milliarden US-Dollar, womöglich sogar bis zu 50 Milliarden US-Dollar.

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Ein solcher Schritt würde eine Verdopplung der Unternehmensbewertung gegenüber der Series B innerhalb von fünf Monaten bedeuten. Angaben zu einem konkreten Finanzierungsvolumen, den beteiligten Investoren oder einem formellen Abschluss liegen bislang nicht vor.

Dass die Pharmaindustrie das Potenzial der Technologie aufgreift, belegen bereits geschlossene Kooperationen. Isomorphic Labs arbeitet unter anderem mit Eli Lilly und Novartis zusammen.

Beide Partnerschaften haben zusammen ein potenzielles Volumen von knapp 3 Milliarden US-Dollar, das an das Erreichen bestimmter Entwicklungsziele geknüpft ist. Als Vorauszahlungen flossen von Eli Lilly 45 Millionen US-Dollar und von Novartis 37,5 Millionen US-Dollar.

Ambitionierte Zeitpläne und Herausforderungen bei klinischen Tests

Trotz hoher Bewertungen und strategischer Allianzen bleibt der Schritt von computergestützten Berechnungen hin zu wirksamen Therapien am Menschen anspruchsvoll. Im Juli 2026 kündigte Isomorphic Labs an, einen mithilfe von KI entworfenen Wirkstoff für erste Studien an Patienten vorzubereiten. Allerdings passte das Unternehmen seine Vorgaben an: Das Ziel für erste KI-Medikamente in klinischen Tests wurde von Ende 2025 auf Ende 2026 verschoben.

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Gleichzeitig baut das Unternehmen seine wissenschaftliche Einbindung aus. Am 7. Oktober 2026 trat Isomorphic Labs als Gründungsmitglied der Virtual Biology Initiative bei. Während Algorithmen in der frühen Phase der Wirkstoffsuche bereits etablierte Abläufe verändern, steht der tatsächliche Nachweis von Nutzen und Sicherheit erst in den langwierigen klinischen Studienphasen bevor.

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