IT-Jobmarkt, KI-Spezialisten

IT-Jobmarkt: 42% planen KI-Spezialisten, 27% streichen Programmierer

Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 01:06 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der IT-Arbeitsmarkt wandelt sich: Klassische Programmierrollen schwinden, während KI-Experten und Sicherheitsarchitekten stark gefragt sind.

KI-Wandel im IT-Sektor: Neue Jobs und Gehaltsstrukturen
Ein IT-Experte arbeitet in einem modernen Büro an komplexen Systemarchitekturen und Datenvisualisierungen auf großen Bildschirmen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Künstliche Intelligenz treibt einen tiefgreifenden Wandel im IT-Sektor voran. Während klassische Programmierjobs unter Druck geraten, entstehen neue Rollen in Sicherheit, Governance und spezialisierter Architektur. Aktuelle Marktdaten zeigen: Wer sich nicht anpasst, bleibt zurück.

Zwischen Boom und Stellenabbau

Der Branchenverband Bitkom hat 850 Unternehmen befragt – mit ambivalenten Ergebnissen. 80 Prozent der Betriebe erwarten einen verstärkten Fachkräftemangel. Gleichzeitig planen 42 Prozent den Aufbau von KI-Spezialisten, während 27 Prozent in traditionellen IT-Bereichen Stellen streichen wollen.

Konzerne wie BMW, Cisco, Bayer, KPMG und Würth setzen längst auf spezialisierte Rollen. Reine Programmiertätigkeiten rücken in den Hintergrund. Gefragt ist die Integration komplexer Systeme und die Sicherung der Datenqualität.

Wo das meiste Geld fließt

Die Gehaltsstruktur zeigt, welche Fähigkeiten gerade besonders wertvoll sind. Software-Architekten verdienen bis zu 109.500 Euro. KI-Entwickler kommen auf rund 92.000 Euro, Machine-Learning-Engineers auf etwa 87.000 Euro.

Auch die Datenanalyse bleibt lukrativ: Data-Analysten erzielen bis zu 90.000 Euro. Security-Architekten liegen bei maximal 81.250 Euro. Die Botschaft ist klar: Technisches Know-how allein reicht nicht – architektonisches Verständnis wird zum entscheidenden Faktor.

Regulierung treibt neue Jobs

Der EU AI Act und die NIS2-Richtlinie zwingen Unternehmen zum Handeln. IT-Governance wird zur strategischen Aufgabe. Die Bayerische Versorgungskammer und die Evangelische Bank suchen derzeit Führungskräfte für genau diese Bereiche.

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Die neue EU-KI-Verordnung stellt Unternehmen vor komplexe Herausforderungen bei der Risikodokumentation und Qualitätssicherung. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden hilft Verantwortlichen, die neuen Pflichten und Fristen des AI Act rechtssicher zu meistern. EU AI Act in 5 Schritten verstehen: Fristen, Pflichten und Risikoklassen kompakt erklärt

Im Zentrum stehen Kenntnisse in ISMS-Frameworks nach ISO 27001. Schulungen für Administratoren und Sicherheitsverantwortliche sind für den Herbst geplant. Auch die öffentliche Hand investiert: Die Universität Magdeburg erhält ab Juli 500.000 Euro, um als Knotenpunkt für Forschungsdatenmanagement zu dienen.

Was Bewerber jetzt können müssen

DeepMind-CEO Demis Hassabis brachte es kürzlich auf den Punkt: MINT-Absolventen nutzen KI-Werkzeuge um ein Vielfaches effektiver als fachfremde Anwender. Doch reine Technik reicht nicht mehr. Philosophie und Wirtschaftswissenschaften gewinnen an Bedeutung – für die ethische und ökonomische Bewertung der Technologie.

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Neben technischen Skills rücken durch den AI Act auch neue rechtliche Anforderungen in den Fokus jedes KI-Projekts. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, welche Systeme als Hochrisiko eingestuft werden und was Unternehmen jetzt konkret tun müssen. Welche KI-Systeme gelten als Hochrisiko – und was müssen Unternehmen jetzt konkret tun?

Bereits im Juni startete die Initiative „Controlling AI MOVE“. Ihr Ziel: die Lücke zwischen Business Intelligence und KI in der Unternehmensführung schließen.

Der verdeckte Markt als Chance

Wer im KI-Zeitalter beruflich vorankommen will, sollte umdenken. Experten raten, nicht nur auf öffentliche Ausschreibungen zu setzen. Der verdeckte Stellenmarkt ist oft ergiebiger. Die Strategie: gezielt Kontakt zu Fachverantwortlichen in Wunschunternehmen aufnehmen, statt sich nur über Personalabteilungen zu bewerben. Die Qualität der Kontakte entscheidet – nicht die Anzahl.

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