JD Logistics baut Wolf-Pack-Roboter: Eine Million Fahrzeuge in 3 Jahren
Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 19:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das Technologieunternehmen Horizon Robotics hat den Zuschlag für ein großvolumiges Projekt von JD Logistics erhalten. Im Zentrum der Kooperation steht die Integration der Rechenlösung Journey 6P in autonome Fahrzeuge des Logistikdienstleisters. Wie aus Berichten vom 9. September 2026 hervorgeht, markiert diese Zulassung einen wesentlichen Schritt in der Automatisierungsstrategie beider Unternehmen.
Technologische Basis und ambitionierte Wachstumsziele
Horizon Robotics liefert mit Journey 6P die zentrale Rechenplattform für das neue Projekt von JD Logistics. Yu Kai, CEO von Horizon Robotics, kündigte im Zuge der Partnerschaft an, innerhalb von drei Jahren eine Million autonome Lieferfahrzeuge zum Einsatz zu bringen. Die gewählte Lösung Journey 6P dient dabei als technische Grundlage für die Steuerung der intelligenten Systeme.
Die Zusammenarbeit erfolgt vor dem Hintergrund einer starken Marktposition von Horizon Robotics. Berichten vom 8. September 2026 zufolge konnte das auf Journey 6P basierende System HSD bis Ende 2025 bereits Zulassungen von zehn verschiedenen Automobilherstellern für über 20 Fahrzeugmodelle verbuchen. Für den Zeitraum der nächsten drei bis fünf Jahre plant das Unternehmen die Ausbreitung auf insgesamt zehn Millionen Einheiten.
Expansion der „Wolf Pack“-Roboterfamilie
JD Logistics nutzte die Ankündigung, um die neue Robotergeneration unter dem Namen „Superbrain + Wolf Pack“ vorzustellen. Zu dieser Produktfamilie zählt unter anderem das für die Stufe L4 (autonomes Fahren) ausgelegte Lieferfahrzeug „Lone Wolf“. Das Portfolio umfasst darüber hinaus spezialisierte Einheiten für verschiedene logistische Herausforderungen:
- Warehouse Wolf: Ein System für die Kommissionierung, das eine Genauigkeit von 99,9 % erreicht.
- Mother Wolf: Speziell für den Einsatz in Apotheken entwickelt, ebenfalls mit einer Präzision von 99,9 %.
- Smart Wolf: Ein Modell für Kälteanwendungen, das den Betrieb bei Temperaturen von bis zu -20 °C gewährleistet.
- Flying Wolf: Eine Drohne des Typs L05 für die Luftzustellung.
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Nach Angaben von JD Logistics werden diese Systeme bereits in über 1.000 verschiedenen Szenarien eingesetzt. Dabei konnte eine Steigerung der betrieblichen Effizienz um 20 % verzeichnet werden.
Langfristige Flottenplanung und Transformationsstrategie
Die Kooperation mit Horizon Robotics ist Teil einer langfristig angelegten Infrastruktur-Initiative. JD Logistics plant, bis zum Jahr 2031 eine Flotte von drei Millionen Robotern, einer Million unbemannten Fahrzeugen sowie 100.000 Lieferdrohnen zu betreiben.
In anderen Berichten wurde ein ähnliches Beschaffungsziel bereits für einen Zeitraum von fünf Jahren skizziert. Um diesen technologischen Wandel zu begleiten, kündigte das Unternehmen an, 700.000 Mitarbeiter für neue Aufgabenbereiche umschulen zu wollen.
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Flankiert wird diese Entwicklung durch Investitionen der Muttergesellschaft JD.com. Im Rahmen der Veranstaltung JDDiscovery 2026 wurden weitere technologische Projekte wie JoyAI-Echo WM und Meta Brain 3.0 präsentiert.
Bis zum Jahr 2028 beabsichtigt der Konzern, rund 10 Milliarden RMB in den Bereich der Einzelhandelsrobotik zu investieren. Zudem ist der Aufbau von 80 Logistik-Hubs (RoboBase) sowie die Generierung von zehn Millionen Stunden an Daten für die Weiterentwicklung von Robotiksystemen vorgesehen.
